Lenstruper Weg 38 (Remmighausen): Unterschied zwischen den Versionen

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Um 1390 im Landschatzregister "To Lenstynchtorpe" bereits unter dem Namen "Stokebrant" verzeichnet.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.</ref> Ebenso 1497, wo Stokebranth in Lendenstorpe (Lenstrup) zu 6 Mark veranlagt wird.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.</ref> 1507 zahlte Stokebrant 2½ g Landschatz <ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.</ref> und 1590 dann 2 Fl. 1 Ort.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> Erneut wurde der Hof 1618 in einem Landschatzregister aufgeführt: Lenstorff (Lenstrup) Stockebrantt 4 Gfl. 20 Gr.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref>
Um 1390 im Landschatzregister "To Lenstynchtorpe" bereits unter dem Namen "Stokebrant" verzeichnet.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.</ref> Ebenso 1497, wo Stokebranth in Lendenstorpe (Lenstrup) zu 6 Mark veranlagt wird.<ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.</ref> 1507 zahlte Stokebrant 2½ g Landschatz <ref>{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.</ref> und 1590 dann 2 Fl. 1 Ort.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> Erneut wurde der Hof 1618 in einem Landschatzregister aufgeführt: Lenstorff (Lenstrup) Stockebrantt 4 Gfl. 20 Gr.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref>


1614 nennt das Salbuch der Vogtei Detmold unter Nr. 302: "Stockebrandtt. Pferde 7, 2 Vahlen; das Land zu 1½ F. Haber; Hawwachs zu 4 F.; zu vollr Mastung 8 Schweine; Kühe 7, Rinder 4, Kelbr 4, Schweine 19. M. G. H. jahrlichs 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehen-den 2½ Mt. Korn, auch den Fleischzehenden. Den Dienst und Burgfest M. G. H. <Volspenner.> Gibt auch jahrlichs in die Rentcammer, zum halben Landschatze 2 Gfl. 10 Gr. Symon Schwartz jahrlichs 4 Stuck Jarn. Hat ufm Zinse 40 Tlr."<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.</ref> Im Salbuch von 1721 heißt es zu Stockebrands gebäuden: "Ein Wohnhauß so baufällig ist, Ein Leibzuchtshauß, Ein Backhauß, Ein Schoppen."<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 182.</ref> Nach dem Salbuch von 1782 ist Stockebrand zu Lenstrup ein Mittelhalbmeyer, der Landesherrschaft leibeigen, besitzt von dieser das Gut meierstättisch und zahlt Sterbfall und Weinkauf. Er besitzt an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus mit Schoppen, Backhaus, einen Kotten.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 823.</ref> 1783 baute Jobst Grote auf dem Kolonat Stockebrand Nr. 5 einen Kotten.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 1: Kottenbau des Jobst Grote auf dem Kolonat Stockebrand Nr. 5 zu Remmighausen, 1783.</ref>
1614 nennt das Salbuch der Vogtei Detmold unter Nr. 302: "Stockebrandtt. Pferde 7, 2 Vahlen; das Land zu 1½ F. Haber; Hawwachs zu 4 F.; zu vollr Mastung 8 Schweine; Kühe 7, Rinder 4, Kelbr 4, Schweine 19. M. G. H. jahrlichs 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehen-den 2½ Mt. Korn, auch den Fleischzehenden. Den Dienst und Burgfest M. G. H. <Volspenner.> Gibt auch jahrlichs in die Rentcammer, zum halben Landschatze 2 Gfl. 10 Gr. Symon Schwartz jahrlichs 4 Stuck Jarn. Hat ufm Zinse 40 Tlr."<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.</ref> 1640 war Stockebrand ein Vollmeier, der Landesherrschaft leibeigen, zahlte den Zehnten an die von Schwarze auf [[Heidenoldendorfer Straße 51 (Detmold)|Gut Braunenbruch]].<ref>Salbuch lt. {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 31.</ref>
Im Salbuch von 1721 heißt es zu Stockebrands Gebäuden: "Ein Wohnhauß so baufällig ist, Ein Leibzuchtshauß, Ein Backhauß, Ein Schoppen."<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 182.</ref> Nach dem Salbuch von 1782 ist Stockebrand zu Lenstrup ein Mittelhalbmeyer, der Landesherrschaft leibeigen, besitzt von dieser das Gut meierstättisch und zahlt Sterbfall und Weinkauf. Er besitzt an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus mit Schoppen, Backhaus, einen Kotten.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 823.</ref> 1783 baute Jobst Grote auf dem Kolonat Stockebrand Nr. 5 einen Kotten.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 1: Kottenbau des Jobst Grote auf dem Kolonat Stockebrand Nr. 5 zu Remmighausen, 1783.</ref>
1784 und 1788 wurden zwei Kotten errichtet, deren Bauherrschaft in einer Inschrift (s. u.) genannt wird als Simon August Meyer zu Beerentrup wird Stockebrand und Friederike Katharine Charlotte Stockebrand, die Anerbin in Lenstrup, Nr. 5. Diese Bautätigkeit ist auch archivalisch belegt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 2: Kottenbau des Kolons Stockebrand Nr. 5 zu Lenstrup auf dem Hellbrink, 1787.</ref>
1784 und 1788 wurden zwei Kotten errichtet, deren Bauherrschaft in einer Inschrift (s. u.) genannt wird als Simon August Meyer zu Beerentrup wird Stockebrand und Friederike Katharine Charlotte Stockebrand, die Anerbin in Lenstrup, Nr. 5. Diese Bautätigkeit ist auch archivalisch belegt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 2: Kottenbau des Kolons Stockebrand Nr. 5 zu Lenstrup auf dem Hellbrink, 1787.</ref>


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==Gebäude==
==Gebäude==
Kotten auf dem Helbrink auf dem vom Henklerschen Hof in [[Schönemark]] Nr. 5 angekauften Hudekamp, 22 ½ Scheffelsaat, und der eigenen Kuhwiese 1 ½ Scheffelsaat 2 Metzen.<ref>{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 28.</ref>


==Inschriften==
==Inschriften==
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1618 Stockebrantt.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> Es gab 2 Söhne: Johann, geb. um 1610, und Heinrich, geb. um 1615.<ref>Salbuch 1640 lt. {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 30.</ref>
1618 Stockebrantt.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.</ref> Es gab 2 Söhne: Johann, geb. um 1610, und Heinrich, geb. um 1615.<ref>Salbuch 1640 lt. {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 30.</ref>


1614 Stockebrandtt.<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.</ref>  
1614 Stockebrandtt.<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.</ref>
 
8.4.1683 "der alte Stockebrand gestorben" (Kirchenbuch).<ref>Nach {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 29.</ref>


1721 Stockebrand.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 182.</ref>  
1721 Stockebrand.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 182.</ref>