Marktstraße 6 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei: Marktstraße 6 in Heiden, Postkarte.jpg | thumb | Marktstraße 6 in Heiden, Postkarte von 1937]] | [[Datei: Marktstraße 6 in Heiden, Postkarte.jpg | thumb | Marktstraße 6 in Heiden, Postkarte von 1937]] | ||
In den folgenden Jahrhunderten entstand um die Kirche und den Meierhof Heiden herum mit weiteren Ansiedlungen ein kleiner Weiler, wobei der Meierhof der größte Hof des eigentlichen Dorfes blieb. Er war im Besitz von Flächen auf dem gesamten Lössriedel westlich des Weges nach Heßloh sowie von Flächen auf der Kassebrede und auf der Lake. <ref>Hüls 1974 S.50 und Abb.38 </ref> | In den folgenden Jahrhunderten entstand um die Kirche und den Meierhof Heiden herum mit weiteren Ansiedlungen ein kleiner Weiler, wobei der Meierhof der größte Hof des eigentlichen Dorfes blieb. Er war im Besitz von Flächen auf dem gesamten Lössriedel westlich des Weges nach Heßloh sowie von Flächen auf der Kassebrede und auf der Lake. <ref>Hüls 1974 S.50 und Abb.38 </ref> | ||
1781 wurde Meier, Heiden Nr. 3, im Salbuch noch als Mittel-Vollmeier klassifiziert,<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F%7E001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=43 Digitalisat]</ref>. 1829 nur noch als Mittelkötter.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=58&cHash=ec5bdfe9bd23cce8f925073a5ee49aaf Digitalisat].</ref> Der Hof war der Landesherrschaft leibeigen, entrichtete [[Sterbfall]] und [[Weinkauf]]. | 1781 wurde Meier, Heiden Nr. 3, im Salbuch noch als Mittel-Vollmeier klassifiziert,<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F%7E001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=43 Digitalisat]</ref>. 1829 nur noch als Mittelkötter.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=58&cHash=ec5bdfe9bd23cce8f925073a5ee49aaf Digitalisat].</ref> Der Hof war der Landesherrschaft leibeigen, entrichtete [[Sterbfall]] und [[Weinkauf]]. | ||
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1781 waren lt. Salbuch vorhanden: Hof mit Obstbäumen, Wohnhaus, 1 altes Wohnhaus jetzt Leibzucht, Backhaus, Haferscheune, Wagenhaus, Kleinhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F%7E001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=43 Digitalisat]</ref>. 1829 nur noch 1 Wohnhaus und 1 Schoppen.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=58&cHash=ec5bdfe9bd23cce8f925073a5ee49aaf Digitalisat].</ref> | 1781 waren lt. Salbuch vorhanden: Hof mit Obstbäumen, Wohnhaus, 1 altes Wohnhaus jetzt Leibzucht, Backhaus, Haferscheune, Wagenhaus, Kleinhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F%7E001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=43 Digitalisat]</ref>. 1829 nur noch 1 Wohnhaus und 1 Schoppen.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=58&cHash=ec5bdfe9bd23cce8f925073a5ee49aaf Digitalisat].</ref> | ||
1855: Hofraum, Wohnhaus. | |||
Die Hofstätte Heiden Nr. 3 lag mitten im Dorf, die Marktstraße teilte früher den Hof. Das Haupthaus des Hofes Nr. 3 sowie einzelne Nebengebäude sind im Urkatasterplan von 1883 als bestehend eingezeichnet. Das große Hauptgebäude bestand an der Südwestseite der Hofstelle, das Grundstück grenzte hangseitig an die frühere Judenstraße, heute Am Feuerborn. Das westlich des Hofes gelegene ehemalige Scheunengebäude ist heute ein Wohnhaus mit Gaststätte, Marktstraße 2, früher auch Nr. 66 in Heiden. Gegenüber des Haupthauses, nördlich der Marktstraße stand ein eingeschossiger Ziegelsteinbau mit Satteldach und metallenen Fenstern. An der Ostseite des Haupthauses stand eine große Stallscheune, die im Katasterplan von 1919 eingetragen ist an einer Stelle, an der zuvor ein älteres Gebäude, möglicherweise die Leibzucht bestanden hatte. <ref>beide Katasterpläne: Kreis Lippe, Katasteramt </ref> Der Bau der Scheune wird in die Zeit zwischen 1919 und 1935 einzuordnen sein. An ihrer Stelle wurden um 1990 die Wohnhäuser Marktstraße 8 und 8a errichtet. | |||
[[Datei: Marktstraße 6. in Heiden.jpg | thumb | Marktstraße 6. in Heiden, Foto Privat, ca. 1990]] | |||
Das Haupthaus des Hofes Heiden Nr. 3, die ehemalige Gaststätte Altrogge war ursprünglich ein großes zweigeschossiges Fachwerkhaus. Um 1935 wurde das Gebäude durch Abbruch des nördlichen Gebäudeteiles verkleinert und umgebaut. Der zum Hof gelegene Gebäudeteil wurde nun in massiver Bauweise mit Walmdach er-richtet. Um 1990 wurde das Gebäude weitgehend umgebaut und erweitert zu einem Mehrfamilienhaus. Ein Foto von ca. 1990 zeigt eine Gebäudeansicht mit Fassadendetails vor dem Abbruch. | |||
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