Kolonat 66 (Haustenbeck): Unterschied zwischen den Versionen
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Johann Jobst Walter (1749-1816) war seit 1768 war er verheiratet mit Catharine Ilsebein Sprenger (1739-1815) aus Berlebeck. Johann Jobst Walter war zunächst Colon, später Leibzüchter auf der [[Kolonat 35 (Haustenbeck)|Stätte Nr. 35]] in Haustenbeck gewesen. | Johann Jobst Walter (1749-1816) war seit 1768 war er verheiratet mit Catharine Ilsebein Sprenger (1739-1815) aus Berlebeck. Johann Jobst Walter war zunächst Colon, später Leibzüchter auf der [[Kolonat 35 (Haustenbeck)|Stätte Nr. 35]] in Haustenbeck gewesen. | ||
Am 26.3.1787 stellte er einen Bauantrag und gründete zusammen mit seiner Frau die Stätte Nr. 66 in Haustenbeck.<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> Kolon Walter bezog 1791 für 25 Reichstaler Dachziegel vom Ziegelofen in Oesterholz, kann aber nicht zahlen. Im Jahr 1792 werden ihm deswegen eine Kuh und 1 Rind gepfändet.<ref>Kartei Sprenger.</ref> | Am 26.3.1787 stellte er einen Bauantrag und gründete zusammen mit seiner Frau die Stätte Nr. 66 in Haustenbeck.<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> Kolon Walter bezog 1791 für 25 Reichstaler Dachziegel vom Ziegelofen in Oesterholz, kann aber nicht zahlen. Im Jahr 1792 werden ihm deswegen eine Kuh und 1 Rind gepfändet.<ref>Kartei Hans Sprenger.</ref> | ||
Bereits zehn Jahre später (1797) übergab er die Stätte an Johann Henrich Christian Walter (1775-1849).<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> | Bereits zehn Jahre später (1797) übergab er die Stätte an Johann Henrich Christian Walter (1775-1849).<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> | ||
Henrich Christian Walter heiratete am 26. November 1797 Anne Marie Elisabeth Berkenkamp aus aus dem Kirchspiel Oerlinghausen. Die Ehefrau war im preußischen Teil der Senne aufgewachsen und brachte vor der Eheschließung einen Freibrief des Amtes Sparrenberg bei.<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> | Henrich Christian Walter heiratete am 26. November 1797 Anne Marie Elisabeth Berkenkamp aus aus dem Kirchspiel Oerlinghausen. Die Ehefrau war im preußischen Teil der Senne aufgewachsen und brachte vor der Eheschließung einen Freibrief des Amtes Sparrenberg bei.<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> | ||
1803 war Kolon Walter völlig verschuldet. Als der Untervogt zur Eintreibung der Schulden kommen wollte, hatte Walter das ganze Haus vorher geräumt.<ref>Kartei Sprenger.</ref> | 1803 war Kolon Walter völlig verschuldet. Als der Untervogt zur Eintreibung der Schulden kommen wollte, hatte Walter das ganze Haus vorher geräumt.<ref>Kartei Hans Sprenger.</ref> | ||
Daraufhin wurde die Versteigerung der Stätte angeordnet und am 12. November 1803 wegen hoher Verschuldung ein Konkursverfahren eingeleitet. Ein erster Versteigerungstermin fand am 7. Dezember 1803 statt. Johann Hermann Eikermann von der Stätte Nr. 59 in Haustenbeck war mit 510 Reichstalern Meistbietender, verkauft wurde die Stätte zunächst jedoch noch nicht. Als aber auch beim zweiten Termin am 25. Januar 1804 kein höheres Gebot erzielt wurde, erhielt Johann Hermann Eikermann den Zuschlag. Die 510 Reichstaler musste er in Silbermünzen hinterlegen.<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> | Daraufhin wurde die Versteigerung der Stätte angeordnet und am 12. November 1803 wegen hoher Verschuldung ein Konkursverfahren eingeleitet. Ein erster Versteigerungstermin fand am 7. Dezember 1803 statt. Johann Hermann Eikermann von der Stätte Nr. 59 in Haustenbeck war mit 510 Reichstalern Meistbietender, verkauft wurde die Stätte zunächst jedoch noch nicht. Als aber auch beim zweiten Termin am 25. Januar 1804 kein höheres Gebot erzielt wurde, erhielt Johann Hermann Eikermann den Zuschlag. Die 510 Reichstaler musste er in Silbermünzen hinterlegen.<ref>Forschungen Walter Göbel.</ref> | ||