Hörster Bruch 8 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

Dr. Horst Wissbrock (Diskussion | Beiträge)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Gebäude: Baubeschreibung ergänzt
Zeile 49: Zeile 49:
4.) ''Das zu einer Mühle angelegte, jetzt aber zu einem Kotten aptierte Gebäude ist in gutem Stande und das Dach mit Ziegelsteinen behangen, jedoch fe(h)lt der Giebel, welchen Colonus in diesem Sommer aus den bereits vorrätigen Holtze die Bretter schneiden laßen will.''
4.) ''Das zu einer Mühle angelegte, jetzt aber zu einem Kotten aptierte Gebäude ist in gutem Stande und das Dach mit Ziegelsteinen behangen, jedoch fe(h)lt der Giebel, welchen Colonus in diesem Sommer aus den bereits vorrätigen Holtze die Bretter schneiden laßen will.''


Das '''Meierhaus von 1751''' ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Stein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen wieder eingebaut (vgl. Fotos).  
Das '''Meierhaus von 1751''' ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Backstein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen von 1751, der im Haus erhalten geblieben war, wieder eingebaut (vgl. Fotos).  


Das '''Leibzuchtshaus''' ist ein Dreiständerbau des 16. Jahrhunderts von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbuung), der Torbogen ist ohne Inschrift. Die verbretterten Giebel sind auf gekehlten Taubandknaggen vorgekragt.<ref>Vgl. Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960, Taf. 169.</ref> Das Gebäude steht etwas versteckt hinter Bäumen nördlich des Haupthauses.
Das '''Leibzuchtshaus''' ist ein Dreiständerbau des 16. Jahrhunderts (um 1560-1580) von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbung), der Torbogen ist ohne Inschrift. Die verbretterten Giebel sind auf gekehlten Taubandknaggen vorgekragt, Haupt- und Eckständer mit gekehlten Kopfbändern.<ref>Vgl. Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960, Taf. 169, dort unter dem falschen Hofnamen "Beeke".</ref> Das Gebäude steht etwas versteckt hinter Bäumen nördlich des Haupthauses.
   
   
Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.<ref>LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431</ref> Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune.
Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.<ref>LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431</ref> Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune.


==Inschriften<ref>[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]</ref>==
==Inschriften<ref>[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]</ref>==