Mühlenbrede Jüdischer Friedhof (Hohenhausen): Unterschied zwischen den Versionen
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Das Friedhofsgrundstück reichte ursprünglich bis zur Lemgoer Straße, doch wurde der obere Teil (Flurstück 330) abgetrennt und bebaut. | Das Friedhofsgrundstück reichte ursprünglich bis zur Lemgoer Straße, doch wurde der obere Teil (Flurstück 330) abgetrennt und bebaut. | ||
Der | Der [[Herforder Straße Jüdischer Friedhof (Hohenhausen)|ältere jüdische Friedhof]] von Hohenhausen lag nahe dem Wohnplatz Bruch. | ||
1857 erwarb die jüdische Gemeinde ein zwischen Mühlenbrede und Lemgoer Chaussee reichendes Gartengrundstück des [[Hohenhauser Straße 5 (Hohenhausen)|Hofes Nr. 6]], um hier einen neuen Friedhof anzulegen. Er wurde vier Jahre später, 1861, in Anwesenheit des Landrabbiners eingeweiht. Die letzte Beisetzung fand 1917 statt.<ref>{{KleinmannsZeichen2019}}.</ref> 1936/37 beklagte Moritz Rülf den Zustand des Friedhofs. Nur ein Teil der Grabsteine stand noch aufrecht. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kam es zu Schändungen und Grabsteine wurden zertrümmert und entfernt. Von den 16 nachweisbaren Grabstätten ist hier nur noch der Grabstein der 1874 beigesetzten Betty Arensberg erhalten, der bei Ausschachtungsarbeiten gefunden wurde. Er steht seit etwa 1955 wieder auf dem Friedhof. Acht weitere Grabsteine wurden 1948 bei der Wiederherstellung des während der Reichspogromnacht 1938 vollständig zerstörten [[Ostertor-Wall Jüdischer Friedhof (Lemgo)|jüdischen Friedhofs in Lemgo]] dort aufgestellt.<ref>Walter Otto, Ortsartikel Kalletal-Hohenhausen, in: {{HengstHandbuch2013}}, S. 463-468, hier S. 467.</ref> | 1857 erwarb die jüdische Gemeinde ein zwischen Mühlenbrede und Lemgoer Chaussee reichendes Gartengrundstück des [[Hohenhauser Straße 5 (Hohenhausen)|Hofes Nr. 6]], um hier einen neuen Friedhof anzulegen. Er wurde vier Jahre später, 1861, in Anwesenheit des Landrabbiners eingeweiht. Die letzte Beisetzung fand 1917 statt.<ref>{{KleinmannsZeichen2019}}.</ref> 1936/37 beklagte Moritz Rülf den Zustand des Friedhofs. Nur ein Teil der Grabsteine stand noch aufrecht. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kam es zu Schändungen und Grabsteine wurden zertrümmert und entfernt. Von den 16 nachweisbaren Grabstätten ist hier nur noch der Grabstein der 1874 beigesetzten Betty Arensberg erhalten, der bei Ausschachtungsarbeiten gefunden wurde. Er steht seit etwa 1955 wieder auf dem Friedhof. Acht weitere Grabsteine wurden 1948 bei der Wiederherstellung des während der Reichspogromnacht 1938 vollständig zerstörten [[Ostertor-Wall Jüdischer Friedhof (Lemgo)|jüdischen Friedhofs in Lemgo]] dort aufgestellt.<ref>Walter Otto, Ortsartikel Kalletal-Hohenhausen, in: {{HengstHandbuch2013}}, S. 463-468, hier S. 467.</ref> | ||