Kirchweg 24–26 (Heiligenkirchen): Unterschied zwischen den Versionen

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{{Hausstätte info
|Straße=Kirchweg (Heiligenkirchen)
|Hausnummer=24–26
|Ortsteil=Heiligenkirchen
|Koordinaten=51.90894, 8.87347
|Ortsteil1901=Heiligenkirchen
|Hausnummer1901=012
}}
Vor 1410 gegründeter Hof, ehem. Heiligenkirchen Nr. 12.
Vor 1410 gegründeter Hof, ehem. Heiligenkirchen Nr. 12.


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Erstmals erwähnt wird die Stätte Klöpping im Jahr 1410.<ref> Lippische Regesten, Nr. 1724. </ref> Möglicherweise bestand der Hof bereits unter anderem Namen bei Aufstellung des Landschatzregisters um 1390: "In deme dorpe de Soneke, [...], Cord de Herde, Bolte, de Lange, Henne Hopen, Wemere, Hermann Stryke."<ref> Landschatzregister 1390 </ref>
Erstmals erwähnt wird die Stätte Klöpping im Jahr 1410.<ref> Lippische Regesten, Nr. 1724. </ref> Möglicherweise bestand der Hof bereits unter anderem Namen bei Aufstellung des Landschatzregisters um 1390: "In deme dorpe de Soneke, [...], Cord de Herde, Bolte, de Lange, Henne Hopen, Wemere, Hermann Stryke."<ref> Landschatzregister 1390 </ref>


Für das Jahr 1721 erfahren wir Näheres über dieses Kolonat im Salbuch.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24.</ref> Johann Berendt Klöpping war ein Kleinkötter, der gräflichen Herrschaft leibeigen, besaß das Gut meierstättisch und gab [https://de.wikipedia.org/wiki/Weinkauf Weinkauf] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Mortuarium Sterbfall]. Die Stätte bestand aus einem Wohnhaus, einem Leibzuchthaus, Hofraum mit einigen Obstbäumen bepflanzt sowie einem Garten beim Haus, 1 Scheffel 1 Metze groß. Von seinen Ländereien hatte er 1 Scheffelsaat "versetzt" (verpachtet) an [[Denkmalstraße 27 (Heiligenkirchen)|Berendt Brink Nr. 14]]), 1 ½ Scheffelsaat an [den Detmolder] Bürgermeister [Johann] Färber, 1 Scheffelsaat an Küster Schmidt und ... Scheffel an [[Kirchweg 11 (Heiligenkirchen)|Johan Bastian Nr. 24,]]. An Wiesen gab es nur eine Wiese im Garten, welche pro Mahd 1/4 Fuder ergab. An Holzung waren 3 Büsche vorhanden. Klöpping zahlte Burgfestgeld 1 rt 9 gr, Maltgeld 9 gr, Hofgerichtsschatz 1 gr 3 d, Mitte-Sommer- und Winterschatz 4 gr 5 d. An die gräfliche Herrschaft gab er den rauhen Zehnten von allen Ländereien "diesseits des Wassers" [links der Berlebecke], 3 Burgfesttage mit der Hand, seine Quote Kuhgeld, 1 fettes Schwein, 3 Hühner und 3 Scheffel Hafer. An die Pastorei in der Osterzeit und um Michaelis ½ Tag eggen, Kirchengeld 19 gr ½ d; Dirnen[?]geld 1 rt 27 gr. Dem Küster standen jährlich 2 Metzen Roggen und 6 Eier zu sowie jedes vierte Jahr einspännig ½ Tag düngen und jedes zweite Jahr ½ Tag Holz fahren. Der Präsident Piderit erhielt den Zehnten von den Ländereien jenseits des Wassers [rechts der Berlebecke] und 1 Huhn.
Für das Jahr 1721 erfahren wir Näheres über dieses Kolonat im Salbuch.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24.</ref> Johann Berendt Klöpping war ein Kleinkötter, der gräflichen Herrschaft leibeigen, besaß das Gut meierstättisch und gab [[Weinkauf]] und [[Sterbfall]]. Die Stätte bestand aus einem Wohnhaus, einem Leibzuchthaus, Hofraum mit einigen Obstbäumen bepflanzt sowie einem Garten beim Haus, 1 Scheffel 1 Metze groß. Von seinen Ländereien hatte er 1 Scheffelsaat "versetzt" (verpachtet) an [[Denkmalstraße 27 (Heiligenkirchen)|Berendt Brink Nr. 14]]), 1 ½ Scheffelsaat an [den Detmolder] Bürgermeister [Johann] Färber, 1 Scheffelsaat an Küster Schmidt und ... Scheffel an [[Kirchweg 11 (Heiligenkirchen)|Johan Bastian Nr. 24,]]. An Wiesen gab es nur eine Wiese im Garten, welche pro Mahd 1/4 Fuder ergab. An Holzung waren 3 Büsche vorhanden. Klöpping zahlte Burgfestgeld 1 rt 9 gr, Maltgeld 9 gr, Hofgerichtsschatz 1 gr 3 d, Mitte-Sommer- und Winterschatz 4 gr 5 d. An die gräfliche Herrschaft gab er den rauhen Zehnten von allen Ländereien "diesseits des Wassers" [links der Berlebecke], 3 Burgfesttage mit der Hand, seine Quote Kuhgeld, 1 fettes Schwein, 3 Hühner und 3 Scheffel Hafer. An die Pastorei in der Osterzeit und um Michaelis ½ Tag eggen, Kirchengeld 19 gr ½ d; Dirnen[?]geld 1 rt 27 gr. Dem Küster standen jährlich 2 Metzen Roggen und 6 Eier zu sowie jedes vierte Jahr einspännig ½ Tag düngen und jedes zweite Jahr ½ Tag Holz fahren. Der Präsident Piderit erhielt den Zehnten von den Ländereien jenseits des Wassers [rechts der Berlebecke] und 1 Huhn.


