Kirchplatz Kirche (Schlangen)
| Kirchplatz Kirche (Schlangen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Schlangen (Ortskern) |
| Straße | Kirchplatz (Schlangen) |
| Hausnummer | Kirche |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Schlangen |
| Hausnummer | 118 |
Ev.-ref. Kirche Schlangen, ehem. Hausnummer Schlangen 118 (in Zweitbesetzung)[1]
Geschichte
Die Kirche wird bereits 1316 erwähnt, sie war um 1650 verödet. Am 30. Juli 1770 schlug ein Blitz in den Turm ein.[2] Der romanische Turm stammt vermutlich von 1250.[3]
Gebäude





Die Kirche wurde 1877/78 nach Plänen von Ferdinand Merckel gebaut. Kirchenschiff mit romanischem Kreuzgewölbe.[3]
Die neoromanische Kirche in Schlangen ist nach Plänen des Domänenbaurates Ferdinand L. A. Merkel erbaut und 1878 ihrer Bestimmung übergeben worden. Die Kirche wurde über den −bei Grabungen entdeckten- Fundamenten von zwei Vorgängerbauten an den vorhandenen romanischen Westturm aus dem 13. Jh. angebaut. Die Umrisse der romanischen Vorgängerkirche sind im Fußboden des Kirchenraumes angedeutet.
Traufseitig sind die verputzten Außenwände des Gebäudes durch Wandvorlagen gleichmäßig in fünf Felder gegliedert. Im jeweils mittleren Feld liegen die mit kleinem Giebeldach überdeckten Eingänge in den Kirchenraum. Alle fünf Felder haben neoromanische Rundbogenfenster mit Gewänden aus Sandstein, die die zweigeteilte Grundform der alten, romanischen Fenster im Kirchturm aufnehmen. Drei gleichartige Fenster finden sich auch im fünf-achtel Chor an der Ostseite. Im Inneren werden die Lasten aus den Kreuzrippengewölben durch schlanke polygone Gusseisenstützen abgeleitet.[4]
Inschriften
Glocken
Erste Glocke von 1412.[2]
Orgel
Erste Orgel von 1725, Ersatz im Jahr 1879[2]
Inventar
Eigentümer
Kirchengemeinde Ort
Pastoren
- 1530 - 1542 Helwege, Eberhard
- 1542 - 1570 Flammenkamp, Konrad
- 1571 - 1609 Neese, Gerhard, 38 Jahre Dienst in Schlangen
- 1609 - 1637 Grabbaeus, Ludolf
- 1644 - 1645 Husius, Johann, aus Bremen
- 1645 - 1650 Gerlaci, Gerlacus, aus Emden
- 1650 - 1672 Heusemann, Martin, aus Salzuflen
- 1673 - 1697 Plecke, Heinrich Stephan
- 1697 - 1727 Varenholz, Johann Christoph, aus Schötmar
- 1727 - 1759 Pfankuchen, Heinrich, aus Trendelburg
- 1759 - 1778 Pfankuchen, Simon Konrad, Sohn des Vorgängers
- 1778 - 1780 Kapelle, Karl Heinrich, aus Horn
- 1780 - 1798 Volland, Emil, aus Sonneborn
- 1800 - 1810 Barkhausen, Georg Arnold, aus Schötmar
- 1810 - 1812 Plesmann, Johann Friedrich Karl, aus Meinberg
- 1812 - 1843 Stivarius, Friedrich Karl Benjamin, aus Lieme
- 1844 - 1866 Pählig, Friedrich Karl Ludwig, aus Horn
- 1866 - 1894 Schmidt, Gustav, aus Lieme
- 1895 - 1907 Lohmeyer, August, aus Falkenhagen
- 1907 - 1912 Buder, Feodor, aus Berlin
- ab 1912 Schelpf, Friedrich, aus Langenholzhausen
Literatur
- Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926
- Wiemann, Heinz; Die Kirche zu Schlangen; 1978
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004
- Stiewe, Heinrich; Kirche, Pfarrhaus und Schule - Zur Geschichte der kirchlichen Gebäude zu Schlangen und Haustenbeck in : Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 1, Bielefeld 2008 S. 240 ff.
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.kircheschlangen.de/
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Kirche_Schlangen
Einzelnachweise
- ↑ Landesarchiv Detmold; D73, Flurkarte Gemarkung Schlangen, Flur 7
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 561 ff
- ↑ 3,0 3,1 Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004, Seite 163
- ↑ Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, Seite 150, 2012
- ↑ Carl Wilhelm Isermann: Nachrichten und Notizen über die Stadt Horn und deren Bewohner (1890), hg. von Hans Vennefrohne, Horn-Bad Meinberg 1977 S. 233
Autor*innen
Hans-Christian Schall, Wolfgang Kramer, Lothar Kaup
Seitenhistorie
Seite erstellt am 09.07.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 27.08.2026 von Hans-Christian Schall