Haustenbeck: Unterschied zwischen den Versionen

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In Haustenbeck gab es eine Kirche, eine Schule, eine Mühle, einen Gasthof, mehrere Krüge, ...<br />
In Haustenbeck gab es eine Kirche, eine Schule, eine Mühle, einen Gasthof, mehrere Krüge, ...<br />
[[Datei:Kirche in Haustenbeck.png|mini|Kirche in Haustenbeck, um 1930, LLB SP-SCHL-1-21]]
[[Datei:Kirche in Haustenbeck.png|mini|Kirche in Haustenbeck, um 1930, LLB SP-SCHL-1-21<br />Foto: Wilhelm Pecher]]
'''Kirche'''<br />
'''Kirche'''<br />
Der erste Pfarrer in Haustenbeck, Joachim Wienand aus Berlebeck, versah seinen Dienst von 1671 bis 1703. Da noch keine Kirche existierte, hielt seine Predigten im Krug von Elgershausen. Die Kirche am Tötgen-Wege, deren Errichtung mehrere Jahre dauerte, wurde am 27.09.1685 eingeweiht.<ref Name="Sprenger" /> 1685 lieferte Claudius Bricon, Glockengießer aus Steinheim, die erste Glocke. 1707 wurde eine Uhr angelegt, 1747 ein Positiv.<ref>{{ButterweckGeschichte1926}},Seite 402</ref> Die Orgel aus dem Jahr 1899 stammt von Orgelbauer Ernst Klußmann aus Kirchheide. Die Kanzel stammt aus Heiden, sie befindet sich seit 1965 in der Kirche in Donop. Die Glocken wurden nach Heiligenkirchen abgegeben und kriegsbedingt kurz darauf eingeschmolzen.<br />
Der erste Pfarrer in Haustenbeck, Joachim Wienandt aus Berlebeck, versah seinen Dienst von 1671 bis 1703. Da noch keine Kirche existierte, hielt seine Predigten im Krug von Elgershausen. Die Kirche am Tötgen-Wege, deren Errichtung mehrere Jahre dauerte, wurde am 27.09.1685 eingeweiht.<ref Name="Sprenger" /> 1685 lieferte Claudius Bricon, Glockengießer aus Steinheim, die erste Glocke. 1707 wurde eine Uhr angelegt, 1747 ein Positiv.<ref>{{ButterweckGeschichte1926}},Seite 402</ref> Die Orgel aus dem Jahr 1899 stammt von Orgelbauer Ernst Klußmann aus Kirchheide. Die Orgel wurde 1940 in der Kapellenkirche in Heidenoldendorf neu geweiht und 1958 in der neuen Kirche in Heidenoldendorf eingebaut. Die Kanzel stammt aus Heiden, sie befindet sich seit 1965 in der Kirche in Donop. Die beiden Glocken, eine war eine Stiftung von ausgewanderten Haustenbeckern in Amerika, wurden nach Heiligenkirchen abgegeben und kriegsbedingt kurz darauf eingeschmolzen. Der Grabstein des ersten Pfarrers befindet sich in Heiligenkirchen wo Pfarrer Wienandt seine erste Pfarrstelle hatte. Die Kirchturmuhr wurde nach Stapelage abgegeben und dort 1955 eingebaut.<br />
Die Ruine der Kirche steht unter Denkmalschutz.<br />
Die Ruine der Kirche steht unter Denkmalschutz.<ref>Hildegard Mehrmann, Das ehemalige Haustenbeck, Lage 1993 Seite 56 ff</ref><br />
[[Datei:Pfarrhaus Haustenbeck.jpg|mini|Pfarrhaus in Haustenbeck, 1938]]
'''Pfarrhaus'''<br />
'''Pfarrhaus'''<br />
Der Entwurf für den Neubau stammt von Ferdinand Merckel.<br />
Der Entwurf für das Pfarrhaus stammt von Ferdinand Merckel.<br />
[[Datei:Schule Haustenbeck 1908.png|mini|Schule Haustenbeck, 1937, LLB HSA 2,50a<br />Foto: Hans Sprenger]]
[[Datei:Schule Haustenbeck 1908.png|mini|Schule Haustenbeck, 1937, LLB HSA 2,50a<br />Foto: Hans Sprenger]]
'''Schule'''<br />
'''Schule'''<br />
In Haustenbeck gab es mehrere Schule, die sich jedoch immer als zu klein geplant darstellten. Der erste Schulbau war 1723 fertig; in Haustenbeck gab es 41 Kinder. Von Salinenbaumeister Culemann aus Bad Salzuflen stammt der Entwurf aus dem Jahr 1820. Dieser Schulbau wurde von 1821 bis 1907 genutzt. Bereits 1846 wurde ein Nebenschulgebäude nach Plänen von Ferdinand Merckel errichtet. Am 23.04.1908 wurde die nach den Plänen von Architekt Korf aus Detmold entworfene neue Schule eingeweiht und am 20.11.1939 endgültig geschlossen. Die Kinder aus der Randsiedlung Haustenbeck besuchten (wg. Raummangel) ab 1910 die Schule in Oesterholz.<br />
In Haustenbeck gab es mehrere Schule, die sich jedoch immer als zu klein geplant darstellten. Der erste Schulbau war 1723 fertig; in Haustenbeck gab es 41 Kinder. Von Salinenbaumeister Culemann aus Bad Salzuflen stammt der Entwurf aus dem Jahr 1820. Dieser Schulbau wurde von 1821 bis 1907 genutzt. Bereits 1846 wurde ein Nebenschulgebäude nach Plänen von Ferdinand Merckel errichtet. Am 23.04.1908 wurde die nach den Plänen von Architekt Korf aus Detmold entworfene neue Schule eingeweiht und am 20.11.1939 endgültig geschlossen. Die Kinder aus der Randsiedlung Haustenbeck besuchten (wg. Raummangel) ab 1910 die Schule in Oesterholz.<br />
'''Gemeindehaus'''
Pfarrer NN vermachte der Gemeinde seinen Nachlass mit der Auflage ein Gemeindehaus zu errichten.<br />
[[Datei:Mühle Poppe.jpg|mini|Mühle Poppe, 1937<br />Sammlung Wiemann]]
[[Datei:Mühle Poppe.jpg|mini|Mühle Poppe, 1937<br />Sammlung Wiemann]]
'''Mühle'''<br />
'''Mühle'''<br />
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[[Datei:Gasthof Dreimann.jpg|mini|Gaststätte Dreimann, 1938]]
[[Datei:Gasthof Dreimann.jpg|mini|Gaststätte Dreimann, 1938]]
'''Gasthof'''<br />
'''Gasthof'''<br />
An der Hausecke ist zu sehen, dass dort eine Tankstelle betrieben wurde.<br />
'''Doktorhaus'''
Die Gemeinde Haustenbeck errichtete 1925/26 ein Gebäude für einen Arzt, das sog. Doktorhaus. Der erste Arzt in Haustenbeck war Dr. Georg Stenzhorn, der von 1925 bis 1931 dort praktizierte.