Nach dem Tod des Kolons Klöpping 1826 wurde ein Teil der Ländereien des Hofs bis zur Großjährigkeit des Anerben verpachtet.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. III, 29. </ref> Der andere Teil diente der Witwe mit ihren Kindern und der alten Leibzüchterin zum Unterhalt. Von den Pachtgeldern wurden die Kolonatsabgaben und Zinsen bezahlt sowie ein großer Teil der Schulden getilgt. Die Rechnungsführung oblag dem Amtmann Pustkuchen. 100 rt waren 1811/15 zur Instanderhaltung vom verstorbenen Klöpping aufgenommenen worden sowie weitere 200 rt. Die Schulden bei Unterstützungs- und Leihekasse konnten von 265 rt bis auf 5 rt getilgt, alte Kolonatsschulden von 197 rt und Brautschatzforderungen von 40 rt abgetragen werden. Pustkuchens Vorschuss betrug 1838 noch 411 rt, die auf das Kolonat ingrossiert werden sollten. Die Kolona Klöpping wollte dies jedoch nicht bewilligen und der Anerbe, ihr Sohn Karl, erklärte, Pustkuchen solle in drei Wochen zufrieden gestellt werden, was auch Einlieger Schneider Wien(e)ke als Vormund des Klöppingschen Kolonats bestätigte. Oberförster Limberg hatte 70 rt für den Hudekamp in der Nähe des Albertskampes geboten, der zum Lopshorner Forst geschlagen werden sollte.<ref> LAV NRW OWL, L 93 / Lippische Forstverwaltung und Forstgericht, Nr. A Tit. 31 Nr. 31. </ref>
Nach dem Tod des Kolons Klöpping 1826 wurde ein Teil der Ländereien des Hofs bis zur Großjährigkeit des Anerben verpachtet.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. III, 29. </ref> Der andere Teil diente der Witwe mit ihren Kindern und der alten Leibzüchterin zum Unterhalt. Von den Pachtgeldern wurden die Kolonatsabgaben und Zinsen bezahlt sowie ein großer Teil der Schulden getilgt. Die Rechnungsführung oblag dem Amtmann Pustkuchen. 100 rt waren 1811/15 zur Instanderhaltung vom verstorbenen Klöpping aufgenommenen worden sowie weitere 200 rt. Die Schulden bei Unterstützungs- und Leihekasse konnten von 265 rt bis auf 5 rt getilgt, alte Kolonatsschulden von 197 rt und Brautschatzforderungen von 40 rt abgetragen werden. Pustkuchens Vorschuss betrug 1838 noch 411 rt, die auf das Kolonat ingrossiert werden sollten. Die Kolona Klöpping wollte dies jedoch nicht bewilligen und der Anerbe, ihr Sohn Karl, erklärte, Pustkuchen solle in drei Wochen zufrieden gestellt werden, was auch Einlieger Schneider Wien(e)ke als Vormund des Klöppingschen Kolonats bestätigte. Oberförster Limberg hatte 70 rt für den Hudekamp in der Nähe des Albertskampes geboten, der zum Lopshorner Forst geschlagen werden sollte.<ref> LAV NRW OWL, L 93 / Lippische Forstverwaltung und Forstgericht, Nr. A Tit. 31 Nr. 31. </ref>
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Martini 1838 endete der Pachtvertrag und der Anerbe Karl Klöpping trat das Kolonat an. 1839 verkaufte er, um die restlichen Schulden zu tilgen, das Leibzuchthaus nebst einer Ecke vom Garten bis an den Birnbaum an Friedrich Hilker aus Heiligenkirchen für 498 rt, der hiermit die [[Kirchweg 20 (Heiligenkirchen)|Stätte Nr. 32]] gründete. 1839 wurde das Leibzuchthaus unter der Kolonatsnummer 12 folgerichtig aus dem Salbuch gestrichen, was die Abgabe von 5 rt 6 gr auf 4 rt 18 gr reduzierte.<ref> LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782 1829, 149–154.</ref> Außerdem veräußerte Klöpping einige Ländereien.
Martini 1838 endete der Pachtvertrag und der Anerbe Karl Klöpping trat das Kolonat an. 1839 verkaufte er, um die restlichen Schulden zu tilgen, das Leibzuchthaus nebst einer Ecke vom Garten bis an den Birnbaum an Friedrich Hilker aus Heiligenkirchen für 498 rt, der hiermit die [[Kirchweg 20 (Heiligenkirchen)|Stätte Nr. 32]] gründete. 1839 wurde das Leibzuchthaus unter der Kolonatsnummer 12 folgerichtig aus dem Salbuch gestrichen, was die Abgabe von 5 rt 6 gr auf 4 rt 18 gr reduzierte.<ref> LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782 1829, 149–154.</ref> Außerdem veräußerte Klöpping einige Ländereien.


