Kirchweg Kirche (Heiligenkirchen): Unterschied zwischen den Versionen

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1791 wurde von der Gottsbürener [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Stephan_Heeren Orgelbauerfamilie Heeren] eine Orgel für 400 Taler geliefert.<ref>{{GroßmannOrgeln1998}}.</ref> Deren Zinnpfeifen mussten im Ersten Weltkrieg zum Einschmelzen für Rüstungszwecke abgeliefert werden. 1919 wurden sie durch neue Orgelpfeifen ersetzt. Die Gemeindemitglieder spendeten dafür innerhalb weniger Tage 5000 Mark.  
1791 wurde von der Gottsbürener [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Stephan_Heeren Orgelbauerfamilie Heeren] eine Orgel für 400 Taler geliefert.<ref>{{GroßmannOrgeln1998}}.</ref> Deren Zinnpfeifen mussten im Ersten Weltkrieg zum Einschmelzen für Rüstungszwecke abgeliefert werden. 1919 wurden sie durch neue Orgelpfeifen ersetzt. Die Gemeindemitglieder spendeten dafür innerhalb weniger Tage 5000 Mark.  


Eine umfassende Renovierung war 1863 nach Plänen des Bau-Inspektors [https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893) Ferdinand Merckel] (1808–1893) erfolgt. Er ersetzte das Spitzbogenportal durch die noch heute vorhandene Rechtecköffnung und ein Maßwerkfenster darüber, nach dem Vorbild des benachbarten. Den relativ niedrigen und dunklen Kirchenraum empfand er als "kellerartig" und wollte ihn "freundlicher und heller" gestalten. Deswegen verlängerte er einige Fenster nach unten und brach eine zusätzliche Fensteröffnung an der Nordseite ein. Dazu musste die Hammerstein’sche Familiengruft abgebrochen werden. Die Emporen im Süden und Westen wurden durch größere ersetzt, da die wachsenden Einwohnerzahlen dies erforderten. Aus diesem Grund erhielt nun auch der Chor eine Empore. Man erreichte sie nur von außen durch eine Tür, die man unterhalb des Fensters in die Ostseite brach, wo sie sich noch heute befindet. Wenige Jahre später, 1871, erhielt auch die Südempore einen Außenzugang, indem man das kleine Fenster in der Nordwand des Seitenschiffs zu einer Tür vergrößerte und außen eine Treppe anbaute.<ref>Archiv der Lippischen Landeskirche, 04.03 Nr. 119.</ref> Ein Muster der hölzernen Brüstungstafeln der alten Emporen, mit offenen Maßwerksbögen, gelangte in die Sammlung des Lippischen Landesmuseums, wo es in der Dauerausstellung zu sehen ist.<ref> Lippisches Landesmuseum, Landesgeschichtliche Sammlung im Kornhaus aus Schieder, Erdgeschoss "Kirchenraum".</ref>
Eine umfassende Renovierung war 1863 nach Plänen des Bau-Inspektors [https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893) Ferdinand Merckel] (1808–1893) erfolgt. Er ersetzte das Spitzbogenportal durch die noch heute vorhandene Rechtecköffnung und ein Maßwerkfenster darüber, nach dem Vorbild des rechts anschließenden Fensters. Den relativ niedrigen und dunklen Kirchenraum empfand er als "kellerartig" und wollte ihn "freundlicher und heller" gestalten. Deswegen verlängerte er einige Fenster nach unten und brach eine zusätzliche Fensteröffnung an der Nordseite ein. Dazu musste die Hammersteinsche Familiengruft abgebrochen werden. Die Emporen im Süden und Westen wurden durch größere ersetzt, da die wachsenden Einwohnerzahlen dies erforderten. Aus diesem Grund wurde nun auch im Chor eine Empore errichtet. Man erreichte sie nur von außen durch eine Tür, die man unterhalb des Fensters in die Ostseite des Chores brach, wo sie sich noch heute befindet. Wenige Jahre später, 1871, erhielt auch die Südempore einen Außenzugang, indem man das kleine Fenster in der Nordwand des Seitenschiffs zu einer Tür vergrößerte und außen eine Treppe anbaute.<ref>Archiv der Lippischen Landeskirche, 04.03 Nr. 119.</ref> Ein Abschnitt der alten hölzernen Emporenbrüstungen mit offenen Maßwerkbögen gelangte in die Sammlung des Lippischen Landesmuseums, wo er in der Dauerausstellung zu sehen ist.<ref> Lippisches Landesmuseum, Landesgeschichtliche Sammlung im Kornhaus aus Schieder, Erdgeschoss "Kirchenhalle".</ref>


