Marktstraße 24 (Heiden)

Version vom 24. März 2026, 21:45 Uhr von Lothar Kaup (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Marktstraße 24 (Heiden)
OrtsteilHeiden
StraßeMarktstraße (Heiden)
Hausnummer24
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHeiden
Wohnplatz./.
Straße,/,
Hausnummer070

Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 70 in Heiden.

Geschichte

Gebäude

 
Marktstraße 24 in Heiden, Foto Privat, ca. 1938

Die Hausstätte Marktstraße 24 / vor 1970 Marktstraße 16 / Heiden Nr. 70 hat sowohl einen Zugang im Untergeschoss von der Marktstraße als auch einen Eingang im Erdgeschoss vom Kirchplatz. Das Gebäude steht auf einem kleinen Grundstück mit sehr geringem Abstand zu den beiden Nachbarhäusern. Zum Kirchplatz steht der ältere Gebäudeteil als zweigeschossiges Fachwerkhaus mit traufständigem Satteldach. Von der Marktplatzseite erscheint das Gebäude als dreigeschossiger giebelständiger Bau aus Bruchsteinmauerwerk, der später angebaut wurde. Ein weiterer kleiner Vorbau wurde zwischenzeitlich abgebaut.

In den Katasterplänen von 1883 und 1919 ist das Gebäude als Bestand ohne Änderungen eingezeichnet. [1]

 
Marktstraße 24, Ansicht v. Kirchplatz, Foto L. Kaup 2006

Die Stadt Lage hat das Gebäude 1987 als Baudenkmal in ihre Denkmalliste eingetragen mit folgender Begründung (Auszug):

Kernbau des Hauses ist der rückwärtige, am Kirchplatz gelegene zweistöckige Fachwerktraufenbau von 8 Gebinden Länge, der nach den Detailformen aus dem 18. Jahrhundert stammt. An Süd- und Ostseite lässt die Anordnung und Größe der Fensteröffnungen vermuten, dass mit Ausnahme des größeren Fensters im Erdgeschoss links Veränderungen mit Eingriffen in das Fachwerkgefüge nicht vorgenommen wurden. Allein der Fachwerk-Kernbau zum Kirchplatz, in dem sich nach örtlicher Überlieferung die Schule befunden hat, entspricht den Kriterien des § 2.1 DSchG; an seiner Erhaltung und Nutzung besteht aus volkskundlichen und besonders aus städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse. Die zur Marktstraße gelegenen Teile des Hauses sind Anbauten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, welche durch Umbauten, Erneuerungen und Verputz verändert sind, so  dass diesen Teilen kein Denkmalwert zukommt. Quelle: Benehmen LWL vom 20.10.1987
Das Gebäude wurde in den 1990-er Jahren umgebaut. Die Schieferplatten an der Kirchhofseite wurden entfernt und die Fassade ist unter Beachtung von denkmalrechtlichen Gesichtspunkten erneuert worden. 

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1829 Johann Koch, Straßenkötter [2]

1878 Gemäß Salbuch von 1855 wurde das Kolonat Nr. 70 von Fischmann an Mosberg verkauft. [3]

1901[4] Mosberg, Nechar, Kaufmann; Stukenbrok, Adolf, Ziegelmeister

1926[5] Stüker, Otto, Angestellter; Stukenbrok, August, Fabrikarbeiter; Stuckenbrok, Lina, Hebamme; Lemke, Wilhelm, Tischler

1930 erwarb der Schneidermeister Fritz Schüring das Gebäude und benutzte den Raum links neben dem Eingang vom Kirchplatz als Schneiderwerkstatt

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. beide Pläne: Kreis Lippe, Katasteramt
  2. LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1829.
  3. LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855.
  4. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
  5. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat

Autor*innen

Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 24.03.2026 von Lothar Kaup

Letzte Änderung am: 24.03.2026 von Lothar Kaup