Am 4. September 1871 spielten Kinder mit Streichölzern in der Scheune des Hofs Klöpping. Es brannte dadurch nicht nur die Scheune ab, sondern es entstand ein größerer Dorfbrand, dem weitere Wohnhäuser und das [[Kirchweg 16 (Heiligenkirchen)| Pfarrhaus]] zum Opfer fielen.<ref> Heinrich Hegerfeld, 1973–1998. Gemeindezentrum und Pfarrhaus seit 25 Jahren in Benutzung, o. O. o. J. (Detmold 1998), S. 14 </ref> In der Folge wurde der Hof 1873 versteigert.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 30 Nr. 8, Bd. VI, 87c: Verkauf Kolonat Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen, 1873 </ref> Im 2. Termin, am 8.11.1873, erhielt Watermeier, der schon 1839 Land von Klöpping erworben hatte, bei einem Gebot von 5.630 rt den Zuschlag. Die Leibzüchterin war Bestandteil des Vertrags und musste unterhalten werden. Ausgenommen vom Verkauf war ihr Inventar.
Am 4. September 1872 spielten Kinder mit Streichölzern in der Scheune des Hofs Klöpping. Es brannte dadurch nicht nur die Scheune ab, sondern es entstand ein größerer Dorfbrand, dem weitere Wohnhäuser und das [[Kirchweg 16 (Heiligenkirchen)| Pfarrhaus]] zum Opfer fielen.<ref>{{HegerfeldGemeindezentrum1998}}, S. 14. </ref> In der Folge wurde der Hof 1873 versteigert.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 30 Nr. 8, Bd. VI, 87c: Verkauf Kolonat Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen, 1873 </ref> Im 2. Termin, am 8.11.1873, erhielt Watermeier, der schon 1839 Land von Klöpping erworben hatte, bei einem Gebot von 5.630 rt den Zuschlag. Die Leibzüchterin war Bestandteil des Vertrags und musste unterhalten werden. Ausgenommen vom Verkauf war ihr Inventar.