Aus dem Jahr 1937 sind zwei Fotografien des Innenraums überliefert, einmal der Blick vom Chor zur Westempore mit Orgel, zum anderen der Blick von Westen Richtung Chor. Die Aufnahmen fertigte Otto Gaul bei seinen Inventarisierungsarbeiten des Landkreises Detmold an. Sie werden im Landesdenkmalamt (jetzt: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen) in Münster verwahrt. Gaul hatte am 1. Oktober 1935 unter Leitung des lippischen Landeskonservators und Baurats Karl Vollpracht mit der Erfassung der Kunst- und Baudenkmäler im damaligen Freistaat Lippe begonnen, die in vier Inventarbänden (Stadt Detmold, Kreis Detmold, Stadt Lemgo, Kreis Lemgo) erscheinen sollten. Obwohl das Detmolder Inventar bei Kriegsbeginn fast druckfertig war, konnte es wegen der Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit nicht mehr erscheinen. Wegen der umfangreichen Restaurierungen in der Nachkriegszeit wurde dann eine aktualisierende Neubearbeitung notwendig. So erschien der Band Detmold Stadt erst 1968,<ref>{{GaulStadt1968}}. </ref> der für den Kreis Detmold jedoch bis heute nicht. Auch für Lemgo ist, erst 1983, nur der Band über die Stadt erschienen.<ref> {{GaulStadt1983}}.</ref> Zwei weitere Fotografien des Innenraums, die das zu Pfingsten festlich geschmückte Kirchenschiff in Ost- und Westrichtung zeigen, sind 1969 kurz vor Beginn der archäologischen Untersuchung angefertigt worden.<ref>{{HegerfeldGemeindezentrum1998}}}, S. 10. </ref>
Aus dem Jahr 1937 sind zwei Fotografien des Innenraums überliefert, einmal der Blick vom Chor zur Westempore mit der Orgel, zum anderen der Blick von Westen in Richtung Chor. Die Aufnahmen erstellte Otto Gaul bei seinen Inventarisierungsarbeiten des Landkreises Detmold, sie befinden sich im Bildarchiv des Landesdenkmalamtes (jetzt: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen) in Münster. Gaul hatte am 1. Oktober 1935 unter Leitung des lippischen Landeskonservators und Baurats Karl Vollpracht mit der Erfassung der Bau- und Kunstdenkmäler im damaligen Freistaat Lippe begonnen, die in vier Inventarbänden (Stadt Detmold, Kreis Detmold, Stadt Lemgo, Kreis Lemgo) erscheinen sollten. Obwohl das Detmolder Inventar bei Kriegsbeginn fast druckfertig war, blieb er bis heute unveröffentlicht. Wegen der umfangreichen Restaurierungen in der Nachkriegszeit wurde dann eine aktualisierende Neubearbeitung notwendig. So erschien der Band Stadt Detmold erst 1968,<ref>{{GaulStadt1968}}. </ref> der für den Kreis Detmold jedoch bis heute nicht. Auch für Lemgo ist, erst 1983, nur der Band über die Stadt erschienen.<ref> {{GaulStadt1983}}.</ref> Zwei weitere Fotografien des Innenraums, die das zu Pfingsten festlich geschmückte Kirchenschiff in Ost- und Westrichtung zeigen, wurden 1969 kurz vor Beginn der archäologischen Untersuchungen aufgenommen.<ref>{{HegerfeldGemeindezentrum1998}}}, S. 10. </ref>


