Kalkreute 100 (Hörste)

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Kalkreute 100 (Hörste)
OrtsteilHörste
StraßeKalkreute (Hörste)
Hausnummer100
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHörste
Hausnummer024

Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte "Bienenschmidt" geworden.

Geschichte

Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich - eher unscharf - in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein Bartold vor dem Berge genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte Barthell vorm Bergh, 1618 hingegen Scheffer Johan. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht Scheper, Johan bzw. Schepper, Johan gleich zweimal auf - bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.

Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) . . . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234

Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende Johan Scheper zum Stapellage ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.[1] Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (Schafer Henrich) erstmals in Erscheinung — und zwar durch aggressives Verhalten [2]; 1613/14 wiederholt sich dies: [3] Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem vorketten Staeke baum (einer hölzernen Forke) daß Auge blutigh geschlagen. Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.

In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte Scheffer Johan; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter. Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.[4]

Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter Anneken, die um 1640 die erste Ehe mit Alhardt Huneken von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit Herman uffm Erffkampe aus Greste eingeht.[5] Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656).

Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 131

Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als Johan Schäffer 1653 geboren heiratet er 1685 als Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn[6] ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung Kalck Johan genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.[7] Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit Johan Scheiper in der Kalkreh. Aus Kalkreh wird später Kalkrehde, noch später Kalkreute, aus dem Personennamen Kalk entsteht folgerichtig Kalkrehder, dann Kalkreuter. Auch Kalkmann kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name Schäfer (auch Scheiper u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte Schäfer m.(odo) Kalkreuter.

In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen[8]; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: [9] Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.

Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.[10] Kalck Simon (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet und eine uneheliche Tochter gezeugt.[11] [12]

Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk . . . Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.

Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter, Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.

Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.[13] Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.[14]), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.[15]

Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.

Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 . . . 9 mit detailliertem Mobiliar etc..[16]

Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).[17]

Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer, übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz — die alte Hörster Stätte Nr. 24 — 1959 wieder zusammengeführt wird.

1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert . . . die Zukunft des Hauses/der Stätte als „Waldgasthaus Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.[18]

Gebäude

Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284
Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 . . . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung
Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 . . . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung
Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 . . . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung

Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. Starker Wildtfras wird dazu bzw. zur Stätte als Nutzwert-mindernd angemerkt. 1 Hauß mit Hofraum ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe. Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: Leibzucht. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.


Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. . . . 1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark — also erheblich — erhöht.[19] Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.

Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.

Inschriften

nicht bekannt

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1562 . . . 1590 genannt Bartold vor dem Berge


bis 1596 Johann Schäfer († 1596)


ca. 1604 - 1636 Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)

Kinder:

Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12

Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin

3 weitere Kinder, * nach 1609


ca. 1640 - 1651 Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird

Kinder aus 2 Ehen:

Hanß, * 1647, Anerbe

Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)

Cord, * 1656

ggfs. weitere, * nach 1656


1652 - ca. 1675 Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)


(vermutet - nicht belegt:) ca. 1675 - ca. 1695 Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl

Kinder:

Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729

Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770


ca. 1695 - 1729 Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13

Kinder: keine oder früh verstorben


1729 - 1756 Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)

Kinder:

Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762

Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749

Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck[20]

Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816

Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe


1756 - 1764 Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)


1764 - 1798 Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup

Kinder aus 2 Ehen:

Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)

Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)

Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)

Amalie Sophie, * 1770

Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe

Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)

Anna Margaretha Elisabeth, * 1782

Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785

Amalia Luise, * 1788

Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)

Amalie Sophie, * 1797


1798 - 1820 Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen

Kinder:

Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)

Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe

Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.

Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865

Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867

Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)


1820 - 1828 Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)


1828 - 1857 Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7

Kinder:

Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)

Diedrich August, * 1830, Anerbe

Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29

Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.

Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.

Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44


1859 - 1894 Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6

Kinder aus 2 Ehen:

Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)

Hermann August, * 1862, Anerbe

Friedrich Wilhelm, * 1866

Wilhelm Adolf, * 1869

Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf

Henriette Luise Johanne, * 1873

Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.

Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)

Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)

Ernst Gottlieb, * 1883

Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)


1894 - 1921 Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup

9 Kinder, * 1893 . . . 1914


1921 - 1924 (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)


1924 - 1937 (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage


ab 1937 (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399
  2. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258
  3. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234
  4. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163
  5. LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364
  6. LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315
  7. LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238
  8. LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben.
  9. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350
  10. LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107
  11. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114
  12. Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) Gerdrud Kalkmann (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene Anna Elisabeth Kalckreder (1681 - 1770) in Frage.
  13. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61
  14. Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95)
  15. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99
  16. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff
  17. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff
  18. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186
  19. LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212
  20. Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f

Autor*innen

Dr. Horst Wissbrock

Seitenhistorie

Seite erstellt am 27.01.2025 von Dr. Horst Wissbrock

Letzte Änderung am: 20.07.2026 von Roland Linde