Paderborner Straße 26 (Schlangen)
| Paderborner Straße 26 (Schlangen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Schlangen (Ortskern) |
| Straße | Paderborner Straße (Schlangen) |
| Hausnummer | 26 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Schlangen |
| Hausnummer | 009 |
Gastwirtschaft Zur Rose (Rosenkrug), früher Schlangen Nr. 9.[1]
Geschichte
Vormalige Hausstätte Nr. 87. Nach einem Tausch der Hausnummern 1782 erhielt sie die Nr. 9.[2] Alte Krugwirtschaft "Rosenkrug" nahe der Grenze nach Paderborn, seit 1663 nachweisbar.
Gebäude
Altbau von 1811, abgebrochen 1925: Fachwerkhaus, Vierständerbau (?) von 1811, stand mit dem Wohnteilgiebel zur Straße. Zweistöckuges Kammerfach mit Gaststube, Mitteleingang mit hölzernem, bemalten Wirtshausschild.
Heutiges Wohn- und Gasthaus, erbaut 1925: Zweigeschossiger, traufständiger Putzbau auf hohem Kellersockel, Mansarddach, Mitteleingang mit Vortreppe, offener Eingangsvorbau mit Balkon. Links eingeschossiger Anbau mit weiterem Gastraum.
Scheune, erbaut 1824 Bruchsteinbau mit Fachwerk-Innenwänden (Vierständerbau) von 1824, Zimmermeister J. E. Tölle. Fachwerkgiebel mit Backsteinausfachung, zusätzliche Stiele zwischen den Riegeln bilden auffällige, schmale Gefache, oberes Giebeldreieck verbrettert.
Hölzerner Torbogen mit vierzeiliger Inschrift, Rose und Stern auf den Torständern, am rechten Torständer Erntehahn.
Inschriften
Hausinschrift des 1925 abgebrochenen Kruggebäudes:[3]
DIS HAT LASEN BAUEN FRIEDRICH KONRAT MEIER AUS OBERHEESTEN UND ANNA MARIA FLORENTINA GROTEN AUS DEM BARTELSKRUGE. AUF GOTT UND NICHT AUF MEINEN RATH WIL ICH MEIN GLÜCKE BAUEN UND DEM DER MICH ERSCHAFFEN HAT MIT GANZER SEHLEN TRAUEN. DEN 17TEN JULIUS 1811
Hausinschrift der Scheune
| DURCH DEINE HÜLFE IST O GOTT HIER DIESER BAU VOLLBRACHT NUN SCHÜTZ AUCH IN |
| GEFAHR UND NOTH DAS HAUS MIT DEINER MACHT * SO SEGNE HERR AUCH DIESES |
| GEBEUDE MIT VIEH FUTTER UND GETREIDE * DIESES HAT BAUEN LASSEN WITWE |
| MEIERNMIT IHREN KINDERN * SCHLANGEN DEN 12: MAI 1824 * MEISTER JE TÖLLE |
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
| 1663 (HEBEREGISTER): | Herman Mesoll, Kleinkötter und Krüger |
| 1769 (AESTIMATIONSBUCH): | Rosenwirth Draven Stätte olim (einst) Meysolle, Focke, nachher Düe. Die am 23.7.1670 gewährte Freiheit der Stätte wurde am 25.8.1772 wieder aufgehoben |
| 1776 (VOLKSZÄHLUNG): | Rosenwirth Drawe |
| 1782 (SALBUCH): | Rosenwirth Drawe olim (einst) Focke, oder Witwe Krecken, Straßenkötter, frei |
| 1823 (VERMESSUNGSREGISTER): | Wegener, ein Wohnhaus, eine Scheune, ein Stall, 30,0 ha. (Nr. 9) |
Literatur
Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Lanchel-Colstidi-Astanholte, 1969, S. 144ff.
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
- ↑ Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 236.ff.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 784.ff.
Autor
Seitenhistorie
Seite erstellt am 12.11.2024 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 13.08.2026 von Heinrich Stiewe