1942 erfolgte ein Antrag der Gemeinde, eine Heizung mit Heizkeller anzulegen. Vollpracht genehmigte dies, wollte aber die sorgfältige Unterfangung der Fundamente selbst überwachen.<ref> LAV NRW OWL, L 104 Nr. 2. Daraus auch die folgenden Angaben zu den Renovierungen bis 1950. </ref> Erneut war 1950 wieder eine Heizung im Gespräch, diesmal jedoch eine Luftheizung. Schon zwei Jahre zuvor, 1948, wollte die Gemeinde das unbequeme, viel zu schmale Gestühl ersetzen und die Dachdeckung gegen dunkelbraune Pfannen austauschen, da die Biberschwanzdeckung abgängig war. Zu einer umfassenden Renovierung und der Erfüllung dieser Wünsche kam es aber erst 1969/70. Zuvor richtete die Gemeinde 1962 im Erdgeschoss des Turms eine Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege ein. Den Entwurf für die drei Namenstafeln hatte der in Lippe aufgewachsene Grafiker und Kunsterzieher Conrad von Witzleben-Wurmb (geb. 1933) 1960 gemacht. Die Mutter lebte 1962 noch im Pfarrhaus Heiligenkirchen (Adressbuch). Die Sandsteintafeln nennen die Namen und Lebensdaten der Gefallenen beider Weltkriege aus Hornoldendorf und Heiligenkirchen.<ref> Liste abgedruckt in {{WendtAmt1965}}, S. 159–164. </ref> Ein älteres Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus den Gemeinden Heiligenkirchen und Hornoldendorf hatte bis dahin auf dem [[Kirchhof (Heiligenkirchen)|Kirchhof]] gestanden. 1956 wurde noch eine Ansichtskarte dieses Denkmals verschickt.<ref> LLB: ME-PK-24-44, gestempelt 2.1.1956. </ref>  
1942 stellte die Gemeinde einen Antrag, eine Heizung mit Heizkeller anzulegen. Landeskonservator Karl Vollpracht genehmigte diesen, wollte aber die sorgfältige Unterfangung der Fundamente selbst überwachen.<ref> LAV NRW OWL, L 104 Nr. 2. Daraus auch die folgenden Angaben zu den Renovierungen bis 1950.</ref> 1950 war wieder eine Heizung im Gespräch, diesmal jedoch eine Luftheizung. Schon zwei Jahre zuvor, 1948, wollte die Gemeinde das unbequeme, viel zu schmale Gestühl ersetzen und die Dachdeckung gegen dunkelbraune Pfannen austauschen, da die alte Biberschwanzdeckung abgängig war. Zu einer umfassenden Renovierung der Kirche kam es aber erst 1969/70. Zuvor richtete die Gemeinde 1962 im Erdgeschoss des Turms eine Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege ein. Den Entwurf für die drei Namenstafeln hatte der in Lippe aufgewachsene Grafiker und Kunsterzieher Conrad von Witzleben-Wurmb (geb. 1933) 1960 gemacht. Die Mutter lebte 1962 noch im Pfarrhaus Heiligenkirchen (Adressbuch). Die Sandsteintafeln nennen die Namen und Lebensdaten der Gefallenen beider Weltkriege aus Hornoldendorf und Heiligenkirchen.<ref> Liste abgedruckt in {{WendtAmt1965}}, S. 159–164. </ref> Ein älteres Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus den Gemeinden Heiligenkirchen und Hornoldendorf hatte bis dahin auf dem [[Kirchhof (Heiligenkirchen)|Kirchhof]] gestanden. 1956 wurde noch eine Ansichtskarte dieses Denkmals verschickt.<ref> LLB: ME-PK-24-44, gestempelt 2.1.1956. </ref>  


[[Datei:DT-Hk_KircheinnenME-PK-24-118.jpg|thumb|Kircheninneres, Blick vom Chor zum Turm, um 1970, LLB: ME-PK-24-118]]
[[Datei:DT-Hk_KircheinnenME-PK-24-118.jpg|thumb|Kircheninneres, Blick vom Chor zum Turm, um 1970, LLB: ME-PK-24-118]]


