Ostertor-Wall Jüdischer Friedhof (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen

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}}Der alte jüdische Friedhof befindet sich am Ostertorwall, Ecke [[Hirtenstraße (Lemgo)|Hirtenstraße]] am Abhang von der Stadtmauer zum inneren Graben, Parzelle 43.
}}Der alte jüdische Friedhof befindet sich am Ostertorwall, Ecke [[Hirtenstraße (Lemgo)|Hirtenstraße]] am Abhang von der Stadtmauer zum inneren Graben, Parzelle 43.
==Geschichte==
==Geschichte==
Das Gelände hatte - widersprüchliche Angaben bei Pracht und Pohlmann - 1686 der Hoffaktor Samuel Goldschmidt oder 1721 der Hofjude Isaak Goldschmidt gekauft. Bestattungen fanden hier bis 1911 statt, bis um 1859 auch von der Braker Gemeinde genutzt. Der Friedhof wurde wie auch der [[ (Lemgo)|neue jüdische Friedhof]] während der Novemberpogrome 1938 verwüstet. Die Grabsteine wurden abgeräumt, die eisernen Torflügel verschrottet und das Gelände eingeebnet. 1940 ging der Friedhof in das Eigentum der Stadt Lemgo über.<ref>{{PrachtKulturerbe1998}}, S. 327 f.</ref> 1948 wurden hier 8 Grabsteine vom [[ (Hohenhausen)|jüdischen Friedhof in Hohenhausen]] aufgestellt. Der älteste stammt von 1852.<ref>Klaus Pohlmann, Ortsartikel Lemgo, in {{HengstHandbuch2013}}, S. 489-500, hier S. 498.</ref>
Das Gelände hatte - widersprüchliche Angaben bei Pracht und Pohlmann - 1686 der Hoffaktor Samuel Goldschmidt oder 1721 der Hofjude Isaak Goldschmidt gekauft. Bestattungen fanden hier bis 1911 statt, bis um 1859 auch von der Braker Gemeinde genutzt. Der Friedhof wurde wie auch der [[Konsul-Wolff-Straße Jüdischer Friedhof (Lemgo)|neue jüdische Friedhof]] während der Novemberpogrome 1938 verwüstet. Die Grabsteine wurden abgeräumt, die eisernen Torflügel verschrottet und das Gelände eingeebnet. 1940 ging der Friedhof in das Eigentum der Stadt Lemgo über.<ref>{{PrachtKulturerbe1998}}, S. 327 f.</ref> 1948 wurden hier 8 Grabsteine vom [[Mühlenbrede Jüdischer Friedhof (Hohenhausen)|jüdischen Friedhof in Hohenhausen]] aufgestellt. Der älteste stammt von 1852.<ref>Klaus Pohlmann, Ortsartikel Lemgo, in {{HengstHandbuch2013}}, S. 489-500, hier S. 498.</ref>


Am 19.12.1991 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Lemgo eingetragen.
Am 19.12.1991 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Lemgo eingetragen.