==Baubeschreibung==
==Gebäude==


[[Datei:DT-Hk_Denkmalstr21a.jpg|thumb|Links der Hof Klöpping, Blick von der Denkmalstraße, zw. 1956 und 1964, aus: 975 Jahre Heiligenkirchen)]]
[[Datei:DT-Hk_Denkmalstr21a.jpg|thumb|Links der Hof Klöpping, Blick von der Denkmalstraße, zw. 1956 und 1964, aus: 975 Jahre Heiligenkirchen)]]
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1814 ist Henrich Klöpping Eigentümer des Kolonats. In diesem Jahr heiratete seine Tochter Amalie Klöpping:<ref> LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 692. </ref> Johann Friedrich, des Johann Heinrich Schäfer vom Langenberge nachgelassener Sohn, jetzt Hofmeister zu [[Hornoldendorf]], begibt sich, da er nicht mehr militärpflichtig ist, in die Ehe mit Amalie, des Henrich Klöpping Kleinkötters Nr. 12 zu Heiligenkirchen eheliche Tochter. Beide wollen sich als Einlieger in Heiligenkirchen aufhalten. Sie bekommt von dem jetzt in der Elokation [Abmeierung] stehenden Hof 25 rt und einen mäßigen Brautwagen, welcher Brautschatz aber erst nach Endigung der Elokation oder wenn in der Masse Überschuß ist, bezahlt werden kann.
1814 ist Henrich Klöpping Eigentümer des Kolonats. In diesem Jahr heiratete seine Tochter Amalie Klöpping:<ref> LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 692. </ref> Johann Friedrich, des Johann Heinrich Schäfer vom Langenberge nachgelassener Sohn, jetzt Hofmeister zu [[Hornoldendorf]], begibt sich, da er nicht mehr militärpflichtig ist, in die Ehe mit Amalie, des Henrich Klöpping Kleinkötters Nr. 12 zu Heiligenkirchen eheliche Tochter. Beide wollen sich als Einlieger in Heiligenkirchen aufhalten. Sie bekommt von dem jetzt in der Elokation [Abmeierung] stehenden Hof 25 rt und einen mäßigen Brautwagen, welcher Brautschatz aber erst nach Endigung der Elokation oder wenn in der Masse Überschuß ist, bezahlt werden kann.
Am 2.12.1818 (Kirchenbuch) bringt eine Tochter Sophie Klöpping einen unehelichen Sohn, Bernd Heinrich Johann (gest. Dez. 1831) zur Welt. Der angebliche Vater war Johann Bernd Lükermann, Anerbe von Nr. 17 in [[Fromhausen]].


1824 (Kirchenbuch) heiratete Henrich Klöppings Sohn Johann Henrich (19.3.1796–28.12.1859) am 15.8.1824 Sophie Friedrike Amalie Windmeyer († 7.7.1869), eine natürliche [außereheliche] Tochter des Johann Friedrich Windmeyer aus Lage.
1824 (Kirchenbuch) heiratete Henrich Klöppings Sohn Johann Henrich (19.3.1796–28.12.1859) am 15.8.1824 Sophie Friedrike Amalie Windmeyer († 7.7.1869), eine natürliche [außereheliche] Tochter des Johann Friedrich Windmeyer aus Lage.
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1828 (Volkszählung) 2 Wohnhäuser, 4 Haushalte: Kolonin [Witwe] Klöpping mit Sohn [Karl] und 2 Töchtern, alle 3 unter 14 Jahre; Leibzüchterin Klöpping mit 1 Sohn, 1 Tochter, 1 weiblichen Hausgenossen, 1 Kind unter 14; Einlieger Tölle mit Frau, Sohn und Tochter, 1 unter 14; Einlieger Lippmeier.
1828 (Volkszählung) 2 Wohnhäuser, 4 Haushalte: Kolonin [Witwe] Klöpping mit Sohn [Karl] und 2 Töchtern, alle 3 unter 14 Jahre; Leibzüchterin Klöpping mit 1 Sohn, 1 Tochter, 1 weiblichen Hausgenossen, 1 Kind unter 14; Einlieger Tölle mit Frau, Sohn und Tochter, 1 unter 14; Einlieger Lippmeier.


