Mittelstraße 137 (Lemgo)

Version vom 7. September 2026, 14:03 Uhr von Wolfgang Kramer (Diskussion | Beiträge) (Glocken)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Mittelstraße 137 (Lemgo)
OrtsteilLemgo (Kernstadt)
StraßeMittelstraße (Lemgo)
Hausnummer137
Karte
Adressbuch von 1901

Ev.-ref. Kirche St. Johann Lemgo

Geschichte

Im ausgehenden zwölften Jahrhundert wurde die Lemgoer Altstadt gegründet. Die Urkirche St. Johann blieb dabei vor den Mauern ("ante muros"), wurde aber weiterhin genutzt.[1] Die alte Kirche wurde um 1590 abgebrochen und gleichzeitig wurde eine neue errichtet, die jedoch 1638 von den Schweden unter General King bis auf den Turm abgebrochen wurde.[2] Seit 1638 finden die Gottesdienste in der ehemaligen Klosterkirche der Franziskaner-Observanten an der Mittelstraße statt. Der ehemals schlichte spätgotische Bau wurde 1799 im klassizistischen Stil umgebaut.[1]

Gebäude

 
St. Johann Lemgo, 2006,
Foto: Andreasdz

Walmdach mit Dachreiter und Zwiebelspitze.

 
Stumpfer Turm - St. Johann Lemgo, 2006,
Foto: Andreasdz

Der Stumpfe Turm an der Herforder Straße 9a ist der freistehende Glockenturm mit den beiden historischen Glocken der evangelisch-reformierten Kirche St. Johann in Lemgo.

Inschriften

Glocken

Die Glocke von 1398 ist die älteste, der mit Jahreszahl versehenen Glocken im Lande Lippe. Sie hängt im Turm (Stumpfer Turm genannt) der im 30-jährigen Krieg abgebrochenen Johanneskirche. Die zweite Glocke wurde 1779 aus der Vorgängerglocke umgegossen, weil sie geborsten war. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1917. 1926 wurde das Geläut durch eine sog. Restglocke der Kirche St. Marien aus dem Jahr 1835 erweitert. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942. 1962 wurde beim Bochumer Verein eine sog. Oktavglocke gegossen. [3], [4]

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Inschrift
fis1 1398 1230 1100 + JHESUS MARIA JOHANNES +
An°Do° M°CCC°LXXXXVIII°. DIE URBANI M.
d1 1962 1500 1430 Christus ist unser Friede.

Orgel

Inventar

Eigentümer

Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Johann Lemgo

Pastoren

bis 1926 [2]

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004, S. 125
  2. 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 461 ff
  3. Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
  4. Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237

Autor*innen

Wolfgang Kramer

Seitenhistorie

Seite erstellt am 26.05.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 07.09.2026 von Wolfgang Kramer