Hornoldendorfer Straße 2 (Hornoldendorf): Unterschied zwischen den Versionen
→Haupthaus, 1786, umgebaut 1928: Reihenfolge und Zuordnung der Gebäude geändert. Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
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|Ortsteil1901=Hornoldendorf | |Ortsteil1901=Hornoldendorf | ||
|Hausnummer1901=005 | |Hausnummer1901=005 | ||
}}Hornoldendorfer Straße 2, ehem. Beins Nr. 5 | }}Hornoldendorfer Straße 2-4, ehem. Hof Beins Nr. 5. | ||
Wohl im 15. Jahrhundert | Wohl im 15. Jahrhundert entstandene Hofstelle zwischen der Hornoldendorfer Straße und dem früheren "Kirchhof", dieser Flurname erinnert möglicherweise an den früheren Standort einer Kapelle. Ehemalige Hausnummer 5. Zwei weitere Stätten mit den Namen Beins erhielten zur Unterscheidung die Zusätze [[Schmaler Weg 9 (Hornoldendorf)|Schneider-Beins]] und [[Hornoldendorfer Straße 17 (Hornoldendorf)|Schweine-Beins]] (zur Erklärung siehe dort). | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Dies Stätte ist im Landschatzregister Ende des 14. Jahrhunderts noch nicht erwähnt, sondern erstmals 1497 mit dem Besitzer Cort Benß.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 53.</ref> Im 16. Jahrhundert lautete der Hofname Beinhaus, analog zum Hofnamen [[Linnenkamp 24 (Hornoldendorf)|Steins/Steinhaus]]. Der Name Beinhaus kann tatsächlich darauf beruhen, dass die Stätte an Stelle eines älteren Beinhauses entstand. Einen benachbarten Kirchhof muss man aufgrund der gleichnamigen Parzellenbezeichnung auf einer Karte von Rudolf Heimburg aus dem Jahr 1756 annehmen.<ref>LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099.</ref> | Dies Stätte ist im Landschatzregister Ende des 14. Jahrhunderts noch nicht erwähnt, sondern erstmals 1497 mit dem Besitzer Cort Benß.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 53.</ref> Im 16. Jahrhundert lautete der Hofname Beinhaus, analog zum Hofnamen [[Linnenkamp 24 (Hornoldendorf)|Steins/Steinhaus]]. Der Name Beinhaus kann tatsächlich darauf beruhen, dass die Stätte an Stelle eines älteren Beinhauses entstand. Einen benachbarten Kirchhof (Standort einer früheren Kapelle mit Friedhof) muss man aufgrund der gleichnamigen Parzellenbezeichnung auf einer Karte von Rudolf Heimburg aus dem Jahr 1756 annehmen.<ref>LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099.</ref> | ||
1604 ist an Vieh vorhanden: 3 Pferde, 1 Fohlen, 1 Kuh, 1 Rind, 1 Kalb und 2 Schweine; 1645, drei Jahre vor Ende des 30jährigen Kriegs, sind es 3 Pferde, keine Stuten und Fohlen, 4 Kühe, 3 Rinder und 4 Schweine, keine Schafe und Ziegen; 1652 3 Pferde, 2 Stuten, 4 Kühe, 2 Rinder und 2 Ferkel; 1662 5 Pferde, keine Stuten und Kühe, 2 Rinder und 5 Bienenvölker.<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421.</ref> | 1604 ist an Vieh vorhanden: 3 Pferde, 1 Fohlen, 1 Kuh, 1 Rind, 1 Kalb und 2 Schweine; 1645, drei Jahre vor Ende des 30jährigen Kriegs, sind es 3 Pferde, keine Stuten und Fohlen, 4 Kühe, 3 Rinder und 4 Schweine, keine Schafe und Ziegen; 1652 3 Pferde, 2 Stuten, 4 Kühe, 2 Rinder und 2 Ferkel; 1662 5 Pferde, keine Stuten und Kühe, 2 Rinder und 5 Bienenvölker.<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421.</ref> | ||