1969/70 erfolgte die letzte umfassende Renovierungsmaßnahme. Für den Einbau einer Warmluft-Heizung musste der Fußboden tief ausgeschachtet werden. Dies gab Gelegenheit zu einer archäologischen Untersuchung, die Uwe Lobbedey leitete.<ref>{{LobbedeyHeiden1971}}.</ref> Dabei konnte auch eine gut erhaltene Wandmalerei in einer vermauerten Sakramentsnische der Nordwand freigelegt werden. Sie zeigt vor einem regelmäßigen gotischen Blattmotiv das Kreuz mit den Leidenswerkzeugen, 'arma Christi', Dornenkrone, Geißel, Lanze und essiggetränkter Schwamm. Die Restaurierung dieses Wandgemäldes wie auch der aufgemalten Gewölbegliederung im Seitenschiff übernahm die Firma Ochsenfarth aus Paderborn. Nur eine fragmentarische Darstellung des Martyriums des Heiligen Erasmus am südlichen Chorpfeiler sowie andere Fragmente wurden nach ihrer Dokumentation übermalt.  
1969/70 erfolgte die letzte umfassende Renovierung der Kirche. Für den Einbau einer Warmluft-Heizung musste der Fußboden tief ausgeschachtet werden. Dies gab Gelegenheit zu einer archäologischen Untersuchung, die Uwe Lobbedey leitete.<ref>{{LobbedeyHeiden1971}}.</ref> Dabei konnte auch eine gut erhaltene Wandmalerei in einer vermauerten Sakramentsnische der Nordwand freigelegt werden. Sie zeigt vor einem regelmäßigen gotischen Blattmotiv das Kreuz mit den Leidenswerkzeugen, den ''arma Christi'': Dornenkrone, Geißel, Lanze und essiggetränkter Schwamm. Die Restaurierung dieses Wandgemäldes wie auch der aufgemalten Gewölbegliederung im Seitenschiff übernahm die Firma Ochsenfarth aus Paderborn. Eine fragmentarisch erhaltene Darstellung des Martyriums des Heiligen Erasmus am südlichen Chorpfeiler sowie einige weitere Malereifragmente wurden nach ihrer Dokumentation wieder übermalt.  


Die Gesamtleitung der Baumaßnahmen lag bei dem Detmolder Regierungs-Baudirektor Kurt Wiersing. Rund um die Kirche wurde eine Ringdrainage verlegt, um die Wasseraufnahme des Mauerwerks zu reduzieren. Aus dem gleichen Grund und "um das äußere Erdreich an das innere Fußbodenniveau anzugleichen", wurde der Boden westlich und südlich der Kirche um etwa 50 Zentimeter abgetragen. Im Lauf der Jahrhunderte war das äußere Bodenniveau erheblich angestiegen.  
Die Gesamtleitung der Baumaßnahmen lag bei dem Detmolder Regierungs-Baudirektor Kurt Wiersing. Rund um die Kirche wurde eine Ringdrainage verlegt, um die Wasseraufnahme des Mauerwerks zu reduzieren. Aus dem gleichen Grund und "um das äußere Erdreich an das innere Fußbodenniveau anzugleichen", wurde der Boden westlich und südlich der Kirche um etwa 50 Zentimeter abgetragen. Im Lauf der Jahrhunderte war das äußere Bodenniveau erheblich angestiegen.  


Im Inneren wurde ein Großteil der Ausstattung entfernt: der Altar, das Kirchengestühl, die Vertäfelung und die Empore im Chor, die Westempore mit der Orgel und die Südempore, ebenso die Kanzel an der Nordseite, die beiden vielarmigen Hängeleuchter und ein am Mittelpfeiler aufgestellter Ofen. Nur im Süden und Osten wurden neue Emporen eingebaut, der Westen blieb frei.  
Die Dächer der Kirche wurden mit braunen Ton-Hohlpfannen neu gedeckt. Dabei wurden die steinernen Ortgänge der beiden Quergiebel an der Südseite und des Ostgiebels am Chor beseitigt.


Der Detmolder Künstler [https://lippelex.de/index.php?title=Ehlers,_Karl_(1904-1973) Karl Ehlers] (1904–1973) schuf die neue schlichte Ausstattung von Altar, Ambo und Taufbecken aus Sandstein, welche noch heute in Gebrauch ist.  
Im Inneren wurde ein Großteil der historischen Ausstattung entfernt: der Altar, das Kirchengestühl, die Vertäfelung und die Empore im Chor, die Westempore mit der Orgel und die Südempore, ebenso die Kanzel an der Nordseite, die beiden vielarmigen Hängeleuchter und ein am Mittelpfeiler aufgestellter Ofen. Nur im Süden und Osten wurden neue Emporen eingebaut, der Westen blieb frei.  


