Hörster Bruch 8 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Meierhaus von 1751''' ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Stein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen wieder eingebaut (vgl. Fotos). | Das '''Meierhaus von 1751''' ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Stein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen wieder eingebaut (vgl. Fotos). | ||
Das '''Leibzuchtshaus''' ist ein Dreiständerbau von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbuung) | Das '''Leibzuchtshaus''' ist ein Dreiständerbau des 16. Jahrhunderts von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbuung), der Torbogen ist ohne Inschrift. Die verbretterten Giebel sind auf gekehlten Taubandknaggen vorgekragt.<ref>Vgl. Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960, Taf. 169.</ref> Das Gebäude steht etwas versteckt hinter Bäumen nördlich des Haupthauses. | ||
[[Datei:Hörste, Hof Weke, Leibzucht 846 1514.jpg|mini|Hörste, Hof Weke Nr. 36, Leibzucht, 16. Jahrhundert. Aufmaß von Gerhard Eitzen, Baupflegeamt Westfalen LWL-Archiv 846-1514]] | |||
Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.<ref>LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431</ref> Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune. | Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.<ref>LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431</ref> Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune. | ||
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==Inschriften<ref>[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]</ref>== | ==Inschriften<ref>[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]</ref>== | ||
Auf dem Torbogen: | |||
WO DER HERR NICHT DAS HAVS | |||
BAVET SO ARBEITEN VMSON. | ACH MEIN GOTT WIE GROS IST DEINE GVTE DIE DV VERBORGEN HAST DENEN DIE DICH / FORCHTEN VND ERZEIGEST SIE DENEN DIE FVR DEN LEVTEN AVF DICH TRAVEN FLEISCH / VND BLVT HATTE DAS NICHT GEMEINT MEINE FEINDE HATTENS NICHT GEHOFFET DIE DA SAGTEN ZV MEINER / SEELE SIE HAT KEINE HVLFFE BEI GOTT WIE SOLL ICH DIR DAN VERGELTEN ALLE DEINE WOHLTHAT DIE DV MIR THVST / JOHANN HENRICH MEIR WECKE VND SEINE EHERAVE ANNA MARIA ELISABETH OBERMEIR VON LVCKHAVSEN / HABEN DIS HAVS MIT DER HVLFFE GOTTES LASSEN BAVEN / DEN 7TEN IVLIVS ANNO 1751 M. ERNST SCHLVTER | ||
DIE DARAN BAVEN | |||
Inschrift über dem Seiteneingang: | |||
WO DER HERR NICHT DAS HAVS / BAVET SO ARBEITEN VMSON. / DIE DARAN BAVEN | |||
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