1840 (Kirchenbuch) [Anerbe] Johann Cord Henrich Karl Klöpping (4.10.1811–23.9.1869), ehelicher Sohn des weiland Kleinkötters Johann Heinrich Christoph Klöpping, Kolon Nr. 12 zu Heiligenkirchen, heiratete 11.10.1840 (2. Ehe 11.4.1858) Friederike Fiener, eheliche Tochter des Bauerrichters und Straßenkötters Johann Friedrich Fiener Nr. 6 zu [[Schmedissen]] (6.8.1811–9.9.1837).
1840 (Kirchenbuch) [Anerbe] Johann Cord Henrich Karl Klöpping (4.10.1811–23.9.1869), ehelicher Sohn des weiland Kleinkötters Johann Heinrich Christoph Klöpping, Kolon Nr. 12 zu Heiligenkirchen, heiratete 11.10.1840 (2. Ehe 11.4.1858) Friederike Fiener, eheliche Tochter des Bauerrichters und Straßenkötters Johann Friedrich Fiener Nr. 6 zu [[Schmedissen]] (6.8.1811–9.9.1837). Das Eheprotokoll wurde am 12.9.1840 aufgenommen. Sie zog zu ihm auf seine Stätte.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 144, S. 136.</ref>


1863 kaufte (sein Bruder?) der Einlieger Conrad Klöpping aus Heiligenkirchen die Stätte Ebert, Berlebeck Nr. 43.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 30 Nr. 8, Bd. VIII, 165. </ref>  
1863 kaufte (sein Bruder?) der Einlieger Conrad Klöpping aus Heiligenkirchen die Stätte Ebert, Berlebeck Nr. 43.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 30 Nr. 8, Bd. VIII, 165. </ref>  


1873 Übergabe des Kolonats an den Anerben Heinrich Klöpping.
1873 Übergabe des Kolonats von der Witwe Amalie Klöpping an den Anerben Heinrich Klöpping.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 31.</ref>


1873 (Kirchenbuch) Heinrichs Bruder, der Einlieger und Maurer Ludwig August Conrad Klöpping (17.2.1845–?), ehel. Sohn des Kolons Johann Kord Heinrich Karl Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen, heiratete am 14.12.1873 Sophie Wilhelmine Henriette Möller (21.1.1845–?), ehel. Tochter des Einliegers Johann Friedrich Simon Karl Möller zu Heiligenkirchen.
1873 (Kirchenbuch) Heinrichs Bruder, der Einlieger und Maurer Ludwig August Conrad Klöpping (17.2.1845–?), ehel. Sohn des Kolons Johann Kord Heinrich Karl Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen, heiratete am 14.12.1873 Sophie Wilhelmine Henriette Möller (21.1.1845–?), ehel. Tochter des Einliegers Johann Friedrich Simon Karl Möller zu Heiligenkirchen.


1873 Verkauf an [[Königstraße 2 (Heiligenkirchen)|Watermeier Nr. 2]] (Versteigerung).<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 30 Nr. 8, Band VI, 87c: Verkauf Kolonat Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen, 1873. </ref>
1873 Verkauf an [[Königstraße 2 (Heiligenkirchen)|Watermeier Nr. 2]] (Versteigerung).<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 30 Nr. 8, Band VI, 87c: Verkauf Kolonat Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen, 1873. </ref><ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 31.</ref>


1874 (Kirchenbuch) heiratete der Einlieger und Schmied Simon Friedrich Diedrich Wendiggensen, geb. in [[Heiden]] (5.6.1845–10.5.1922), ehelicher Sohn des Kolons Konrad Wendiggensen Nr. 12 zu [[Bentrup]] und der Wilhelmine Wendiggensen, am 23.12.1874 Sophie Wilhelmine Konradine Klöpping (5.11.1847–18.3.1933), eheliche Tochter des Kolons Johann Kord Heinrich Karl Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen.
1874 (Kirchenbuch) heiratete der Einlieger und Schmied Simon Friedrich Diedrich Wendiggensen, geb. in [[Heiden]] (5.6.1845–10.5.1922), ehelicher Sohn des Kolons Konrad Wendiggensen Nr. 12 zu [[Bentrup]] und der Wilhelmine Wendiggensen, am 23.12.1874 Sophie Wilhelmine Konradine Klöpping (5.11.1847–18.3.1933), eheliche Tochter des Kolons Johann Kord Heinrich Karl Klöpping Nr. 12 zu Heiligenkirchen.
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1894 F[riedrich]. Watermeier.<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref>
1894 F[riedrich]. Watermeier.<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref>


