Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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Dr. Horst Wissbrock (Diskussion | Beiträge)
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|Ortsteil1901=Hörste
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|Hausnummer1901=006
|Hausnummer1901=006
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Brokmann, früher Hörste Nr. 6.
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Meier, dann Brokmann, früher Hörste Nr. 6.


Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224</ref>
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224</ref>
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Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet <ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34</ref> und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.<ref>LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r</ref>  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.<ref>LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4</ref>
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet <ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34</ref> und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.<ref>LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r</ref>  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.<ref>LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4</ref>
   
   
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde <ref>LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550</ref>, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.
Zugleich erleben die Eheleute Hanning/Voß auch Betrübliches  -  beide Töchter versterben früh. Im Kirchenregister Stapelage ist vermerkt: <ref> ALLK, Bestand 04.17/Kirchengem. Stapelage Nr. 246, S. 10 </ref> ''Anno 1653 den 9. April hatt Hans Hanning zu Hörste, nach dem ihm seine liebe Tochter Ilsaben zu Amsterdam beÿ ihrer Mutter Bruder Curt Jantzen Voß abgestorben, heisiger Kirchen zu Stapellage geschencket vndt christmil''(tä)''tig verehret sechs Rthl. vndt selbige  .  .  . vbergeben beim Mejer zu Stapellage, welcher auch dieselbige gutt willig angenommen, vndt der Kirchen derselbe bis zur Erlegung der 6 thlr Hauptsummen jahrlig mitt 12 Groschen Zinsen .  .  . versprochen.'' Die Hannings folgen also dem seit dem Mittelalter geläufigen Brauch, der Kirche etwas zuzuwenden zum Seelenheil ihrer verstorbenen Tochter Ilsabein.
 
Die jüngere Tochter Elisabeth heiratet 1655 auf den großen, aber hoch verschuldeten Hof Nullmeier in Hiddesen, wo sie fünfzehn Jahre später verstirbt. Ihre beiden Söhne leben danach zeitweilig in Hörste bei den Großeltern, die für Unterhalt und Schulbesuch sorgen müssen.<ref> LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63 </ref>
 
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur die beiden (bereits verstorbenen) Schwestern hatte, deren jüngere bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde <ref>LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550</ref>, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.
   
   
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: ''Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern  .  .  .'' <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104</ref>, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.<ref>LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226</ref> 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.<ref>LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f</ref>
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: ''Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern  .  .  .'' <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104</ref>, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.<ref>LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226</ref> 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.<ref>LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f</ref>
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==Gebäude==
==Gebäude==
'''Haupthaus, um 1560'''
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann ''Cordt Johanninck'' gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.


In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  ''2 gebuwte vnnd 1 backhaus''; 1730 ''Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen''; 1771 ''an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß''; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: ''ein Kotten auf IV, 15''; 1855 ''1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.''  
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  ''2 gebuwte vnnd 1 backhaus''; 1730 ''Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen''; 1771 ''an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß''; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: ''ein Kotten auf IV, 15''; 1855 ''1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.''  
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Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.


Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses aus der Zeit um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertige verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: "Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend."<ref>Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.</ref>
'''Haupthaus, um 1560'''
 
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann ''Cordt Johanninck'' gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.
 
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: "Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend."<ref>Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.</ref>


Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: "3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm."
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: "3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm."
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648
 
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † 1637, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648
   
   
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:


• Hans, * um 1605, Anerbe
• Hans, * um 1605, Anerbe


ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11
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Kinder:
Kinder:
    
    
• NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben
• Ilsabein, * 1629/30, † 1653 in Amsterdam, wo sie bei ihrem Onkel Cord Voß dient <ref>ALLK, 04.17 Nr. 246, S. 10</ref>


• Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670
• Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670
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• Bartold, * um 1635, Anerbe
• Bartold, * um 1635, Anerbe


1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste <ref>Name der Braut/Ehefrau aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163</ref>
 
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste <ref>Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163</ref>


Kinder:
Kinder:
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• Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745
• Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745


1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste
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• Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)
• Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)


1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)
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• Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)
• Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)


1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird
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1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)


1826 – 1828 Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird
1826 – 1828 Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird
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• Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup
• Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup


1864 – 1876  <u>August</u>us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste
1864 – 1876  <u>August</u>us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste
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• Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872
• Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872


(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)


1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)


(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)


1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier


(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)
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• <u>Erna</u> Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005
• <u>Erna</u> Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005


1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)


(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)


1919 - 1929  Landwirt Adolf <u>August</u> Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 <u>Emilie</u> Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)
 
1919 - 1929  Landwirt Adolf <u>August</u> Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 <u>Emilie</u> Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)


Kinder:
Kinder:
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Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):
 
 
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)


1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet
 
 
1828 (VZ): (Nr.) 6  2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So);  
1828 (VZ): (Nr.) 6  2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So);  
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)


1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.