Marktplatz 4 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen

Wolfgang Kramer (Diskussion | Beiträge)
Name der Kirche
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|Straße1901=Marktplatz (Detmold)
|Straße1901=Marktplatz (Detmold)
|Hausnummer1901=004
|Hausnummer1901=004
}} Inmitten der um 1265 begründeten Stadt Detmold erhebt sich die altehrwürdige Marktkirche. Da Detmold seit 1511 fast ununterbrochenResidenzstadt der Grafen und Fürsten zur Lippe war, führte das Gotteshaus zugleich die Bezeichnung Hofkirche.<ref>{{MeierLippischeKirchen2004}}, S. 55</ref>
}}Inmitten der um 1265 begründeten Stadt Detmold erhebt sich die altehrwürdige Marktkirche. Da Detmold seit 1511 fast ununterbrochenResidenzstadt der Grafen und Fürsten zur Lippe war, führte das Gotteshaus zugleich die Bezeichnung Hofkirche.<ref>{{MeierLippischeKirchen2004}}, S. 55</ref>
<!--Lage im Stadtzentrum, jedoch ursprünglich hinter dem (alten) Rathaus, seit 1830 im Winkel zwischen neuem Rathaus und Schlossbezirk, der schon früher aufgegebene Kirchhof seitdem zum erweiterten Marktplatz umgewidmet.-->
<!--Lage im Stadtzentrum, jedoch ursprünglich hinter dem (alten) Rathaus, seit 1830 im Winkel zwischen neuem Rathaus und Schlossbezirk, der schon früher aufgegebene Kirchhof seitdem zum erweiterten Marktplatz umgewidmet.-->
Die Kirche ist nur annähernd mit ihrem Chor nach Osten ausgerichtet, da sie parallel zur nach Südosten abweichenden Ost-West-Straßenachse erbaut wurde.
Die Kirche ist nur annähernd mit ihrem Chor nach Osten ausgerichtet, da sie parallel zur nach Südosten abweichenden Ost-West-Straßenachse erbaut wurde.
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[[Datei:DT-Erlöserkirche_FDv1911_HSA_6135.png|thumb|Erlöserkirche, Inneres mit Blick nach Westen zur Orgel, vor 1911, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6,135]]
[[Datei:DT-Erlöserkirche_FDv1911_HSA_6135.png|thumb|Erlöserkirche, Inneres mit Blick nach Westen zur Orgel, vor 1911, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6,135]]
[[Datei:Detmold Pano 002.jpg|thumb|Erlöserkirche, Panorama mit Marktplatz 2009, Foto: Falko Sieker]]
Die alte Kirche war ursprünglich dem hl. Vitus geweiht, dem Heiligen, der seit 836 der Schutzpatron des Klosters Corvey war.<ref name="Butterweck">{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 360 ff</ref>
Die alte Kirche war ursprünglich dem hl. Vitus geweiht, dem Heiligen, der seit 836 der Schutzpatron des Klosters Corvey war.<ref name="Butterweck">{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 360 ff</ref>
Vermutlich nach 836 unter Corveyer Einfluss gegründete Kirche mit dem Patrozinium des Hl. Vitus, möglicherweise aber auch die Ende des 8. Jahrhunderts in Thiotmalli gegründete Kirche, der Papst Leo 799 einen Altarstein stiftete. Siehe dazu [[Kirche in Theotmalli]]. Um 1300 (?) Neubau des Chores, um 1380–1400 das westliche Joch nach Norden und Süden um 1 Joch verbreitert, 1547–1564 ebenso das östliche Joch.<ref>{{GaulStadt1968}}, S. 97.</ref>
Vermutlich nach 836 unter Corveyer Einfluss gegründete Kirche mit dem Patrozinium des Hl. Vitus, möglicherweise aber auch die Ende des 8. Jahrhunderts in Thiotmalli gegründete Kirche, der Papst Leo 799 einen Altarstein stiftete. Siehe dazu [[Kirche in Theotmalli]]. Um 1300 (?) Neubau des Chores, um 1380–1400 das westliche Joch nach Norden und Süden um 1 Joch verbreitert, 1547–1564 ebenso das östliche Joch.<ref>{{GaulStadt1968}}, S. 97.</ref>
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An der Feuerglocke: "PSALM CL LAVET DEN HEREN WAT LEVET UP ERDEN MIT LOBGESANGE HELLEM TUMPLEN KLOCKENKLANGE. ANNO MDXXXXXXVIII HANS RABE".
An der Feuerglocke: "PSALM CL LAVET DEN HEREN WAT LEVET UP ERDEN MIT LOBGESANGE HELLEM TUMPLEN KLOCKENKLANGE. ANNO MDXXXXXXVIII HANS RABE".
==Glocken==
==Glocken==
Die älteste Glocke von Detmold, die Feuerglocke, fiel nicht unter die sog. Kriegsabgaben.<br />
Die älteste Glocke von Detmold, die Feuerglocke, fiel nicht unter die sog. Kriegsabgabe.<br />
Die Glocke von 1618 musste 1917 als Kriegsabgabe abgeliefert werden. Zum 400-Jahre-Jubiläum der reformierten Gemeinde im Jahr 2005 konnte sie durch die bei Rincker gegossene "Friedensglocke" ersetzt werden.<ref>[https://www.youtube.com/watch?v=XC6M3dtSmqk&list=PL0E4EA342E7D9757D&index=7 Video zum Jubiläum ]</ref> <br />
Die Glocke von 1618, gestiftet von Graf Simon VII, musste 1917 als Kriegsabgabe abgeliefert werden. Zum 400-Jahre-Jubiläum der reformierten Gemeinde im Jahr 2005 konnte sie durch die bei Rincker gegossene "Friedensglocke" ersetzt werden.<ref>[https://www.youtube.com/watch?v=XC6M3dtSmqk&list=PL0E4EA342E7D9757D&index=7 Video zum Jubiläum ]</ref>, <ref>Lippische Landeszeitung, 5. Mai 2005</ref><br />
Das Geläut hat die Disposition: <ref>[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref> <ref>{{WiesekopsiekerGlocken1970}}, Seite </ref><br />
Das Geläut hat die Disposition: <ref>[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref> <ref>{{WiesekopsiekerGlocken1970}}, Seite </ref><br />


