Oberschönhagen: Unterschied zwischen den Versionen

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==Geschichte==
==Geschichte==
Im Landschatzregister von 1590 wird Oberschönhagen zusammen mit [[Niederschönhagen]] als Schonhagen im Kespell Dehtmoldt genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 1]</ref>
Im Landschatzregister von 1590 wird Oberschönhagen zusammen mit [[Niederschönhagen]] als Schonhagen im Kespell Dehtmoldt genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 1]</ref>
Im ältesten Schatzregister von ca. 1390 werden „in dem Sconenhaghen“ 11 Kolonate, „in dem Rosendale“ 13 aufgeführt. Rosendahl ist ein Ortsteil von Schönhagen. In der Eversteiner Fehde wurde nach dem Schadensverzeichnis von ca. 1409 in beiden Ortsteilen u.a. „up dem kerkhove tom Schonenhaghen“ und „up dem kerkhove to Hunynchusen“ Schaden angerichtet. Auf Hunynchusen verweist der Hof Hünkemeier, Oberschönhagen Nr. 4. Er dürfte eine ältere Vorgeschichte haben, die über die Anfänge der Waldhufensiedlung zurückreicht. Es muss offen bleiben, ob es sich um den Resthof einer ausgegangenen Siedlung handelt. Mit Huinchusen, das im Güterverzeichnis des Corveyer Abts Erkenbert (1106-1129) erwähnt wird, könnte vielleicht die Vorgängersiedlung des Hofes Hünkemeier gemeint sein. Doch spricht einiges für eine gleichnamige Wüstung beim Hünkergrund (Wörderfeld, jetzt Stadt Lügde).


In Oberschönhagen gibt es auch einen älteren „-hausen“-Ort mit der Bezeichnung Hunychusen als frühmittelalterlichen Siedlungskern. Das wurde vom Autor Herbert Stöwer im Jahr 2008 als Quelle und am 01. Okt. 2024 in LippeLex<ref>http://lippelex.de/index.php?title=Detmold-Oberschönhagen</ref> wie folgt u.a. beschrieben:
In Oberschönhagen gibt es auch einen älteren „-hausen“-Ort mit der Bezeichnung Hunychusen als frühmittelalterlichen Siedlungskern. Das wurde vom Autor Herbert Stöwer im Jahr 2008 als Quelle und am 01. Okt. 2024 in LippeLex<ref>http://lippelex.de/index.php?title=Detmold-Oberschönhagen</ref> wie folgt u.a. beschrieben:
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Die Namen der Hofbesitzer wurden erstmals um 1600 genannt.
Die Namen der Hofbesitzer wurden erstmals um 1600 genannt.


Während des 30-jährigen Krieges von 1618-1648 erfolgten Plünderungen durch sog. „abgöttische schwedische Reutter“. Es lagen nach dem dreissigjährigen Krieg (1652)       7 Hofstätten wüst: 1 Vollspänner, 5 Hoppenplöcker, sowie 1 weitere kleinere Stätte.
Während des 30-jährigen Krieges von 1618-1648 erfolgten Plünderungen durch sog. „abgöttische schwedische Reutter“. Es lagen nach dem dreissigjährigen Krieg (1652) 7 Hofstätten wüst: 1 Vollspänner, 5 Hoppenplöcker, sowie 1 weitere kleinere Stätte.


Nach 1650 wurden die „Meier- oder Hägerrechte“ vergeben und die Einordnung in Vollspänner und Halbspänner.
Nach 1650 wurden die „Meier- oder Hägerrechte“ vergeben und die Einordnung in Vollspänner und Halbspänner.
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Am 17. April 1768 gab es von Herrn Simon August zur Lippe eine weitere „Verordnung wegen Gebäude auf dem Lande“, die wegen des Brandschutzes vorgab, dass die bei „Errichtung neuer Gebäude hinkünftig die Wohnhäuser von den Scheunen und Fruchthäusern gänzlich abgesondert und so angelegt werden sollen, dass der Hausmann aus seiner Wohnung alles überschauen kann“. Die Gründe (Holz-Sockelschwellen) an den Häusern und Scheunen mussten einige Fuss hoch untermauert werden, um sie vor Fäulnis zu bewahren. Auch der Brand-Assecurations-Kasse mussten die Hauseigentümer beitreten.
Am 17. April 1768 gab es von Herrn Simon August zur Lippe eine weitere „Verordnung wegen Gebäude auf dem Lande“, die wegen des Brandschutzes vorgab, dass die bei „Errichtung neuer Gebäude hinkünftig die Wohnhäuser von den Scheunen und Fruchthäusern gänzlich abgesondert und so angelegt werden sollen, dass der Hausmann aus seiner Wohnung alles überschauen kann“. Die Gründe (Holz-Sockelschwellen) an den Häusern und Scheunen mussten einige Fuss hoch untermauert werden, um sie vor Fäulnis zu bewahren. Auch der Brand-Assecurations-Kasse mussten die Hauseigentümer beitreten.
Im Salbuch von 1782 werden insgesamt 36 Kolonate aufgeführt: 4 Halbmeier, 1 Grosskötter,5 Mittelkötter,26 Hoppenplöcker und Strassenkötter. An nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten werden 1776 genannt: 1 preussischer Soldat, 1 Ziegelmeister, 1 Bauerrichter, 1 Holzknecht, 4 Personen betteln, 15 spinnen


Schliesslich wurde am 27. Dezember 1808 von Pauline Christine Wilhelmine, Souveräne Fürstin, Vormünderin und Regentin zur Lippe usw. die „Verordnung zur Aufhebung des Leib- und Guts-Eigenthums betreffend“ verabschiedet.
Schliesslich wurde am 27. Dezember 1808 von Pauline Christine Wilhelmine, Souveräne Fürstin, Vormünderin und Regentin zur Lippe usw. die „Verordnung zur Aufhebung des Leib- und Guts-Eigenthums betreffend“ verabschiedet.
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Die Vertiefung wurde bei Schnee von den Kindern als "Skipiste" zum "Slalomfahren" genutzt; seit längerem ist sie eingeebnet.
Die Vertiefung wurde bei Schnee von den Kindern als "Skipiste" zum "Slalomfahren" genutzt; seit längerem ist sie eingeebnet.


Nördlich der Zuwegung zum Hof Bad Meinberger Str. 152 in der Waldböschung östlich der Dorla befanden sich bis ca. 1980 zwei Höhlen, deren Eingänge mit Holzstämmen befestigt waren. Sie wurden vom damaligen Hofbesitzer Vietmeier zu Beginn des II. Weltkrieges hergestellt, um sich darin bei Gefahr zu verstecken. Die Eingänge verfielen immer mehr und sind seit vielen Jahren vollständig verschnwunden.
Nördlich der Zuwegung zum Hof Bad Meinberger Str. 152 in der Waldböschung östlich der Dorla befanden sich bis ca. 1980 zwei Höhlen, deren Eingänge mit Holzstämmen befestigt waren. Sie wurden vom damaligen Hofbesitzer Vietmeier zu Beginn des II. Weltkrieges hergestellt, um sich darin bei Gefahr zu verstecken. Die Eingänge verfielen immer mehr und sind seit vielen Jahren vollständig verschwunden.


Die Elektrizität kam für einige Höfe ca. 1921/1946 mit Freileitungen.
Die Elektrizität kam für einige Höfe ca. 1921/1946 mit Freileitungen.
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