Hedderhagener Straße 4 (Hedderhagen)
| Hedderhagener Straße 4 (Hedderhagen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Hedderhagen |
| Straße | Hedderhagener Straße (Hedderhagen) |
| Hausnummer | 4 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Hedderhagen |
| Hausnummer | 005 |
Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 5 in Hedderhagen
Geschichte
Gebäude



Die Hausstätte Hedderhagener Straße 4 / bis 1970 Hedderhagen Nr. 5 liegt als erste Hofstelle am Anfang der Hedderhagener Straße. Das Haupthaus ist ein zweigeschossiges Gebäude aus Bruchsteinmauerwerk mit der Jahreszahl 1884 im straßenseitigen Giebel. Das Deelentor in Giebelmitte verweist auf einen Hallenhaus-Grundriss des Gebäudes. Die wenigen Fenster beiden Giebeln sind relativ klein, in stehendem Format und symmetrisch angeordnet. An der westlichen Traufseite besteht ein Hauseingang, ehemals ein Zugang von der Bentruper Straße. Ein massiver Anbau mit Außenputz an der östlichen Traufseite wurde bis ca. 1960 als Stall genutzt.
(Der Stall war ausreichend für eine Kuh, zwei Schweine und ein Dutzend Hühner. Ein Korb mit frischen Eiern wurde derzeit bis 1960 noch täglich von der Bäuerin in Arbeitshose und mit Holzschuhen zu einem nahe gelegenen Lebensmittelladen in Heiden zum Verkauf getragen.)
An der östlichen Grundstücksgrenze steht ein kleines Nebengebäude, das anfänglich als Stall, zuletzt als Wagenremise genutzt wurde. Das eingeschossige Fachwerkhaus mit sechs Gefachen Länge hat ein kleines Tor im straßenseitigen Giebel. Der Giebel ist verbrettert, das Dach mit roten Hohlpfannen eingedeckt. Eine Balkeninschrift zeigt die Jahreszahl 1777. Beide Gebäude stehen als Nr. 40 und 43 in der Liste der Baudenkmale der Stadt Lage:
Begründung zum Haupthaus (Auschnitt): Der stattliche, am Torgiebel mit Eisenankern 1884 datierte Bau folgt dem Typ des herkömmlichen Vierständer- Bauernhauses mit Mitteldeele und Wirtschaftsteil, beiderseits begleitet von Stall- und Wirtschaftsräumen, Hillen und Lagerräumen in zwei Geschossen, dahinter, unter dem durchgehenden Satteldach, zweigeschossiger Wohnteil, der- vor allem im Obergeschoss- weitgehend unverändert mit den originalen Türen und Fenstern erhalten ist. Der Bau ist ein markanter Beleg für die Schlichtheit der lippischen Bauernhausarchitektur im ausgehenden 19. Jahrhundert. Quelle: Benehmen LWL vom 31.07.1989
Begründung zum Nebengebäude: Der Stallbau gehört zu den sehr selten gewordenen kleinen landwirtschaftlichen Nebengebäuden, deren Bautypen und Formen bisher kaum erforscht und bekannt sind. An seiner Erhaltung und Nutzung besteht aus wissenschaftlichen und volkskundlichen Gründen ein öffentliches Interesse. Quelle: Benehmen LWL vom 15.08.1988


Inschriften
Im Torbalken am Nebengebäude: ANNO 1777
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 12.02.2025 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 07.09.2026 von Lothar Kaup