Braker Straße 125 (Brokhausen): Unterschied zwischen den Versionen

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Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
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An dieser Stelle bitte eine kurze Einführung einfügen, u.a. wann gegründet/erbaut, ehem. Haus-Nr.
Kruel, erstmals 1729 [i] belegte Hoppenplöckerstätte, ehemalige Kolonatsnummer Brokhausen Nr. 12.
 
==Geschichte==
==Geschichte==
Im Salbuch von 1782 ist der Hof unter Nr. 11, Behning, auf dem Klüterberg verzeichnet und als Hoppenplöcker klassifiziert, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1664.</ref>
Im Salbuch von 1782 ist der Hof unter Nr. 12, Cruel, auf dem Klüterberg verzeichnet und als Hoppenplöcker klassifiziert, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1667.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei: BRO-Brakerstr125_BA_TB-9-56.png|thumb|Braker Straße 125, Foto: Friedrich-Wilhelm Pahmeier, 1970 (LLB, BA TB-9-56)]]
[[Datei: BRO-Kruel Nr12_BA_TB-9-47.png|thumb|Hof Kruel, Brokhausen Nr. 12, Foto: Friedrich-Wilhelm Pahmeier, 1970 (LLB, BA TB-9-47)]]
Vierständer-Fachwerkbau mit kräftigen gekrümmten Fußstreben beiderseits des Dielentores, Längsdiele. Seitlich jüngere traufständige Stallanbauten, Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert.
 
==Inschriften==
==Inschriften==
Auf dem Torriegel in Fraktur:<br>
Torbogeninschrift:
"Alles ist an Gott gelegen, Menschen richten<br>
wenig auß . Kommt von Dir Herr nur der Segen,<br>
so ist Wohl bestelt mein Haus"<br>
Im Scheitel des Bogens: "N 11".
In drei rechteckigen Feldern am Kopf der Torständer und in der Mitte:<br>
"Dieß/Hauß ist/Gericht" / "Den/20ten Juni" / "Im/Jahre 1849".


Sowie in zwei weiteren rechteckigen Feldern oben auf den Torständern:<br>
WER IST JEMALS ZUSCHANDEN WORDEN DER AUF IHN GEHOFFET HAT. WER IST JEMALS VER / LASSEN DER IN DER FURCHT GOTTES BLIEBEN IST. ODER WER IST IEMAHLS VON IHM VERSCH / MÄHET? DER IHN ANGERUFFEN HAT SIRACH 2 V. 11. 12 IOHANN IOBST CRUEL UND ANAMARIA HAKEMAK / ANNO 1729 DEN 27 IULI / HABEN EIN HAUS LASSEN / DNMP / BAUEN.
links: "Diß Hauß/hat Bau/en lassen/F.Beining"<br>
rechts: "und/W.Beini/ng aus/Klüterberg"


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==


1782 Behning.
1729 Johann Jobst Crule und Anna Maria Hackemack [i].


1849 F. und W. Beining [i].
1782 Cruel.


1901 (Apenberg) Heinrich Beining, Landwirt.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 205.</ref>
1901 (Apenberg) Caroline Cruel, Witwe, Landwirtin.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 205.</ref>


1926 (Apenberg) Heinrich Beining, Landwirt.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 671.</ref>
1926 (Apenberg) Heinrich Kruel, Landwirt.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 671.</ref>


==Literatur==
==Literatur==

Aktuelle Version vom 26. Juli 2026, 18:02 Uhr

Braker Straße 125 (Brokhausen)
OrtsteilBrokhausen
StraßeBraker Straße (Brokhausen)
Hausnummer125
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeBrokhausen
Hausnummer012

Kruel, erstmals 1729 [i] belegte Hoppenplöckerstätte, ehemalige Kolonatsnummer Brokhausen Nr. 12.

Geschichte

Im Salbuch von 1782 ist der Hof unter Nr. 12, Cruel, auf dem Klüterberg verzeichnet und als Hoppenplöcker klassifiziert, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.[1]

Gebäude

Hof Kruel, Brokhausen Nr. 12, Foto: Friedrich-Wilhelm Pahmeier, 1970 (LLB, BA TB-9-47)

Vierständer-Fachwerkbau mit kräftigen gekrümmten Fußstreben beiderseits des Dielentores, Längsdiele. Seitlich jüngere traufständige Stallanbauten, Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert.

Inschriften

Torbogeninschrift:

WER IST JEMALS ZUSCHANDEN WORDEN DER AUF IHN GEHOFFET HAT. WER IST JEMALS VER / LASSEN DER IN DER FURCHT GOTTES BLIEBEN IST. ODER WER IST IEMAHLS VON IHM VERSCH / MÄHET? DER IHN ANGERUFFEN HAT SIRACH 2 V. 11. 12 IOHANN IOBST CRUEL UND ANAMARIA HAKEMAK / ANNO 1729 DEN 27 IULI / HABEN EIN HAUS LASSEN / DNMP / BAUEN.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1729 Johann Jobst Crule und Anna Maria Hackemack [i].

1782 Cruel.

1901 (Apenberg) Caroline Cruel, Witwe, Landwirtin.[2]

1926 (Apenberg) Heinrich Kruel, Landwirt.[3]

Literatur

Quellen

LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782.

Weblinks

NHV-Inschriftensammlung

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1667.
  2. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
  3. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 671.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 25.07.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 26.07.2026 von Heinrich Stiewe