Bentruper Straße 8 (Heiden)
| Bentruper Straße 8 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Bentruper Straße (Heiden) |
| Hausnummer | 8 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Straße | ./. |
| Hausnummer | 017 |
Das Gebäude hatte ehemals die Haus-Nr. 17 in Heiden.
Geschichte
Die Hausstätte Bentruper Straße 8 / (bis 1970) Bentruper Straße 2 / Heiden Nr. 17 liegt am nördlichen Rand des alten Dorfkernes von Heiden.
Gemäß einer Auflistung im Landschatzregister von 1568, die bei von Hüls, Heiden in Lippe, abgebildet ist, wird dort ein Kruwel Johann genannt. In den Aufzeichnungen von Friemel 1728 wird dieser Hof Cruel, Cord zugeordnet und in einer Karte am nordöstlichen Ortsrand, an dem Weg nach Trophagen dargestellt.[1] In den Katasterplänen von 1883 und 1919 ist jeweils das noch bestehende Wohnhaus und auch ein weiteres Gebäude, mutmaßlich eine Leibzucht nahe zur Kantorstraße als Bestand eingetragen. Der Plan von 1919 stellt darüber hinaus die Scheune an der Westseite sowie weiter Anbauten als Erweiterungen dar. [2]
Zum Hof Nr. 17 gehören 1728 nur zwei überschaubare Ackerflächen auf der Lake beidseitig des Weges nach Trophagen.[3] Vor 1881 wird vom Hof Nr. 17 die benachbarte Stätte Nr. 60 Hanning Marktstraße 24 ausgegliedert.
Wilhelm Kordmöller, der zuvor Eigentümer von Heiden Nr. 20 Hauptstraße 39 war, erwarb 1912 die Stätte Heiden Nr. 17 am Weg nach Bentrup. Der Hof Kordmöller gehörte 1969 zu einer Gruppe von sechs Höfen in Heiden, die jeweils eine Fläche von 10-20 ha bewirtschafteten. [4]
In den letzten Jahrzehnten sind verschiedene Grundstücksflächen vom Hof Kordmöller ausgegliedert worden. So ist die östlich der Hofstelle benachbart gelegene kleine Siedlung mit acht Einfamilienhäusern an der Hans-Hüls-Straße ebenso auf ehemaligem Grund des Hofes entstanden, wie auch an der Kantorstraße 1 das neue Ärztehaus.
Gebäude
Das bestehende Gebäude wurde zweigeschossig in massiver Mauerwerkskonstruktion mit Außenputz und einem Fachwerkgiebel zur Westseite errichtet. Für den landwirtschaftlichen Betrieb wurde um 1960 an der Südseite des Hauses ein Anbau mit Stallungen und Lagerraum erbaut. Ein ehemals hier bestehendes kleines Nebengebäude ist zu dieser Zeit abgebaut worden. Nach der Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung ist der Stallanbau um 1980 zu Wohnzwecken umgebaut worden.
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- 1781[5] Nr. 17 Jobst Cruel, ein Kleinkötter
- 1829[6] Nr. 17 Jobst Cruel, ein Kleinkötter
- 1855[7] Die Hofstätte Nr. 17 wird 1864 von Cruel auf Wilhelm Cruelcord eingetragen.
- 1901[8] Kruelkord, Friedrich, Landwirth; Möller, Wilhelm, Ziegler; Winkelgrund, Fritz, Ziegler
- 1926[9] Kordmöller, Wilhelm, Landwirt; Schröder, Lina, Witwe; Wieneke, Lina
Literatur
Quellen
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 Digitalisat.
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829 Digitalisat.
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.123 und Abb. 39
- ↑ beide Pläne: Kreis Lippe, Katasteramt
- ↑ Hüls 1974 S.123 u. Karte Abb.38
- ↑ Hüls 1974 S.190
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781, S.68
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S.101
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S.53
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 11.11.2025 von Lothar Kaup
Letzte Änderung am: 06.08.2026 von Lothar Kaup