Fromhausen
| Fromhausen | |
|---|---|
| Großgemeinde | Horn-Bad Meinberg |
| Karte | |
Fromhausen ist ein Ortsteil der Stadt Horn-Bad Meinberg.
Lage
Fromhausen liegt nordwestlich von Horn auf halber Strecke nach Heiligenkirchen. Der Ort besteht aud dem an die Wiembecke anschließenden Unter-Fromhausen und dem Richtung Stemberg gelegenen Ober-Fromhausen. Außer dem Hof Erpe reihen sich alle an der Fromhauser Straße, der Landstraße von Berlebeck nach Horn auf. Die beiden Ortsteile sind heute durch die querende Landstraße L 828 (Externsteiner Straße) geteilt.
Verwaltungszugehörigkeit
Fromhausen gehörte ursprünglich zum Amt Falkenberg bzw. (Verwaltungs-)Amt Detmold und zum Kirchspiel Heiligenkirchen. Mit der kommunalen Neugliederung wurde es am 1.1.1970 der neu gebildeten Stadt Horn-Bad Meinberg als Ortsteil angegliedert.
Geschichte
Die Siedlung ist bald nach 500 n. Chr. entstanden.[1]
Siedlungscharakteristik
Fromhausen ist ursprünglich eine Höfetrupp-Siedlung mit den beiden Schwerpunkten Unter- und Oberfromhausen.
Pläne, Ortsansichten
Ortsname
Erstmals 1339 als Vromenhusen urkundlich erwähnt.[2]. Bedeutung: Bei den Häusern des Fromo.[3]
Um 1390 to Vromenhusen.[4]
1409/10 Vramenhus[en].[5].
1411 den tegeden to Fromenhusen.[6] [7]
1507 Frommenhussen.[8]
1545 Frommenhusen.[9]
1590 Fromhusen.[10]
1618 Frombhaußen.[11]
Bevölkerung
1390: 10 steuerpflichtige Höfe.[12]
1590: 14 steuerpflichtige Höfe.
1609: 28 Familien mit 123 Personen, davon 10 Familien ziemlich vermögend, 8 arm.
1648: 62 Einw.[13]
1828: 17 Kolonate, 32 Wohnhäuser, 202 Einw.[14]
1900: 220 Einw.
1910: 32 Kolonate, 40 Whs., 230 Einw.[15]
1925: 211 Einw.[16]
1950: 183 Eingesessene, 124 Vertriebene, 9 Ostflüchtlinge, 12 Evakuierte aus dem Westen.[17]
1960: 259 Einw.
Wohnstätten
1901 bestehen folgende Hausstätten:[18]
1 Eigentümer: August Reineke; Bewohner*innen: Heinrich Kessemeier, Ackerknecht; Christian Plöger, Ziegler, Fromhauser Straße 92.
2 August Reineke, Landwirt, Fromhauser Straße 94.
3 Heinrich Hausmann, Landwirt; Heinrich Strohmeier, Landwirt, Fromhauser Straße 43.
4 Simon Siekjost, Landwirt; Heinrich Brüning, Ackerknecht.
5 Philipp Maris, Landwirt.
6 Wilhelm Echterling, Landwirt; Wilhelm. Meier, Witwe, Tagarbeiterin.
7 Heinrich Jürgensmeier, Landwirt; Heinrich Brinkmann, Maurer.
8 Heinrich Schlichting, Landwirt, Fromhauser Straße 63.
9 Amalie Temme, Witwe, Landwirtin.
10 Eigentümer: Heinrich Kessemeier; Bewohner*innen: Karl Siekjost, Ziegler.
11 Friedrich Erpe, Landwirt. Der Hof Erpe abseits inmitten seiner Ländereien erstmals 1507 erwähnt.
12 Hermann Reineke, Lanwirt.
13 Emilie Temme, Witwe, Landwirtin; Heinrich Albeke, Zimmermann; Adolf Klöpper, Ziegler.
14 (Stemberg) Friedrich Schäfer, Landwirt.
15 Wilhelm Fiener, Landwirt.
16 Friedrich Schlichting, Ziegler; Amalie Kessemeier, Witwe.
17 Eigemtümer: Rittergutsbesitzer Wallbrecht, Hornoldendorf; Bewohner*innen: Konrad Junker, Arbeiter; Adolf Lückermann, Arbeiter.
18 Adolf Kligge, Ziegler.
19 Friedrich Lesemann, Ziegler.
20 Friedrich Kligge, Ziegler.
21 Friedrich Krüger, Ziegler, Vertreter der Lippischen Landes-Zeitung.
22 Heinrich Steinmeier, Maurer.
23 August Husemann, Landwirt; Wilhelmine Husemann, Witwe.
24 Friedrich Giebe, Ziegler; Heinrich Kligge, Maurer.
25 (Am Strange) Eigentümer: Wallbrecht, Hornoldendorf; Bewohner*innen: Friedrich Lückermann, Milchfuhrmann; Friedrich Stärcke, Arbeiter.
26 (Stemberg) Friedrich Drawe, Tagarbeiter.
27 (Stemberg) Friedrich Diekmann, Ziegler.
28 Eigentümer: Heinrich Jürgensmeier, Landwirt; Bewohner*innen: Christian Plöger, Ziegler; Amalie Plöger, Witwe.
29 Bernhard Bödeker, Ziegler, Fromhauser Straße 45.
30 Christian Brinkmann, Ziegler.
sowie - ohne Hausnummer - die Schule.
Verkehrswege
Die bedeutendste Straße ist die Fromhauser Straße, die den Ort von Westen nach Osten durchzieht und an der alle Hausstätten mit Ausnahme des Hofes Erpe aufgereiht sind. Aus den 1960er Jahren stammt die neu angelegte Landstraße 828, welche den Ort zwischen Unter- und Oberfromhausen von Nord nach Süd durchschneidet. Strangweg, Osterbergweg und Lammbergweg sind abzweigende Wege untergeordneter Bedeutung, die in die Feldmark führen.
Straßen
Literatur
Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965.
August Meier-Böke, Fromhausen. Höfedorf zweiteilig. Unsere Zick-Zack-Fahrt durch Lippe, in: Lippische Landes-Zeitung Jg. 190 Nr. 36 (11.2.1956).
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, S. 33.
- ↑ Lippische Regesten, Nr. 812.
- ↑ Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe, Bielefeld 2010 PDF, S. 170.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 146.
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z iiia Nr. 22 fol. 9v.
- ↑ LAV NRW OWL, D 71 Nr. 19 p. 11.
- ↑ Lippische Regesten, 1750 Nr. 14.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 51.
- ↑ Fritz Verdenhalven (Bearb.), Die lippischen Landschatzregister von 1535, 1545, 1562 und 1572 (Lippische Geschichtsquellen; 4), Münster 1971, S. 120.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
- ↑ Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
- ↑ Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, auch die folgenden Zahlen.
- ↑ Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, S. 117.
- ↑ Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, S. 154.
- ↑ Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, S. 154.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat.
- ↑ Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, S. 170.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 05.04.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 05.04.2026 von Joachim Kleinmanns