Residenzstraße 48 (Cappel)
| Residenzstraße 48 (Cappel) | |
|---|---|
| Ortsteil | Cappel |
| Straße | Residenzstraße (Cappel) |
| Hausnummer | 48 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
1929 wurde das Wohnhaus mit Stallung und einer modernen Schmiede errichtet.
Geschichte
Nach Werner Prasse (Cappel – Chronik eines alten Kirchendorfes, 2. erweiterte Ausgabe, Mai 1995) befand sich auf der Stätte Nr. 13 die älteste bekannte Schmiede Cappels. Als erster namentlich überlieferter Schmied wird um 1657 Paul Niggewert aus Böhmen genannt.
Die Schmiede blieb über mehrere Generationen hinweg im Besitz beziehungsweise in der Bewirtschaftung verschiedener Schmiedefamilien. Auf Niggewert folgten Hanß Hermann Niewerth (1657–1729), Johann Simon Henrich Niewehrt (1685–1753) sowie Johann Christoph Henrich Becker (1751–1829), der die Witwe Anna Maria Ilsabein Niewehrt heiratete.
Danach führten Johann Caspar Hermann Henrich Becker (1774–1836), Johann Friedrich Christoph Burre (1806–1871), ein Sohn des Schmieds Burre aus Istrup, sowie Friedrich Wilhelm Burre (1851–1888) den Betrieb fort.
Durch die Heirat mit der Witwe Karoline Henriette Burre übernahm anschließend Hermann Heinrich Ludwig Brüning (1860–1941) die Schmiede.
Im Jahre 1929 errichte Hermann Heinrich Ludwig Brüning auf der gegenüberliegenden Straßenseite dieses Wohnhaus mit Stallgebäude und einer modernen Schmiede.
Nach seinem Tod führte sein Sohn Carl Heinrich Theodor Brüning den Betrieb noch bis 1971 weiter. Dessen Sohn Heinrich Brüning (1934–2014) erlernte ebenfalls das Schmiedehandwerk, setzte die Schmiedetradition jedoch nicht fort, da ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich war.
Mit der Schließung der Schmiede endete 1971 nach rund 300 Jahren die Schmiedetradition in Cappel.
Gebäude
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 23.06.2026 von Cord Brüning
Letzte Änderung am: 23.06.2026 von Cord Brüning