Mausoleum (Detmold)
| Mausoleum (Detmold) | |
|---|---|
| Ortsteil | Detmold (Kernstadt) |
| Straße | Paderborner Straße (Detmold) |
| Hausnummer | - |
| Karte | |
| Quartiersnummer | - |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
1696 begonnene, 1705-1711 vollendete künstliche Grotte, 1855-1857 Umbau zur fürstlichen Familiengruft.
Geschichte
Als künstliche Grotte der Parklandschaft Friedrichstal erbaut. Erste Initiativen durch Gräfin Amalie zur Lippe (1644-1700). 1694 erster Entwurf von Meister Christian Meißner; Baubeginn 1696, unvollendet.[1]
Weiterbau unter Graf Friedrich Adolf zur Lippe (1667-1718) nach Entwurf von Hans Hinrich Rundt ab 1704, nach Bauunterbrechungen 1711 vollendet.[2] Nach Friedrich Adolfs Tod (1718) und Brand der benachbarten Neuen Orangerie 1729 allmählicher Verfall.
1802 unter Fürstin Pauline Instandsetzung durch Kammerrat Johann Christian Gerke.[3]
1853 Entwurf zum Umbau in eine fürstliche Gruft wegen Raumnot in der fürstlichen Gruft der Erlöserkirche von Ludwig Gödecke, bis 1857 Umbau.
7.1.1983 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.
Gebäude
Grotte
Symmetrische Fassade vor dem Abhang des Büchenbergs, rundbogiger Eingang in der Mitte, seitlich je eine rechteckige Türöffnung. Gerahmt von 4 kräftigen Lisenen, die ein Gebälk mit abschließender Balustrade trugen. Die Fassade zu beiden Seiten gegen den Berg verlängert, durch je 6 rundbogige Nischen gegliedert (davon je 5 noch vorhanden). Ein ovaler Vorplatz, gebildet durch zwei gebogene Wege, die als Rampen auf das Mausoleum führen, von steinernen Balustraden begrenzt. Innen quadratischer Grottenraum, in den Berg gegraben, von knapp 10 x 10 m. Wände mit Stuckmarmor und Muscheln bekleidet. Rückwand und Seitenwände mit je 2 Nischen, oben mit Muschelkalotte abschließend. Kreuzgewölbe, darauf achteckiger Turm. Rückwand gegen den Berg zweischalig mit Luftzwischenraum wegen der Staunässe vom Berg.
Mausoleum
Die beiden äußeren Bruchsteinmauern gegen den Hang blieben nahezu unverändert erhalten. Das Mittelteil aus sorgfältig behauenen Sandsteinquadern, von Gödecke in 3 Abschnitte geteilt durch Vorsprünge mit vier achteckigen Türmchen. In der Mitte rundbogiges Stufenportal, darüber Rundfenster mit Vierpass und Giebel. Giebelspitze mit Sandsteinkreuz.
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Grafen bzw. Fürsten zur Lippe.
1919 an den Freistaat Lippe.
ab 1949 dessen Rechtsnachfolger, Landesverband Lippe (LVL).
Literatur
Joachim Kleinmanns, Das Mausoleum am Büchenberg bei Detmold, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 94 (2025), S. 73–107.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Joachim Kleinmanns, Das Mausoleum am Büchenberg bei Detmold, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 94 (2025), S. 73–107, hier S. 75.
- ↑ Joachim Kleinmanns, Das Mausoleum am Büchenberg bei Detmold, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 94 (2025), S. 73–107, hier S. 76.
- ↑ Joachim Kleinmanns, Das Mausoleum am Büchenberg bei Detmold, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 94 (2025), S. 73–107, hier S. 85.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 17.05.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 17.05.2026 von Joachim Kleinmanns