Hiddentruper Straße 72 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei: Hof Beining, ehemaliges Haupthaus.jpg|mini|Hof Beining, ehemaliges Haupthaus. 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]
[[Datei: Hof Beining, ehemaliges Haupthaus.jpg|mini|Hof Beining, ehemaliges Haupthaus. 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]


[[Datei: Hof Beining- Giebel des ehemaligen Haupthauses mit Inschrift.jpg|mini|Hof Beining, Giebel des ehemaligen Haupthauses mit Inschrift, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]
[[Datei: Hof Beining- Giebel des ehemaligen Haupthauses mit Inschrift.jpg|mini|Hof Beining, Giebel des ehemaligen Haupthauses mit Inschrift von 1876, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]


[[Datei:Beining Leibzucht.jpg|mini|Hof Beining, Leibzuchtshaus von 1898, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]
[[Datei:Beining Leibzucht.jpg|mini|Hof Beining, Leibzuchtshaus von 1898, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]
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Im Salbuch von etwa 1640 endet der Eintrag zum Hof Beining mit der Erwähnung des dort ehemals vorhandenen steinernen Speichers („Bauernburg“): ''2 Heußer vnnd eine alte Borgh vffm Hoffe.'' Die Entstehung solcher Bauten wird dem Spätmittelalter (13.–15. Jahrhundert) zugeordnet; soweit auf flachem Grund gelegen, sind sie häufig teils oder ganz von Wasser umgeben.<ref>Heinrich Stiewe, "Bauernburgen", in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 71 (2002), S. 169ff.</ref>  So auch hier: Feldmesser Friemel stellt die „Burg“ 1730 in seiner Karte als von einem Teich oder einer Gräfte umgebenen quaderförmigen Bau ohne Dach dar.
Im Salbuch von etwa 1640 endet der Eintrag zum Hof Beining mit der Erwähnung des dort ehemals vorhandenen steinernen Speichers („Bauernburg“): ''2 Heußer vnnd eine alte Borgh vffm Hoffe.'' Die Entstehung solcher Bauten wird dem Spätmittelalter (13.–15. Jahrhundert) zugeordnet; soweit auf flachem Grund gelegen, sind sie häufig teils oder ganz von Wasser umgeben.<ref>Heinrich Stiewe, "Bauernburgen", in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 71 (2002), S. 169ff.</ref>  So auch hier: Feldmesser Friemel stellt die „Burg“ 1730 in seiner Karte als von einem Teich oder einer Gräfte umgebenen quaderförmigen Bau ohne Dach dar.
   
   
In den Salbüchern von 1752/53, 1771, 1781 und 1829 werden folgende Gebäude des Hofes Beining exakt wiederkehrend aufgeführt: ''1.) ein Wohnhaus, 2.) eine Leibzucht, 3.) die steinerne Burg, 4.) einen Schoppen, 5.) ein Backhauß.'' Danach verfällt die "steinerne Burg" offenbar, sie wird jedenfalls im Salbuch von 1855 nicht mehr genannt. August Meier-Böke („Zickzack-Fahrt durch Lippe“) berichtet 1954 in der LZ über eine Äußerung des damaligen Bauern Beining: ''„Die Burg ist 1898 abgebrochen; wir haben das Viehhaus daraus gemauert, da drüben. Die Wände waren eineinhalb Meter dick, aus Muschelkalk.“''<ref>LAV NRW OWL, Bibliothek C 4129.2°</ref>
In den Salbüchern von 1752/53, 1771, 1781 und 1829 werden folgende Gebäude des Hofes Beining exakt wiederkehrend aufgeführt: ''1.) ein Wohnhaus, 2.) eine Leibzucht, 3.) die steinerne Burg, 4.) einen Schoppen, 5.) ein Backhauß.'' Danach geriet die "steinerne Burg" offenbar in Verfall, sie wird jedenfalls im Salbuch von 1855 nicht mehr genannt. August Meier-Böke („Zickzack-Fahrt durch Lippe“) berichtet 1954 in der LZ über eine Äußerung des damaligen Bauern Beining: „Die Burg ist 1898 abgebrochen; wir haben das Viehhaus daraus gemauert, da drüben. Die Wände waren eineinhalb Meter dick, aus Muschelkalk.“<ref>LAV NRW OWL, Bibliothek C 4129.2°</ref>


Das Haupthaus des Hofes ist mit den der Straße zugewandten Seiten als Bruchsteinbau von 1875 erkennbar, der nach Brandschaden in den 1960er Jahren ein flacheres Dach erhalten hat. Laut Meier-Böke hat es noch 1954 einen (rückwärtig gelegenen ?) Gebäudeteil in Fachwerkausführung von 1808 gegeben.
Das '''Haupthaus''' des Hofes war an den der Straße zugewandten Seiten als Bruchsteinbau von 1876 erkennbar, der nach einem Brandschaden in den 1960er Jahren ein flacheres Dach erhalten hatte. Laut August Meier-Böke hat es noch 1954 einen rückwärtigen (?) Gebäudeteil in Fachwerk gegeben, der über einer früheren Seitentür 1808 datiert war.


Das 1898 erbaute zweistöckige Leibzuchtshaus, ein Wohnhaus aus den 1960er Jahren sowie Wirtschaftsgebäude aus verschiedenen Zeitabschnitten bestimmen zusammen mit dem Haupthaus das heutige Bild der Hofstelle Beining.
Neben dem Haupthaus gehören das '''Leibzuchtshaus von 1898''', ein zweigeschossiger Bruchsteinbau, das neue Wohnhaus aus den 1960er Jahren und mehrere Wirtschaftsgebäude aus verschiedenen Zeitepochen zur Hofanlage.


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==Literatur==
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Heinrich Stiewe, "Bauernburgen", in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 71 (2002).
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==Quellen==
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