1901 (Adressbuch) Eigentümer Landwirt Friedrich Watermeier; Bewohner:innen: Maurer Hermann Büker; Ziegelmeister Adolf Rabe; Schlosser Christian Rosenstock; Ziegler Fritz Tintelnot; Witwe Karoline Tintelnot.  
1901 (Adressbuch) Eigentümer Landwirt Friedrich Watermeier; Bewohner*innen: Maurer Hermann Büker; Ziegelmeister Adolf Rabe; Schlosser Christian Rosenstock; Ziegler Fritz Tintelnot; Witwe Karoline Tintelnot.  


1919 (Volkszählung) Tischler Konrad Krüger mit Frau Sophie, Söhne Konrad, Friedrich und Gustav, Tochter Marie; Arbeiter Heinrich Köster und Frau Henriette, Sohn Heinrich; Arbeiter Adolf Rabe und Frau Wilhelmine; Schmied Christian Rosenstock mit Frau Wilhelmine und Söhnen Christian, Diederich und Karl.
1919 (Volkszählung) Tischler Konrad Krüger mit Frau Sophie, Söhne Konrad, Friedrich und Gustav, Tochter Marie; Arbeiter Heinrich Köster und Frau Henriette, Sohn Heinrich; Arbeiter Adolf Rabe und Frau Wilhelmine; Schmied Christian Rosenstock mit Frau Wilhelmine und Söhnen Christian, Diederich und Karl.


1926 (Adressbuch) Eigentümer: Fritz Watermeier; Bewohner:innen: Christian Rosenstock, Schlosser; Konrad Krüger, Zimmermann; Heinrich Köster, Ziegler.
1926 (Adressbuch) Eigentümer: Fritz Watermeier; Bewohner*innen: Christian Rosenstock, Schlosser; Konrad Krüger, Zimmermann; Heinrich Köster, Ziegler.


==Literatur==
==Literatur==
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LAV NRW OWL, L 84 / Lippisches Hofgericht, Nr. I S Nr. 308: Schröder, Henrich in Horn gegen Klöpping in Heiligenkirchen - Schuldforderung, 1704.
LAV NRW OWL, L 84 / Lippisches Hofgericht, Nr. I S Nr. 308: Schröder, Henrich in Horn gegen Klöpping in Heiligenkirchen - Schuldforderung, 1704.


LAV NRW OWL, L 86 / Lippisches Kriminalgericht, Nr. Nr. 321: Watermeyer, Cordt und Joh. Christoph und Jesche Müller und Anna Gerdrut Cathar. Jesche, und Cordt und Tönnies Junkhans zu Heiligenkirchen klagen gegen Lucen Meyer, genannt Klöpping, Krügersche zu Heiligenkirchen - wegen Beleidigung, 1652
LAV NRW OWL, L 86 / Lippisches Kriminalgericht, Nr. Nr. 321: Watermeyer, Cordt und Joh. Christoph und Jesche Müller und Anna Gerdrut Cathar. Jesche, und Cordt und Tönnies Junkhans zu Heiligenkirchen klagen gegen Lucen Meyer, genannt Klöpping, Krügersche zu Heiligenkirchen - wegen Beleidigung, 1652.
 
LAV NRW OWL, L 92 Z IV Nr. 33: Volkszählung Vogtei Falkenberg 1769.
 
LAV NRW OWL, L 92 Z IV Nr. 34: Volkszählung Amt Detmold 1828.
 
LAV NRW OWL, L 79 (Lippische Regierung (Jüngere Registratur)), Nr. 5257: Volkszählung 1919.


==Weblinks==
==Weblinks==
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<references />
<references />


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