Obere Schanze 24 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
||
| Zeile 23: | Zeile 23: | ||
[[Datei:Detmold - 2017-09-10 - Obere Schanze 24 (03).jpg|thumb|Obere Schanze 24, Foto: Tsungam]] | [[Datei:Detmold - 2017-09-10 - Obere Schanze 24 (03).jpg|thumb|Obere Schanze 24, Foto: Tsungam]] | ||
Eineinhalbgeschossiger Holzbau von 1896 wohl aus Fachwerk mit horizontaler Bretterverschalung und flach geneigtem, weit überstehendem Pfettendach, Untergeschoss Bruchstein in starker Hanglage. Hauptgeschoss mit dreiseitig umlaufendem Balkon, um 1970 in Stahlbeton | Eineinhalbgeschossiger Holzbau im "Schweizer Stil" von 1896 wohl aus Fachwerk mit horizontaler Bretterverschalung und flach geneigtem, weit überstehendem Pfettendach, Untergeschoss aus Bruchstein in starker Hanglage. Hauptgeschoss mit dreiseitig umlaufendem Balkon, um 1970 in Stahlbeton erneuert, weiterer Balkon vor dem Dachgeschoss am Südgiebel. Im Hauptgeschoss offene Loggien an beiden Gebäudeecken mit hölzernen Pfeilern und dekorativen Kopfbändern. Tür- und Fensterumrahmungen, Balkonbrüstung (nur oben erhalten) mit reicher Laubsägedekoration im Stil des "dekorativen Holzbaus". | ||
Die reiche hölzerne Innenausstattung sollte das Können des Hoftischlers Begemann demonstrieren: Eingangshalle mit toskanischen Säulen und Tonnengewölbe, Hauptraum (Empfangszimmer, Herrenzimmer?) mit Täfelung und Türen in "Deutscher Renaissance", weiteres Zimmer (Damensalon?) mit Neurockoko-Ausstattung, Stuckdecke. | |||
"Das giebelständige Gebäude ist im Souterraingeschoss aus sichtbarem Bruchsteinmauerwerk, im Hauptgeschoss und Dachgeschoss aus Holz mit waagerechter Struktur errichtet. An der Straßengiebelseite im Hauptgeschoss befinden sich zwei Ecknischen hinter profilierten Eckpfosten mit profilierten Kopfbändern aus waagerecht geschichteten Balken. Dem Hauptgeschoss und den beiden Ecknischen ist zur Straße ein (in Stahlbeton erneuerter) Balkon in der gesamten Hausbreite vorgelagert, die Brüstung ist dabei schlicht erneuert worden. Das Dachgeschoss mit hohem Drempel kragt über stark profilierte Balkenköpfe und Füllhölzer vor und ist von einem weit überstehenden Satteldach mit profilierten Sparrenköpfen und konsolartig abgestützten Pfetten überdeckt. Die Dachdeckung besteht aus roten Doppelmuldenfalzziegeln, der Ziegelsteinkamin ist am Kopf reizvoll profiliert und überdacht. Am Ortgang befinden sich reich profilierte und beschnitzte Leisten. Dem Dachgeschoss ist zur Straße ein Holzbalken auf Bügen vorgelagert; die Brüstungsbretter sind mit reich bewegten Konturen gestaltet. Die original erhaltenen Fenster aus Eichenholz mit wuchtigen, profilierten Kämpfern sind von Zierrahmungen mit animalischen Kopfmotiven umgeben. Die gut gearbeitete Haustür im Hauptgeschoss ist über eine hölzerne Außentreppe erreichbar. Im Inneren außergewöhnlich reichhaltige, aufwendige und gediegene Ausstattung mit toskanischen Säulen und Holzgewölbe im Flur sowie reich geschnitzten Wandpaneelen, getäfelten (z.T. stuckierten und bemalten) Decken und aufwendig gearbeiteten Holzfußböden in den Wohnräumen des Haupthauses."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | "Das giebelständige Gebäude ist im Souterraingeschoss aus sichtbarem Bruchsteinmauerwerk, im Hauptgeschoss und Dachgeschoss aus Holz mit waagerechter Struktur errichtet. An der Straßengiebelseite im Hauptgeschoss befinden sich zwei Ecknischen hinter profilierten Eckpfosten mit profilierten Kopfbändern aus waagerecht geschichteten Balken. Dem Hauptgeschoss und den beiden Ecknischen ist zur Straße ein (in Stahlbeton erneuerter) Balkon in der gesamten Hausbreite vorgelagert, die Brüstung ist dabei schlicht erneuert worden. Das Dachgeschoss mit hohem Drempel kragt über stark profilierte Balkenköpfe und Füllhölzer vor und ist von einem weit überstehenden Satteldach mit profilierten Sparrenköpfen und konsolartig abgestützten Pfetten überdeckt. Die Dachdeckung besteht aus roten Doppelmuldenfalzziegeln, der Ziegelsteinkamin ist am Kopf reizvoll profiliert und überdacht. Am Ortgang befinden sich reich profilierte und beschnitzte Leisten. Dem Dachgeschoss ist zur Straße ein Holzbalken auf Bügen vorgelagert; die Brüstungsbretter sind mit reich bewegten Konturen gestaltet. Die original erhaltenen Fenster aus Eichenholz mit wuchtigen, profilierten Kämpfern sind von Zierrahmungen mit animalischen Kopfmotiven umgeben. Die gut gearbeitete Haustür im Hauptgeschoss ist über eine hölzerne Außentreppe erreichbar. Im Inneren außergewöhnlich reichhaltige, aufwendige und gediegene Ausstattung mit toskanischen Säulen und Holzgewölbe im Flur sowie reich geschnitzten Wandpaneelen, getäfelten (z.T. stuckierten und bemalten) Decken und aufwendig gearbeiteten Holzfußböden in den Wohnräumen des Haupthauses."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | ||