Dahlhauser Straße 20 (Greste)

Dahlhauser Straße 20 (Greste)
OrtsteilGreste
StraßeDahlhauser Straße (Greste)
Hausnummer20
Karte
Adressbuch von 1901Ja

Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.

Domäne Dahlhausen. Rechts altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe
Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010

Geschichte

Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.[1]

1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)

Gebäude

Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden:

Vor Kopf steht das heutige Wohnhaus, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert.

Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten Scheune flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, "hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister", als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde.

Der heutige Rindviehstall an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).

Inschriften

Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701

Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

  • 1701 Casimir Henrich von Exterde
  • 1800 von Hoffmann
  • 1844 Seppmeier
  • 1901[2] Albrecht Sepmeier, Domänenpächter
  • 1926[3] Albrecht Sepmeier, Domänenpächter
  • ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer
2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (LZ 6.10.2025)

Literatur

Quellen

Weblinks

Domäne Dahlhausen auf Wikipedia

Einzelnachweise

  1. Walde, Leopoldshöhe: Chronik und Landesbeschreibung, 1978 , Seite 106, 107
  2. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
  3. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat

Autor(innen)

Wolfgang Kramer, Heinrich Stiewe

Seitenhistorie

Seite erstellt am 13.05.2024 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 02.04.2026 von Wolfgang Kramer