Brokhauser Straße 54 (Brokhausen)

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Brokhauser Straße 54 (Brokhausen)
OrtsteilBrokhausen
StraßeBrokhauser Straße (Brokhausen)
Hausnummer54
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeBrokhausen
Hausnummer007

Vor 1614 gegründete Hausstätte, ehemalige Kolonatsnummer Brokhausen Nr. 7.

Geschichte

Erstmals genannt im Salbuch der Vogtei Detmold 1614 als Halbspänner: "93. Camp Hanß I.G. eigen; gibt den gewönlichen Landschatz. Ein Halbspenner. Dienet mit Brinckhherman als seinem Zuspan umb die andern Wochen 1 Tag; gibt I.G. 1 Rauchhuen (nun werden 2 gefürdert); zu Borckfest 1½ Tlr. Muntz. Gibt den Cottmans in Lembgo 21 Schfl. Habern, noch den Florckhen den Zehen- den zu 8 Schfl. Habern und 8 Schfl. Hartkorn, noch 1 Mt. Hartkorn naher der Lage an Jost Organisten. Item 5 Huner nach Lembgo. Dienet auch 2 Tage nach Lembgo." sowie "93. Camp Hanß I.G. eigen; gibt den gewönlichen Landschatz. Ein Halbspenner. Dienet mit Brinckhherman als seinem Zuspan umb die andern Wochen 1 Tag; gibt I.G. 1 Rauchhuen (nun werden 2 gefürdert); zu Borckfest 1½ Tlr. Muntz. Gibt den Cottmans in Lembgo 21 Schfl. Habern, noch den Florckhen den Zehen- den zu 8 Schfl. Habern und 8 Schfl. Hartkorn, noch 1 Mt. Hartkorn naher der Lage an Jost Organisten. KItem 5 Huner nach Lembgo. Dienet auch 2 Tage nach Lembgo."[1]

Laut Salbuch der Vogtei Detmold von 1721 ist Johan Cordt Kamp zu Brockhausen nur noch ein Kleinkötter, gnädigster Herrschaft eigen, besitzt das Gut meierstättisch, gibt derselben Weinkauf und Sterbfall. Er besitzt ein Wohnhaus, ein verfallenes Leibzuchtshaus, Pferdehaus, Schoppen.[2]

Im Salbuch von 1782 ist Kampmeyer dann vom Kleinkötter zum Mittelkötter hochgestuft: Nr. 7 Kampmeyer, ein Mittelkötter, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, besitzt des Kolonat von dieser meierstättisch, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Schoppen mit Pferdehaus.[3]

Gebäude

Inschriften

Auf dem Torbogen:[4]
"Laß dich Herr durch mein Gebet bewegen, komm in mein Herz und Haus und bringe mir
den Segen: Nichts richten Müh und Fleiß ohn Deine Hülfe aus wo Du mit Gnaden bist, komm
Segen in das Haus. Der Herr Segne dieses Haus und die da Gehen ein und aus.
Vorgemalt den 23 ten November 1860 Zimmermeister Bornemeier"
links: " Heinrich Bornemeier In Brockhausen", rechts: "Louse Betge aus Kolstet".

Auf der Rückseite an der Giebelschwelle:
"Unser Leben währet siebzig Jahr und wens hoch komt so sinds achzig Jahr und wens köstlich gewesen ist, so ist Müh und Arbeit gewesen, den es fährt schnell dahin, als flögen wir davon" und "Christoph Starke aus Brockhausen und Florentiene Stapperfend aus Bega haben mit Gottes Hülfe dieses Haus richten am 9ten Juni 1858. Gott segne unsern Fleiß Amen. H. Ostmann Zimmermeister.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1614 Camp Hanß.

1721 Johan Cordt Kamp.

1782 Kampmeyer.

1901 Friedrich Kampmeier, Landwirt; Friedrich Kampmeier, Leibzüchter; Heinrich Sprenger, Ziegler; Wilhelm Wiese, Ziegler.[5]

1926 Fritz Kampmeier, Landwirt; Eduard Bramsberg, Schneidermeister; Arnold Niermann, Lehrer; Theodor Grote, Ziegler.[6]

Literatur

Quellen

Weblinks

NHV-Inschriftensammlung.

Einzelnachweise

  1. Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 9 f.
  2. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 21, fol. 111.
  3. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1640.
  4. NHV-Inschriftensammlung.
  5. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
  6. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 671.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 25.07.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 25.07.2026 von Joachim Kleinmanns