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| '''f<sup>1</sup>''' || 2005 || 1200 || || EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE UND FRIEDE AUF ERDEN<br />1605 ECCLESIA REFORMATA SEMPER REFORMANDA 2005
| '''f<sup>1</sup>''' || 2005 || 1200 || || EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE UND FRIEDE AUF ERDEN<br />1605 ECCLESIA REFORMATA SEMPER REFORMANDA 2005
|-
|-
|colspan="4" style="color:red"|Kriegsabgabe 1917
|colspan="4" style="color:red"|Die d<sup>1</sup>-Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1917
|-
|-
| '''d<sup>1</sup>''' || 1618 ||  ||  || SIMON GRAVE UND EDLER HERR ZUR LIPPE<br /> D.S.D. 1618
| '''d<sup>1</sup>''' || 1618 ||  ||  || SIMON GRAVE UND EDLER HERR ZUR LIPPE<br /> D.S.D. 1618
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==Orgel==
==Orgel==
Gebaut von Johann Markus Oesterich (Oberbimbach bei Fulda). Machanische Schleifladenorgel. 32 Register. 2 Manuale. Pedal.  
Gebaut von Johann Markus Oesterich (Oberbimbach bei Fulda). Machanische Schleifladenorgel. 32 Register. 2 Manuale. Pedal.  
Erweiterung der Orgel 1940 von der Firma Emil Hammer (Hannover). Manualumfänge wurden erweitert. Einfügung einer elektropneumatischen Taktur und eines 6registrigen Rückenpositiv und pneumatischen Registerwerk.
Erweiterung der Orgel 1940 von der Firma Emil Hammer (Hannover). Manualumfänge wurden erweitert. Einfügung einer elektropneumatischen Taktur und eines 6registrigen Rückpositiv und pneumatischen Registerwerk.
Hauptwerk (C-g<sup>3</sup>), Oberwerk (C-g<sup>3</sup>), Rückenpositiv (C-g<sup>3</sup>), Pedal (C-f<sup>1</sup>)<br />
Hauptwerk (C-g<sup>3</sup>), Oberwerk (C-g<sup>3</sup>), Rückenpositiv (C-g<sup>3</sup>), Pedal (C-f<sup>1</sup>)<br />
Quellen:  
Quellen:  
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'''Disposition'''
'''Disposition'''
 
{| class="wikitable" style="text-align:left;"
todo Tabelle
| '''Rückpositiv<br />(C-g<sup>3</sup>''' || '''Hauptwerk<br />C-g<sup>3</sup>''' || '''Oberwerk (Positiv)<br />C-g<sup>3</sup>''' || '''Pedalwerk<br />C-f<sup>1</sup>'''<br />
|-
| Rohrpommer 8' || Bordun 16' || Gedacht 8' || Prinzipalbass 16'
|-
| Koppelflöte 4' || Prinzipal 8' || Quintatön 8' || Subbass 16'
|-
| Rohrnasat 2&frac23;' || Gemshorn 8' || Salicional 8' || Oktavbass 8'
|-
| Terz 1&frac35;' || Viola di Gamba 8' || Oktave 4' || Oktav 4'
|-
| Jauchzende Pfeife II 1' || Rohrflöte 8' || Dousflöte 4' || Schwiegelpfeife 2'
|-
| Kopfregal 8' || Spitzflöte 4' || Oktav 2' || Mixtur VI
|-
|  || Gedackt 4' || Flageolett 2' || Posaune 16'
|-
|  || Quinte 2&frac23;' || Quintflöte 1&frac23;' || Trompete 8'
|-
|  || Oktave 2' || Mixtur III 1' || Trompete 4'
|-
|  || Kornett IV || Krummhorn 8' ||
|-
|  || Mixtur III-VI ||  ||
|-
|  || Zimbel III 1' ||  ||
|-
|  || Trompete 8' ||  ||
|-
| Tremulant ||  || Tremulant ||
|}


==Eigentümer==
==Eigentümer==