Hagendonop 1 (Donop)

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Ev.-ref. Kirche Donop

Hagendonop 1 (Donop)
OrtsteilDonop
StraßeHagendonop (Donop)
Hausnummer1
Karte
Adressbuch von 1901
... die romanische Dorfkirche in Donop [brauchte] nie erweitert oder gar gänzlich ersetzt zu werden.[1]

Geschichte

 
Kirche Donop, 2009, Foto: Nikater

Wahrscheinlich ist die Kirche eine alte Gründung der Familie von Donop. Noch im Jahre 1542 berief sich die Witwe Katharina von Donop auf ihr „altes Patronatsrecht“. Von dem Alter des ältesten Teils der Kirche zeugt der romanische Baustil, die starken Gewölbe und die dicken Außenwände. Weil sie wahrscheinlich ein Privatbesitz ursprünglich war, darf sie in den ältesten Urchidiakonatsverzeichnissen nicht gesucht werden. Auffällig ist die mangelhafte Abrundung des Kirchspiels. (Lipp. Dorfkalender 1928). Um 1240 bestand sie ganz bestimmt. Sie war dem Eremiten Paulus gewidmet. Daher hieß das Kirchenholz die „Paulstrifft“. Der Turm hat Aehnlichkeit mit dem zu Almena und Meinberg. Das Kirchenschiff und Chor weist verschiedene Bauperioden auf. Wahrscheinlich ist der Turm 1604 erneuert worden.
Ein Grabstein für ein Glied der v. Donop'chen Familie mit der Jahreszahl 1681, der früher auf dem Chore lag, steht jetzt neben dem Eingange des seit 1700 an der Nordseite befindlichen Grabgewölbes der genannten Familie. Auch verdient ein Grabstein des 1685 verstorbenen Pastors Barthold Sevinghausen Beachtung. Am 1645 war die Kirche völlig verwüstet und musste gründlich erneuert werden. Fünf Jahre lang war damals die Gemeinde ohne Seelforger. Das 1590 erbaute Pfarrhaus war schon 1642 eine Ruine. Ein Taufstein befand sich noch 1654 in der Kirche.
Das Pfarrhaus wurde 1812 nach demselben Risse wie dasjenige zu Hillentrup von einem Meister Müller zu Hagendonop erbaut.[2]

Gebäude

 
Kirche in Donop, Foto L.Kaup, 2011
 
Kirche Donop, innen, Foto L.Kaup, 2011

Kirche aus Bruchsteinen; Turm mit zwei Glocken aus Bruchsteinen; Dach mit Schieferdeckung; Romanische Rundbogenfenster.

Inschriften

Die beiden alten Glocken tragen folgende Inschriften:[3]
Dei gratia patriae nostrae Germaniae pax reddita est 1652
Sancte Paule ora pro nobis

Glocken

Zu den beiden Glocken der Kirche in Donop sind mehrere Inschriften genannt.
Die Glocke von 1650 (Guß bei Kleimann, Lemgo) fiel unter die Kriegsabgabe 1942. Sie kam 1948 von der Sammelstelle Lünen zurück nach Donop. [4], [5], Tabellendaten nach Wiesekopsieker[6]

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Inschrift
a1 ohne Jahr n.a. n.a. SANCTE PAULE ORA PRO NOBIS
g1 1650 n.a. 550 UT SUA JEHOVAE SACRA FIANT EGO CONVOCO PLEBEM
JOHANNES WALTARUS PHOENIUS PASTOR
FRANTZ TIEMANN DECHEN + BROCKHANS DECHEN + GODT SI MIT UNS

Weitere Inschriften:
ANNO MDCL PUO (DENUO?) GERMANIAE ET PATRIAE NOSTRA PER DEI GRATIAM AUREA PAX REDITTA FUIT
PROVI XVIII NOMEN DOMINI TURRIS FORTISSIMA JUSTO
MEISTER JOHANN UND CHRISTOPHER KLEIMANN BEIDE BRODER ZU LEMGO + ANNO 1650 +++

Orgel

Eigentümer

Ev.-ref. Kirchengemeinde Donop

Pastoren

bis 1926 [2]

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 45
  2. 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 383 ff
  3. Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926
  4. Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
  5. Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17
  6. Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237

Autor*innen

Wolfgang Kramer

Seitenhistorie

Seite erstellt am 17.02.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 05.07.2026 von Wolfgang Kramer