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===Haupthaus, 1786, umgebaut 1928=== | ===Haupthaus, 1786, umgebaut 1928=== | ||
[[Datei:DT-Hodf-0017.jpg|thumb|Haupthaus Hornoldendorfer Str. 4, in Bruchsteinmauerwerk erneuerter Südgiebel, 2023. Foto: Joachim Kleinmanns]] | [[Datei:DT-Hodf-0017.jpg|thumb|Haupthaus Hornoldendorfer Str. 4, in Bruchsteinmauerwerk erneuerter Südgiebel, 2023. Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
Vierständerbau von 1786 mit eingehälsten Deckenbalken, wohl bauzeitliche Stallabseite (Pferdestall?) rechts. Links jüngere Scheune angebaut (heute Werkstatt), die den Hofraum nach Westen abschließt. Südgiebel mit Dielentor um 1900 und 1928 in massivem Bruchsteinmauerwerk aus Muschelkalk erneuert, im Giebel fünf Lüftungsschlitze, oberes Giebeldreieck verputzt mit drei Lüftungsschlitzen und zwei rechteckigen Öffnungen, wohl ehemals verbrettert. Korbbogenförmiger Torbogen mit Werksteinquadern eingefasst, am Schlussstein bez. BEINS / 1786 / 1928, zwei kleine Oberlichter. | |||
===Leibzucht, 1812=== | ===Leibzucht, 1812=== | ||
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[[Datei:DT-Hodf-0020.jpg|thumb|Leibzucht von 1812, Südostansicht, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]] | [[Datei:DT-Hodf-0020.jpg|thumb|Leibzucht von 1812, Südostansicht, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
1812 erbaut von Johann Friedrich Christoph Nese aus [[Schlangen]] und Anna Marie Ilsabein Görries aus [[Nienhagen]]. Der Südgiebel massiv in Muschelkalkbruchstein erneuert. | Vierständerbau von 5 Fachen, 1812 erbaut von Johann Friedrich Christoph Nese aus [[Schlangen]] und Anna Marie Ilsabein Görries aus [[Nienhagen]]. Torbogen mit Inschrift (s. unten), Torständer mit Tulpenranken sowie Rose und Sechsstern, Torkopfbänder mit Zirkelblumen. Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben in den Eckfachen, Nordgiebel (zum Hof) verbrettert. Der Südgiebel um 1900 massiv in Muschelkalkbruchstein erneuert. | ||
===Backhaus=== | ===Backhaus=== | ||
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BEINS / 1786 / 1928 | BEINS / 1786 / 1928 | ||
Leibzucht von 1812, auf den Torständern und dem Sturzriegel: | [[Datei:DT-Hodf-0016.jpg|thumb|Leibzucht Hornoldendorfer Straße 4, Torbogen mit Inschrift von 1812, 2023. Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
Leibzucht Hornoldendorfer Str. 2 von 1812, Inschrift auf den Torständern und dem Sturzriegel: | |||
DIESES HAUS HABEN BAUEN LASSEN IOHAN FRIEDRICH CHRISTOPH NESE AUS SCHLANGEN UND / ANNA MARIE ILSABEIN GORGES AUS NEUENHAGEN. DIR WILL ICH MICH DENN ERGEBEN. GOTT MEIN GOTT / VERLAS MICH NICHT. LAS MICH IMMER HEILIG LEBEN. HER VOR DEINEM ANGESICHT KEINE SCHNODE / LUST DER SUNDEN MUSSE MICH MEHR UBERWINDEN ACH BEWAHR ICH BITTE DICH MEI / NEN GEIST UND / STARKE MICH / DEN 20 IUNIUS / ANNO 1812 / M.I.H.H.I.P. | DIESES HAUS HABEN BAUEN LASSEN IOHAN FRIEDRICH CHRISTOPH NESE AUS SCHLANGEN UND / ANNA MARIE ILSABEIN GORGES AUS NEUENHAGEN. DIR WILL ICH MICH DENN ERGEBEN. GOTT MEIN GOTT / VERLAS MICH NICHT. LAS MICH IMMER HEILIG LEBEN. HER VOR DEINEM ANGESICHT KEINE SCHNODE / LUST DER SUNDEN MUSSE MICH MEHR UBERWINDEN ACH BEWAHR ICH BITTE DICH MEI / NEN GEIST UND / STARKE MICH / DEN 20 IUNIUS / ANNO 1812 / M.I.H.H.I.P. | ||