Am Markt 21 (Bad Salzuflen)

Aus lippe-haeuser-wiki.de
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Am Markt 21 (Bad Salzuflen)
OrtsteilBad Salzuflen (Kernstadt)
StraßeAm Markt (Bad Salzuflen)
Hausnummer21
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeSalzuflen
StraßeMarktstraße
Hausnummer006

Die Hausstätte Am Markt 21. Bis 1878 als Salzuflen Nr. 222 geführt, dann erhielt das Gebäude die Adresse Marktstraße 8, bis 1933 dann Marktstraße 6.[1] Im Adressbuch von 1938 als „Adolf-Hitler-Straße 21“ geführt.[2] Heute [Stand 2026] beherbergt das Haus den Gastronomiebetrieb „Il Mondo“.

Geschichte

Gebäude

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1562/67 Hermann Geyssenbeyr, „getötet 9.10.1586“ mit seiner Ehefrau, geb. Mentze.[3]

1580, am 06.06.: Der Salzufler Stadt- und Gerichtsschreiber Bernhardt Boeßmann.

1594/1623 Bernhart Bösman, „not. publ. u. secretarius“ mit seiner Ehefrau, geb. Kroßmann.

1600/1616 Hermannus Bösman, „p.A. judex in Saltuflen“; bis 1611: Tobias Witte mit seiner Ehefrau Grete „zur Heuer“.

1617, am 13.06.: Johan Schinke; in erster Ehe verheiratet mit der „Tochter Gießenbier aus Salzuflen“, in zweiter Ehe mit der „Tochter des Bürgermeisters Heinr. Wulfert in Herford“, gestorben vor 1657.

1623/52 Johan Schinke „hat riesigen Grundbesitz, gibt den Armen jährlich 1 Scheffel Roggen; die Mutter wohnt im eigenen Haus [Salzuflen] Nr. 226.“

1653/65 Thomas Scheffer jun., Sohn des Thomas Scheffer aus Salzuflen Nr. 242; „besitzt Nr. 77, 157, 219, 222, 242 und des Juden Moses Haus“; „vermacht den Armen wg. Boeßmans Erben 25 Thaler Kapital.“

1665 „Mitbesitzer ist der Schwiegersohn A. Rud. Lamb, Schwiegersohn des Thomas Scheffer.“

1675 Johan Heinrich Scheffer, gestorben vor 1677.

1702/23 Der Bäcker Peter Spenge, Stiefsohn des Joh. Schmet.

1748, am 22.1.: Der Cantor Schencke mit seiner Ehefrau und 6 Kindern; „findet sich in mitledenswürdigen Umständen“; vorher Salzuflen Nr. 227. 1752 „(Georg) Wilhelm Schenke sein Haus; (150 Thaler Brand-Assecuranz).“

1755/67 Die Witwe Florentine Schenke, geboren 1713, gestorben am 29.04.1793; „500 Thaler“.

1769, am 05.09.: „Das bisher von der Witwe Schenke und ihrem entlaufenen Schwiegersohn J. Henr. Krauß bewohnte Haus am Markt, das vor kurzem neu erbaut ist, soll meistbietend versteigert werden."

1772/79 „Amtmann Schröder zu Herford (siehe auch [Salzuflen] Nr. 11a + b).“

1782 Der Ratsherr und Kaufmann O.H. Barkhausen, geboren 1738, gestorben am 11.06.1796; heiratete am 16.04.1776 Florent. Helena Schröder, geboren 1756, gestorben am 19.04.1786.

1793/96 Der „Lohnherr Otto Henrich Barckhausen (siehe [Salzuflen] Nr.121).“

1800, am 26.09.: „die Söhne des O.H. Barckh., Henrich (*1776) und Konrad Barckh. (*1778) verkaufen das Haus in Subharstation [sic].“

1813/29 Der Bäcker (Johann) Heinrich Klocke und C. Klocke; „hat 4 3/4 Scheffel Ackerland.“

1837 „Bäcker Klocke sen. und Bäcker Heinrich Klocke.“

1844/45 Die Bäcker Klocke sen. und Heinrich Klocke.

1848/51 Heinrich Klocke sen. und Heinrich Klocke jun.

1852/57 Der Bäcker Heinrich Klocke; 1861/79: Salzuflen Nr. 216.

1861 Adolph Oberdiek; 1871/96: Salzuflen Nr.107, Dammstraße.

1871 am 19.8.: Der „Bäcker Aug. Eikmeier aus Lemgo, Besitzer von Haus Nr. 222, hat eine der 4 Düngegruben am Rathause, die wegen der schlechten Gerüche beseitigt werden müssen.“

1866/80 Der „Bäcker und Conditor“ August Eikmeier mit seiner Frau Elise, geb. Deppe (* 1829).

1887, am 17.03.: „Wohnhaus der Witwe des Aug. Eikmeier ganz abgebrannt, die anhängige Scheune 223b, und das Nachb. Haus Nr. 223 teilweise (die Scheune 223b, Ritterstr. 1, war Eigentum des Kfm. Aug. Meyer in Uffeln a. Weser)“; „Bäcker Albr. Sprick kauft 222 und 223a und baut neu (siehe Nr.121a und b).

1891 und 1897: „Albr. Sprick Genehmigung zum Ausschank von Kaffee, Schokolade, Bier und Liqueur.“

1901 „Der Besitzer, Albr. Sprick - Schötmar, erhält Konzession Für Café; (vorübergehender Besitzer: Dörr und Rackwitz, beide Konditor).“ Außerdem: „Wilhelm Schäfer, Bierverleger“.[4]

1911 „von Sprinck verkauft an Herm. Siekmann aus dem Kreis Bielefeld.“

1958 „Hermann Siekmanns Erben.“

Literatur

Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13.

Quellen

Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.

Adressbuch für die Städte Schötmar und Bad Salzuflen, Schötmar 1938.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 222.
  2. Adressbuch für die Städte Schötmar und Bad Salzuflen, Schötmar 1938, S. 143.
  3. Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 222.
  4. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 120.

Autor*innen

Lennart Stephan

Seitenhistorie

Seite erstellt am 09.02.2026 von Lennart Stephan

Letzte Änderung am: 09.02.2026 von Lennart Stephan