Neue Torstraße 14 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

Geschichte: Text zur Geschichte ergänzt
Inschriften: Inschriften ergänzt
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==Inschriften==
==Inschriften==
Ein im Lippischen Landesmuseum Detmold befindliches Skizzenbuch von Emil Zeiß (1833-1908, Skizzenbuch 23, um 1875-77) überliefert zwei nicht mehr vorhandene Inschriften am Haus "B(lomberg) No. 42, Paulsen":
POST TER QVINGENTOS ET SEXAGINTA DECEMBRES CVMME GOT IST [...] IVSTVS PIDERITIVS / ANNVS AB ENIXA VIRLINIS [virginis?] SFXTV [...] BAT. [...]OVI . CHR[...] HAC PRÆCO FIDVS · IN · [...]
Der unvollständige und offensichtlich fehlerhafte lateinische Text ist nur schwer zu übersetzen: „Nach dreimal fünfhundert und sechzig Dezembers mit mir [deutsch: Gott ist ...] Iustus Pideritius / Im sechsten (?) Jahr seit Geburt der Jungfrau [...] dieser treue Herold in [...]“
Diese lateinische Inschrift befand sich offenbar am Giebelbalken der Fassade, die enthaltene Datierung Dezember 1560 (TER QVINGENTOS ET SEXAGINTA DECEMBRES) stimmt mit den Dendrodaten aus dem Dachwerk überein.
Ein reicher, im Stil der Spätrenaissance dekorierter Torbogen trug die Datierung: . 1 . 5  8 . 7 .
Dieser Torbogen wurde bei einem Umbau des Hauses 1587 eingefügt. Seitlich (auf den Torkopfbändern) sind Wappen in Rollwerkkartuschen angedeutet; links (heraldisch rechts) ein Tier mit einem Stab im Maul, rechts eine Kralle oder Tatze. Diese Motive können als Wappen der Familie Höcker (Otter, nach dem belegten Beinamen „Otterjeger“, vgl. Langer Steinweg 12, Kamin mit Wappen) und von  Hoya (Bärentatze) identifiziert werden. Sie beziehen sich auf Franz Höcker, Amtmann in Barntrup und Sohn des Blomberger Amtmanns Johann Höcker (den Rolf als Bauherrn angenommen hatte), der um 1586 Anna von der Hoya aus Minden, eine illegitime Nachfahrin der Grafen von Hoya, geheiratet hatte.
Der Inschriftbalken von 1560 und der Torbogen von 1587 wurden bei der massiven Erneuerung der Fassade um 1900 beseitigt.


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==