Hiddentruper Straße 5 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Grabsteine Brink.jpg|mini|Grabsteine der letzten Brink-Generationen auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]] | [[Datei:Grabsteine Brink.jpg|mini|Grabsteine der letzten Brink-Generationen auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]] | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Am 21. September 1365 wurde in Lemgo eine Urkunde ausgefertigt, die in heutiger Schrift und Sprache folgenden Inhalt hat:<ref>LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197</ref> | Am 21. September 1365 wurde in Lemgo eine Urkunde ausgefertigt, die in heutiger Schrift und Sprache folgenden Inhalt hat: <ref>LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197</ref> | ||
'''''Lutbert de Went der Ältere, Knappe, verkauft''' vor Alheyt, seiner Frau, und ihren Söhnen den Knappen Lutbert und Hinrik für 60 Mark Lemgoer Pfennige, die ihnen bezahlt sind, ihr Haus und Gut zu Ehrentrup (Eggerinchtorpe), worauf gegenwärtig Bertold Knakebach wohnt, für jährlich 18 Scheffel Roggen und zwei Molt Hafer Lemgoer Maßes und 6 Schillinge Lemgoer Pfennige, ein Fuder Stoppelfutter (stopelvoder) und vier Hühner; ferner '''ihr Haus und Gut zu Horst im Kirchspiel zu Stapelaghe, das jährlich ein Molt Gerste, zwei Molt Hafer und 6 Schilling Pfennige und 2 Hühner entrichtet, mit allen Zubehörungen''' und aller Schlatenut; und schließlich 6 Scheffel Hafer aus dem Haus Hermann Hermanninchs zu dem Heslo '''an die Priorin und den Konvent der Jungfrauen zu Lemgo''' unter dem Orden der Predigerbrüder unter Vorbehalt des Wiederkaufs für genannte Summe oder 30 Mark Silber bei Münzverschlechterung. Dann wollen sie den Leuten sechs Jahre lang halten, was sie schulden. Die Jungfrauen können die Güter weiter verkaufen, aber nicht an den Landesherrn Vater und Söhne siegeln. De ghegheven is na Godes bort 1365 to sunte Mathews daghe des hoghes aposteles.'' | '''''Lutbert de Went der Ältere, Knappe, verkauft''' vor Alheyt, seiner Frau, und ihren Söhnen den Knappen Lutbert und Hinrik für 60 Mark Lemgoer Pfennige, die ihnen bezahlt sind, ihr Haus und Gut zu Ehrentrup (Eggerinchtorpe), worauf gegenwärtig Bertold Knakebach wohnt, für jährlich 18 Scheffel Roggen und zwei Molt Hafer Lemgoer Maßes und 6 Schillinge Lemgoer Pfennige, ein Fuder Stoppelfutter (stopelvoder) und vier Hühner; ferner '''ihr Haus und Gut zu Horst im Kirchspiel zu Stapelaghe, das jährlich ein Molt Gerste, zwei Molt Hafer und 6 Schilling Pfennige und 2 Hühner entrichtet, mit allen Zubehörungen''' und aller Schlatenut; und schließlich 6 Scheffel Hafer aus dem Haus Hermann Hermanninchs zu dem Heslo '''an die Priorin und den Konvent der Jungfrauen zu Lemgo''' unter dem Orden der Predigerbrüder unter Vorbehalt des Wiederkaufs für genannte Summe oder 30 Mark Silber bei Münzverschlechterung. Dann wollen sie den Leuten sechs Jahre lang halten, was sie schulden. Die Jungfrauen können die Güter weiter verkaufen, aber nicht an den Landesherrn Vater und Söhne siegeln. De ghegheven is na Godes bort 1365 to sunte Mathews daghe des hoghes aposteles.'' | ||
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1855 – 1897 Johann Töns Hermann Brüning (1830 – 1910) von Heiden Nr. 5 (Neffe des abtretenden Kötterpaares) wird durch Schenkung vom 30. Okt. 1855 MK Brink Nr. 8 und KK Riesenberg Nr. 16 in Hörste; ∞ (I) 1856 Justine Wilhelmine Schapeler (1834 - 1873) von Hörste Nr. 30 (Schapeler i. d. Senne), ∞ (II) 1874 Luise Konradine Auguste Rein(e)ke (1843 – 1909) von Oberschönhagen Nr. 5 | 1855 – 1897 Johann Töns Hermann Brüning (1830 – 1910) von Heiden Nr. 5 (Neffe des abtretenden Kötterpaares) wird durch Schenkung vom 30. Okt. 1855 MK Brink Nr. 8 und KK Riesenberg Nr. 16 in Hörste; ∞ (I) 1856 Justine Wilhelmine Schapeler (1834 - 1873) von Hörste Nr. 30 (Schapeler i. d. Senne), ∞ (II) 1874 Luise Konradine Auguste Rein(e)ke (1843 – 1909) von Oberschönhagen Nr. 5 | ||
Kinder: | Kinder aus 2 Ehen: | ||
• Hermann Friedrich, * 1857, Anerbe | • Hermann Friedrich, * 1857, Anerbe | ||
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• Pauline Emilie, * 1878 | • Pauline Emilie, * 1878 | ||
• Fritz Karl, * 1880, † 1945, übernächster Besitzer des Hofes Brink | • <u>Fritz</u> Karl, * 1880, † 1945, übernächster Besitzer des Hofes Brink | ||
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1911 – 1945 Fritz Karl Brink (1880 – 1945), kauft den Hof 1911, ∞ Anna Maria Luise Lükermann (1888 – 1947) | 1911 – 1945 <u>Fritz</u> Karl Brink (1880 – 1945), kauft den Hof 1911, ∞ Anna Maria Luise Lükermann (1888 – 1947) | ||
Kinder: | Kinder: | ||
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ab 1950 Pächter Paul Steinbeck bewirtschaftet den Hof Brink | ab 1950: Pächter Paul Steinbeck bewirtschaftet den Hof Brink. | ||