Postweg Kirche (Elbrinxen)

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Postweg Kirche (Elbrinxen)
OrtsteilElbrinxen
StraßePostweg (Elbrinxen)
HausnummerKirche
Karte
Adressbuch von 1901Nein

Ev.-ref. Kirche Elbrinxen

Geschichte

Die kleine Kirche stammt vermutlich aus dem Hochmittelalter.[1][2]

Gebäude

Kirche Elbrinxen, 2014, Foto: Tsungam

Romanischer Kirchenbau mit mächtigem Westturm.[1]

Die aus einem Langschiff und einer an der Westseite befindlichen Turmanlage bestehende Kirche wurde im 12. Jh. erbaut und gehört zu den ältesten Gotteshäusern in Lippe. Der Turm mit seinen meterdicken Mauern diente in Kriegszeiten als Wehrturm zum Schutz der Dorfbewohner. Die Turmfenster zeigen romanischen Baustil, weshalb eine Errichtung der Kirche um 1100 anzunehmen ist. Eine Kirchenrechnung von 1620 belegt eine gründliche Erneuerung von Kirche und Turm.

Kirche in Elbrinxen, Foto L. Kaup 2005

Nach der letzten Innengestaltung von 1929 wurde die Kirche 1969 vollständig renoviert. Im Altarraum steht die neue 13-Register-Orgel der Orgelbaufirma Steinmann, Vlotho. Durch die Verlagerung der Empore von der West- an die Nordseite konnte der Turmraum mit seinem romanischen Bogen in das Kirchenschiff mit einbezogen werden. Die jahrhundertealten Eichen-Deckenbalken wurden freigelegt und z. T. erneuert. Besonders wertvoll ist die Kanzel von 1562. Sie stand bis 1699 in der Kirche in Horn. Die sechs Seitenfelder der Kanzel zeigen biblische Motive des alten und neuen Testaments in hervorragender plastischer Schnitzkunst mit altdeutschen Begleitsprüchen.

Kirche in Elbrinxen in-nen, Foto L.Kaup 2005
Tausendjährige Linde mit Kirche Elbrinxen im Hintergrund 2020, Foto: Falko Sieker

Auf dem Kirchhof befindet sich das Naturdenkmal „1000-jährige Linde“, die einen Stammumfang von 12 m und einen Kronendurchmesser von 30 m bei einer Gesamthöhe von 35 m hat.[3]

Inschriften

Glocken

Zwei Glocken, gegossen 1851 und 1867 bei H. L. Lohmeier in Gütersloh, existieren nicht mehr. Die Glocke von 1867 fiel unter die Kriegsabgabe 1917. 1922 wurde die "große Glocke" bei den Ulrichs-Werken in Apolda gegossen. Eine zweite Glocke aus diesem Jahr ist bereits nach kurzer Zeit geborsten, sie wurde 1949 durch einen Neuguss der Gießerei Bochumer-Verein ersetzt. Eine kleine Stahlglocke von 1917 wird als Uhrglocke genutzt. Seit 1951 befindet sich eine Flüchtlingsglocke, auch Leihglocke bzw. Patenglocke genannt, in Elbrinxen. Sie stammt aus der Kirche in Mellem, Kreis Regenwalde in Pommern, fiel dort unter die Kriegsabgabe 1942 und lagerte auf dem Glockenfriedhof Hamburg.[4], [5]

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Inschrift
?? 1922 ?? ?? Wir rufen euch nach Welt- und Kriegsnot im Leben und Tod
aus argem Weltengetümmel, empor zum Himmel.
?? 1949 ?? ?? 1949 B.V.G.
d2 o.A. 730 230 O REX GLORIAE CHRISTE VENI CUM PACE

?? -> Daten dazu fehlen noch.

Orgel

1969 Steinmann Orgel

Inventar

Kirche Elbrinxen, Kanzel, 2014, Foto: Tsungam
  • Kanzel von 1562
  • Empore von 1620

Eigentümer

Ev.-ref. Kirchengemeinde Elbrinxen-Falkenhagen

Pastoren

  • 1590-1550 Johann Schwager

bis 1926 siehe Butterweck[2]

  • 1926-JJJJ Erich Stiewe
  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004
  • Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 388 ff

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004
  2. 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 388 ff
  3. Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, S.140, 2012
  4. Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
  5. Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237

Autor*innen

Wolfgang Kramer, Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 30.06.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 29.08.2026 von Wolfgang Kramer