Kirchstraße 8 (Horn)
| Kirchstraße 8 (Horn) | |
|---|---|
| Ortsteil | Horn |
| Straße | Kirchstraße (Horn) |
| Hausnummer | 8 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Ev.-ref. Stadtkirche Horn
Geschichte
Noch vor der Gründung der Stadt Horn im Jahre 1248 existierte eine romanische Dorfkirche, deren letzter Rest im unteren Teil des heutigen Turmes sichtbar ist.[1] 1927 entdeckte man im Zuge einer Renovierung unter der Putzschicht beachtenswerte Wand- und Deckengemälde. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1589.[2]
Gebäude
Das bestehende gotische Kirchengebäude aus dem 15. Jh. wurde unter dem Patronat von St. Johannes dem Täufer errichtet. Der ältere Westturm aus dem 12. Jh. lässt auf den Bestand eines Vorgängerbaus schließen, dessen Fundamente 1937 bei einer archäologischen Untersuchung im Chor aufgedeckt wurden. Die Existenz dieses älteren Kirchengebäudes lässt sich in Einklang bringen mit einer frühen Erwähnung von Horn im 11. Jahrhundert.
Das Kreuzgratgewölbe, welches das breite Mittelschiff und beide Seitenschiffe überdeckt, ruht auf zwei mächtigen Rundsäulen. Die gotischen Spitzbogenfenster seitlich und im Chorraum zeigen einheitlich Drei- und Vierpassmotive.
Zur aufwendigen Innenausstattung der Kirche mit der Orgel, der dreiseitig umlaufenden Empore und dem hohen Chorgestühl zählt auch der Taufstein mit der Jahreszahl 1589. Der Friedhof um die Kirche bestand bis 1835.[3]
Inschriften
Glocken
Die Glocke aus dem Jahr 1820 mit dem Schlagton h1 , Schülerglocke bzw. Pengelglocke genannt, fiel unter die Kriegsabgabe 1917. Die des-Glocke von 1820, Betglocke genannt, fiel unter die Kriegsabgabe 1942. Sie konnte 1947 von der Sammelstelle Lünen nach Horn zurück geholt werden.
[4], [5]
| Schlagton | Gussjahr | ⌀ in mm | m in kg | Inschrift |
| des1 | 1820 | 1480 | 2100 | TURRIS INCENDIO FULMINE TECTAE ET DEPERDITA CAL. JUL. MDCCCXIX RESTITUTA CUM SORORIBUSVICINIS CURA ECLESIAE HORNENSIS MDCCCXX PER CASP. ET JACOB GREVE. |
| es1 | 1820 | 1320 | k.A. | Feuer ließ mich untergehn, Feuer ließ mich auferstehn Zu dem Feuer rufe ich, Feuerglocke nennt man mich. Caspar und Jacob Greve aus Brilon gossen mich. Horn 1820 |
| ges1 | 1948 | k.A. | k.A. | Aus der Kriegs- und Weltennot, rufe ich euch zu eurem Gott. Psalm 46,2. Anno dm. 1948 |
Orgel
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde Horn
Pastoren
bis 1926 [2]
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.meinekirche.info/hbl
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Kirche_Horn
Einzelnachweise
- ↑ Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004, S. 95
- ↑ 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 433 ff
- ↑ Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, Veröffentlichung 2012, S.84-85
- ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
- ↑ Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 14.04.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 15.09.2026 von Wolfgang Kramer