Rhienstraße 6 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen

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Auf dem Eckgrundstück Rhienstraße/ Bergstraße steht das aktuell leerstehende Gebäude der ehemaligen Gaststätte "Kleiner Schröder".
Auf dem Eckgrundstück Rhienstraße/ Bergstraße steht das aktuell leerstehende Gebäude der ehemaligen Gaststätte "Kleiner Schröder".
Das Haus Rhienstraße 6 ist in der Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen.<ref>[https://www.lage.de/media/custom/1432_983_1.PDF?1711626518 Denkmalliste der Stadt Lage]</ref>
[[Datei:Lage Rhienstr.6 2025 Siekmann.jpg|mini|Rhienstr. 6 im Jahr 2025, Foto: Siekmann]]
[[Datei:Lage Rhienstr.6 2025 Siekmann.jpg|mini|Rhienstr. 6 im Jahr 2025, Foto: Siekmann]]
[[Datei:Lage, Bergstraße 23, Haus Seppmann Peter 1960, 107.jpg|mini|Lage, links Haus Rhienstraße 6, rechts Haus Seppmann, Bergstraße 23, nach 1923. Nach Peter 1960, 107.]]
[[Datei:Siekmann Vogt Schröder.jpg|mini|Fachwerkhäuser an der Ecke Bergstraße-Rhienstraße, rechts das Haus Schröder. Bleistiftzeichnung von 1895, StadtA Lage]]
[[Datei:Siekmann Vogt Schröder.jpg|mini|Fachwerkhäuser an der Ecke Bergstraße-Rhienstraße, rechts das Haus Schröder. Bleistiftzeichnung von 1895, StadtA Lage]]


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==Gebäude==
==Gebäude==
Vierständerhaus von 7 Gebinden Länge mit linksseitiger, zweigeschossiger Auslucht, erbaut 1706.<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}</ref><br> Dieses Gebäude ist typisch für die Lebensverhältnisse in Lage um 1700.<br>
Vierständerbau von 6 Fachen (7 Gebinden) Länge mit linksseitiger, zweigeschossiger Auslucht (Utlucht), erbaut 1706.<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}</ref> Die Eckständer (rechts und an der Utlucht) sind mit Kopfbändern markiert. Brettergiebel, Utlucht mit Fachwerkgiebel. Der frühere Torbogen, vermutlich mit Inschrift, wurde im 19. Jahrhundert entfernt und durch eine Eingangstür und zwei Obergeschossfenster ersetzt.


==Inschriften==
==Inschriften==


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
* 1890<ref>{{StA Lage, A I Nr. 1120, Gebäudesteuerrolle (1890 - 1917)}}</ref> Wilhelm Schröder, Bäcker
* 1890 Wilhelm Schröder, Bäcker.<ref>{{StA Lage, A I Nr. 1120, Gebäudesteuerrolle (1890 - 1917)}}</ref>
* 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref> Wilhelm Schröder, Gastwirth
* 1901 Wilhelm Schröder, Gastwirth.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref>
* 1905<ref>{{StA Lage, A I Nr. 1120, Gebäudesteuerrolle (1890 - 1917)}}</ref> Wilhelm Schröder, Bäcker
* 1905 Wilhelm Schröder, Bäcker.<ref>{{StA Lage, A I Nr. 1120, Gebäudesteuerrolle (1890 - 1917)}}</ref>
* 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref> Wilhelm Schröder, Gastwirt
* 1926 Wilhelm Schröder, Gastwirt.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref>


==Erinnerungen'==
==Erinnerungen==


''Clara-Arabin Welchert schilderte in ihren Jugenderinnerungen, den Lagenser Straßenzügen folgend, zahlreiche Häuser und Menschen der Kernstadt; ihre lebhaften Beschreibungen umfassen i.d.R. einen Zeitraum zwischen 1890 und 1920.''
Clara-Arabin Welchert schilderte in ihren Jugenderinnerungen, den Lagenser Straßenzügen folgend, zahlreiche Häuser und Menschen der Kernstadt; ihre lebhaften Beschreibungen umfassen i.d.R. einen Zeitraum zwischen 1890 und 1920.


"Die Schröder'sche Bäckerei schloß sich der Firma C. A. Vogt in der Reihe der Bürgerhäuser an. Das Schröder'sche Haus war ein schönes altes Fachwerkhaus, in dem der gewerbliche Betrieb mit einer Gastwirtschaft verbunden war. Bäcker Schröder hatte eine Reihe von Kühen und betrieb nebenbei Ackerwirtschaft, da er größere Landparzellen besaß. Wie aber auch in anderen Betrieben, dominierte der Gewerbebetrieb, während die Bebauung der Felder in späteren Jahren ganz zum Erliegen kam. Heute ist in den Räumen eine Gastwirtschaft, die von den Erben betrieben wird.
"Die Schröder'sche Bäckerei schloß sich der Firma C. A. Vogt in der Reihe der Bürgerhäuser an. Das Schröder'sche Haus war ein schönes altes Fachwerkhaus, in dem der gewerbliche Betrieb mit einer Gastwirtschaft verbunden war. Bäcker Schröder hatte eine Reihe von Kühen und betrieb nebenbei Ackerwirtschaft, da er größere Landparzellen besaß. Wie aber auch in anderen Betrieben, dominierte der Gewerbebetrieb, während die Bebauung der Felder in späteren Jahren ganz zum Erliegen kam. Heute ist in den Räumen eine Gastwirtschaft, die von den Erben betrieben wird."<ref>{{Arabin-WelchertErinnerungen1962}}, S. 210.</ref>
"<ref>{{Arabin-WelchertErinnerungen1962}}, S. 210</ref>


==Literatur==
==Literatur==