==Infrastruktur==
==Infrastruktur==
1922 hatten sich einige Interessenten aus Haustenbeck zusammengefunden um ein kleines Kraftwerk am Staudamm des Haustenbaches zu errrichten. Mittels eines unterschlächtigen Wasserrades von 2,50 Meter Durchmesser wurde eine Dynamomaschine angetrieben und erzeugte eine Gleichspannung von 60 Volt. Über Freileitungen wurden die Interessenten mit dieser "neuen" Energie versort, die vorerst zu Beleuchtungszwecken genutzt wurde. Diese lokale Anlage war nur weinge Jahre in Betrieb. 1925 wurde Haustenbeck an das Energienetz von Wesertal angeschlossen.<ref>Heinz Wiemann, Beiträge zur Geschichte Bd. II, Seite 149</ref>
1922 hatten sich einige Interessenten aus Haustenbeck zusammengefunden um ein kleines Kraftwerk am Staudamm des Haustenbaches zu errrichten. Mittels eines unterschlächtigen Wasserrades von 2,50 Meter Durchmesser wurde eine Dynamomaschine angetrieben und erzeugte eine Gleichspannung von 60 Volt. Über Freileitungen wurden die Interessenten mit dieser "neuen" Energie versort, die vorerst zu Beleuchtungszwecken genutzt wurde. Diese lokale Anlage war nur weinge Jahre in Betrieb. 1925 wurde Haustenbeck an das Energienetz vom Elektrizitätswerk Wesertal angeschlossen.<ref>Heinz Wiemann, Beiträge zur Geschichte Bd. II, Seite 149</ref>


==Siedlungscharakteristik==
==Siedlungscharakteristik==
   
   
==Pläne, Ortsansichten==
==Pläne, Ortsansichten==
* Historische Luftaufnahme: [https://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%93id%93=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Rheinland%2FRW_0230%2F%7E154%2F15426%2Fmets.xml Luftbildpläne Haustenbeck]
==Ortsname==
==Ortsname==
Haustenbeck wurde auch als Lippisch Neudorf bezeichnet.
Haustenbeck wurde auch als Lippisch Neudorf bezeichnet.