Die entfernte Heeren-Orgel von 1791, deren Pfeifen im Ersten Weltkrieg abgeliefert werden mussten und eingeschmolzen wurden, konnte schon 1919 ersetzt werden.<ref> {{ButterweckGeschichte1926}}, S. 414. </ref> Die Gemeinde brachte dazu 1918 innerhalb weniger Tage 5000 Mark an Spenden auf. Diese auf der Westempore stehende Orgel wurde 1973 durch eine Orgel auf der Chorempore ersetzt. Der laut Inschrift 1700 gebaute barocke Orgelprospekt stammt aus der Herforder Werkstatt von Hinrich Klausing. Bis 1894 stand er in der Kirche von [[Bösingfeld]], wurde dann ausgebaut und eingelagert und zuletzt im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold (jetzt: LWL-Freilichtmuseum) aufbewahrt. Die Firma Tombusch aus Ascheberg restaurierte ihn, ergänzte abgängige Teile und stellte das Orgelgehäuse am neuen Standort auf. Die neue Orgel baute die Saarbrücker Firma Walcker. Das Instrument hat 15 Register (Pfeifenreihen gleicher Klangfarbe), zwei Manuale (Klaviaturen) und ein Pedal.<ref>Westfalen 53, 1975, S. 477.</ref> "Der 1972 in den Kirchenraum übertragene und ergänzte Orgelprospekt von 1700 wurde 1974 nach historischen Vorbildern farbig gefaßt."<ref>Westfalen 1978, S. 458.</ref> Schon nach 13 Jahren, 1986, war eine Erneuerung der Orgel notwendig, welche die Firma Steinmann aus Vlotho ausführte.  
Der Detmolder Künstler [https://lippelex.de/index.php?title=Ehlers,_Karl_(1904-1973) Karl Ehlers] (1904–1973) schuf eine neue schlichte Ausstattung mit Altar, Ambo und Taufbecken aus Sandstein, die noch heute in Gebrauch ist.
 
Die entfernte Heeren-Orgel von 1791, deren Pfeifen im Ersten Weltkrieg abgeliefert werden mussten und eingeschmolzen wurden, konnte schon 1919 ersetzt werden.<ref> {{ButterweckGeschichte1926}}, S. 414. </ref> Die Gemeinde brachte dazu 1918 innerhalb weniger Tage 5000 Mark an Spenden auf. Diese auf der Westempore stehende Orgel wurde 1973 durch eine Orgel auf der Chorempore ersetzt. Der laut Inschrift 1700 gebaute barocke Orgelprospekt stammt aus der Herforder Werkstatt von Hinrich Klausing. Bis 1894 stand er in der Kirche von [[Bösingfeld]], wurde dann ausgebaut und zuletzt im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold (jetzt: LWL-Freilichtmuseum) eingelagert. Die Firma Tombusch aus Ascheberg restaurierte ihn, ergänzte abgängige Teile und stellte das Orgelgehäuse am neuen Standort auf. Das neue Orgelwerk baute die Saarbrücker Firma Walcker. Das Instrument hat 15 Register (Pfeifenreihen gleicher Klangfarbe), zwei Manuale (Klaviaturen) und ein Pedal.<ref>Westfalen 53, 1975, S. 477.</ref> "Der 1972 in den Kirchenraum übertragene und ergänzte Orgelprospekt von 1700 wurde 1974 nach historischen Vorbildern farbig gefaßt."<ref>Westfalen 1978, S. 458.</ref> Schon nach 13 Jahren, 1986, war eine Erneuerung der Orgel notwendig, welche die Firma Steinmann aus Vlotho ausführte.  


1977 wurden das Kirchturmdach an West- und Nordseite mit Schiefer neu gedeckt.<ref> Westfalen 1984, S. 499.</ref>
1977 wurden das Kirchturmdach an West- und Nordseite mit Schiefer neu gedeckt.<ref> Westfalen 1984, S. 499.</ref>