Mönkebergweg 5 (Brokhausen)
| Mönkebergweg 5 (Brokhausen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Brokhausen |
| Straße | Mönkebergweg (Brokhausen) |
| Hausnummer | 5 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Brokhausen |
| Hausnummer | 014 |
Vor 1507 gegründete Hausstätte, ehemalige Kolonatsnummer 14.
Geschichte
Die Hofstelle Mensenkamp ist erstmals 1507 im Landschatzregister erwähnt als Mensinkamp,[1] In den Landschatzregistern von 1590 und 1618 steht "Meschenkamp" bzw. "Menßenkamp" mit 6 bzw. 12 Groschen Landschatz an letzter bzw. vorletzter Stelle der Bauerschaft. Im Salbuch der Vogtei Detmold um 1614 wird Cortt Menßenkamp mit zwei Kühen, einem Schwein und halbem Landschatz von 6 Groschen verzeichnet, im Salbuch der Vogtei Detmold um 1617 unter Nr. 191 geführt: Churdt Mense M. G. H. eigen; I. G. Burgvestgelt 9 Gr.; Landschatz 6 Gr. Dienet den Hoppenploichers gleich.[2] Im Salbuch von 1782 wurde sie als Straßenkötterstätte klassifiziert: Nr. 14 Mensenkamp, ein Straßenkötter, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: 1 Wohnhaus.[3]
Am 16.1.1992 als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A395.
Gebäude
"Vierständer-Fachwerkhaus des späteren 18. Jh. von 5 Fachen (6 Gebinden) Länge mit Mitteldeele, zu beiden Seiten ehem. Stall- und Wohnräume in Erd- und Zwischengeschoss. Vor der Deele ehem. Küche mit rückwärtiger Tür zum Garten, darüber Räucherkammer. Im Wandgefüge lange Fußstreben an den Ecken und drei Riegelketten. Ausfachungen im Inneren z. T. mit Lehmausstakung, z. T. mit Backstein, außen durchgehend mit Backstein (erneuert). Deelentor mit gemalten, kugelbekrönten Säulen an den Ständern, darüber Zirkelrosetten; am Sturz gemalte Frakturinschrift: " Der Herr segne und behüte dies Haus und alles was da / geht ein und aus komt von dir Herr nur der Segen so ist alles wohl / bestelt mein Haus Aufgerichtet im Juli 1865." An den Torbügen geschnitzte Ranken. Die Torbogendatierung bezieht sich auf die Umsetzung des Hauses, das vorher ca. 80 m weiter unterhalb in der feuchten Wiese seinen ursprünglichen Standort hatte. Aus der Zeit der Umsetzung stammen die Nadelholzsparren des Dachwerks sowie die damals teilweise in Nadelholz erneuerten Dachbalken die mit Kopfbändern gegen die Ständer verstrebt sind. Gleichfalls von 1865 stammen die erhaltenen Teile des Innenausbaues: Gedrechseltes Galeriegeländer, Zimmertüren, Deelentor und ein schwarz-rot gemusterter Ziegelplattenboden in der Stube des linken Seitenschiffes. Torgiebel über eingezapften Balkenköpfen neu verbrettert; in den Spitzen gemalte Wirbelrosetten und Inschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe" bzw. Wer Gott vertraut hat wohl gebaut" (Torgiebel)."[4]
Inschriften
Der Herr segne und behüte dies Haus und alles was da
Gehet ein und aus. Komt von dir Herr nur der Segen so ist wohl
Bestelt das Haus
Nr. 14
Aufgerichtet im Juli 1865
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1507 Mensinkamp.
1614 Cortt Menßenkamp.
1617 Churdt Mense.
1782 Mensenkamp.
1865 Johann Hermann Simon Henrich Mensenkamp, ev., * 29.12.1830 in Brokhausen, ~ 09.01.1831 in Detmold, Heirat 1.11.1863 in Detmold mit Karoline Wilhelmine Charlotte Amalie Bauerkamp, ev., * 12.06.1830 in Kleinenmarpe.
1901 Hermann Mensenkamp, Landwirt.[5]
1926 Friedrich Mensenkamp, Landwirt.[6]
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 109.
- ↑ Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 21 f.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1672.
- ↑ Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 671.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 22.07.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 22.07.2026 von Joachim Kleinmanns