Hornoldendorfer Straße 2 (Hornoldendorf): Unterschied zwischen den Versionen
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Dies Stätte ist im Landschatzregister Ende des 14. Jahrhunderts noch nicht erwähnt, sondern erstmals 1497 mit dem Besitzer Cort Benß.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 53.</ref> Im 16. Jahrhundert lautete der Hofname Beinhaus, analog zum Hofnamen [[Linnenkamp 24 (Hornoldendorf)|Steins/Steinhaus]]. Der Name Beinhaus kann tatsächlich darauf beruhen, dass die Stätte an Stelle eines älteren Beinhauses entstand. Einen benachbarten Kirchhof muss man aufgrund der gleichnamigen Parzellenbezeichnung auf einer Karte von Rudolf Heimburg aus dem Jahr 1756 annehmen.<ref>LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099.</ref> | Dies Stätte ist im Landschatzregister Ende des 14. Jahrhunderts noch nicht erwähnt, sondern erstmals 1497 mit dem Besitzer Cort Benß.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 53.</ref> Im 16. Jahrhundert lautete der Hofname Beinhaus, analog zum Hofnamen [[Linnenkamp 24 (Hornoldendorf)|Steins/Steinhaus]]. Der Name Beinhaus kann tatsächlich darauf beruhen, dass die Stätte an Stelle eines älteren Beinhauses entstand. Einen benachbarten Kirchhof (Standort einer früheren Kapelle mit Friedhof) muss man aufgrund der gleichnamigen Parzellenbezeichnung auf einer Karte von Rudolf Heimburg aus dem Jahr 1756 annehmen.<ref>LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099.</ref> | ||
1604 ist an Vieh vorhanden: 3 Pferde, 1 Fohlen, 1 Kuh, 1 Rind, 1 Kalb und 2 Schweine; 1645, drei Jahre vor Ende des 30jährigen Kriegs, sind es 3 Pferde, keine Stuten und Fohlen, 4 Kühe, 3 Rinder und 4 Schweine, keine Schafe und Ziegen; 1652 3 Pferde, 2 Stuten, 4 Kühe, 2 Rinder und 2 Ferkel; 1662 5 Pferde, keine Stuten und Kühe, 2 Rinder und 5 Bienenvölker.<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421.</ref> | 1604 ist an Vieh vorhanden: 3 Pferde, 1 Fohlen, 1 Kuh, 1 Rind, 1 Kalb und 2 Schweine; 1645, drei Jahre vor Ende des 30jährigen Kriegs, sind es 3 Pferde, keine Stuten und Fohlen, 4 Kühe, 3 Rinder und 4 Schweine, keine Schafe und Ziegen; 1652 3 Pferde, 2 Stuten, 4 Kühe, 2 Rinder und 2 Ferkel; 1662 5 Pferde, keine Stuten und Kühe, 2 Rinder und 5 Bienenvölker.<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421.</ref> | ||
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[[Datei:DT-Hodf-0017.jpg|thumb|Haupthaus Hornoldendorfer Str. 4, in Bruchsteinmauerwerk erneuerter Südgiebel, 2023. Foto: Joachim Kleinmanns]] | [[Datei:DT-Hodf-0017.jpg|thumb|Haupthaus Hornoldendorfer Str. 4, in Bruchsteinmauerwerk erneuerter Südgiebel, 2023. Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
Vierständerbau von 1786 mit eingehälsten Deckenbalken, wohl bauzeitliche Stallabseite (Pferdestall?) rechts. Links jüngere Scheune angebaut (heute Werkstatt), die den Hofraum nach Westen abschließt. Südgiebel mit Dielentor um 1900 und 1928 in massivem Bruchsteinmauerwerk aus Muschelkalk erneuert, im Giebel fünf Lüftungsschlitze, oberes Giebeldreieck verputzt mit | Vierständerbau von 1786 mit eingehälsten Deckenbalken, wohl bauzeitliche Stallabseite (Pferdestall?) rechts. Links jüngere Scheune angebaut (heute Werkstatt), die den Hofraum nach Westen abschließt. Südgiebel mit Dielentor um 1900 und 1928 in massivem Bruchsteinmauerwerk aus Muschelkalk erneuert, im Giebel fünf Lüftungsschlitze, oberes Giebeldreieck verputzt mit drei Lüftungsschlitzen und zwei rechteckigen Öffnungen, wohl ehemals verbrettert. Korbbogenförmiger Torbogen mit Werksteinquadern eingefasst, am Schlussstein bez. BEINS / 1786 / 1928, zwei kleine Oberlichter. | ||
===Leibzucht, 1812=== | ===Leibzucht, 1812=== | ||
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[[Datei:DT-Hodf-0020.jpg|thumb|Leibzucht von 1812, Südostansicht, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]] | [[Datei:DT-Hodf-0020.jpg|thumb|Leibzucht von 1812, Südostansicht, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
Vierständerbau von 5 Fachen, 1812 erbaut von Johann Friedrich Christoph Nese aus [[Schlangen]] und Anna Marie Ilsabein Görries aus [[Nienhagen]]. Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben, Nordgiebel (zum Hof) | Vierständerbau von 5 Fachen, 1812 erbaut von Johann Friedrich Christoph Nese aus [[Schlangen]] und Anna Marie Ilsabein Görries aus [[Nienhagen]]. Torbogen mit Inschrift (s. unten), Torständer mit Tulpenranken sowie Rose und Sechsstern, Torkopfbänder mit Zirkelblumen. Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben in den Eckfachen, Nordgiebel (zum Hof) verbrettert. Der Südgiebel um 1900 massiv in Muschelkalkbruchstein erneuert. | ||
===Backhaus=== | ===Backhaus=== | ||
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[[Datei:DT-Hodf-0016.jpg|thumb|Leibzucht Hornoldendorfer | [[Datei:DT-Hodf-0016.jpg|thumb|Leibzucht Hornoldendorfer Straße 4, Torbogen mit Inschrift von 1812, 2023. Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
Leibzucht Hornoldendorfer Str. 2 von 1812, Inschrift auf den Torständern und dem Sturzriegel: | Leibzucht Hornoldendorfer Str. 2 von 1812, Inschrift auf den Torständern und dem Sturzriegel: | ||