Emilienstraße 33 (Detmold)
| Emilienstraße 33 (Detmold) | |
|---|---|
| Ortsteil | Detmold (Kernstadt) |
| Straße | Emilienstraße (Detmold) |
| Hausnummer | 33 |
| Karte | |
| Quartiersnummer | D 484 |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Ehem. Offiziers-Speiseanstalt, erbaut 1904/05. In den Adressbüchern (s. u.) erstmals 1909, mit der Hausnummer Emilienstraße 27, ab 1912 Emilienstraße 33.
Geschichte
Offiziersspeiseanstalt für die Detmolder Garnison, 1904/05 nach Entwurf des Detmolder Stadtbaumeisters und Architekten Paul Schuster errichtet. In fußläufiger Entfernung zur 55er Kaserne, deutlich abgerückt von den Mannschaftsgebäuden. Bauherr war der Detmolder Bauunternehmer Arnold Priester, der das Gebäude offensichtlich an die Garnisonsverwaltung vermietete. Ausführung der Maurerarbeiten durch Maurermeister D. Langewort. Das zwischenzeitlich als katholische Volksschule genutzte Bauwerk wurde 1957/58 zu einer 10-klassigen Schule erweitert, wobei die Südfassade des linken Seitenrisalits überformt wurde.[1]
Als Baudenkmaleingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 16.6.2000, Nr. A 570.
Gebäude

Nicht nur örtlich sondern auch durch die verwendeten Materialien von den Mannschaftsgebäuden der Kaserne abgesetzt. Vielfältig gegliederter, voll unterkellerter, zweigeschossiger Solitärbau mit Hausteinfassaden aus Muschelkalkstein, traufständig zur Straße, seitliche Risalite, links um 2 m, rechts nur um eine Mauerstärke vorgezogen, beide mit Satteldach und Blendgiebel, die Dächer ansonsten abgewalmt. Risalitecken durch Werksteinquader betont, die Ortgänge und Giebelspitzen der beiden Risalitgiebel aus profilierten Werksteinen, ebenso alle Fenstergewände und Traufgesimse. An der nördlichen Schmalseite traufenhoher Eingangsvorbau mit polygonalem Treppenturm und 12-stufiger Freitreppe. Auf dem First 3 Fahnenmasten. Bauzeitliche dreiflügelige Haupteingangstür mit kassettierten Füllungen, eisernem Schutzgitter, geschweiftem Kämpfer und Sprossenoberlicht. Kellergeschoss, erschlossen durch einen Längsflur mit Stichflur zum Hof für die Anlieferung, mit geräumiger Küche, Vorratskellern und Wirtschaftsräumen. Hochparterre mit anspruchsvollem Raumprogramm (großer Speisesaal, Musikraum, Bücherraum, verschiedenen großzügigen Nebenräumen, Veranda u. a.). Im ersten Obergeschoss jeweils Stube und Kammer eines Offiziers und des Wirtschafters, ein Burschenzimmer und mehrere Gesindekammern. Südfassade und Südwestecke des Gebäudes durch den Schulanbau von 1957/58 vollständig verändert und verputzt.[2]
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1909 Offiziers-Kasino; Bewohnerin: Böttcher, Wirtschafterin; Diek, Oberleutnant.[3]
1912 Eigentümer: Arnold Priester; Offizier-Speiseanstalt; Bewohnerin: Böttcher, Wirtschafterin.[4]
1914 Offizier-Speiseanstalt; Hermine Böttcher, Wirtschafterin.[5]
1916 Offizier-Speiseanstalt; Hermine Böttcher, Wirtschafterin; Arthur von Karstedt, Oberleutnant.[6]
1918 Offizier-Kasino; Frau Hermine Böttcher, Wirtschafterin; Milly Helten, Buchhändlerin; Kurt Rakow, Oberleutnant.[7]
1920 Eigentümer: Arnold Priester; Bewohnerin: Frau Hermine Böttcher, Wirtschafterin; Milly Helten, Buchhändlerin; Kurt Rakow, Oberleutnant.[8]
1923 Eigentümer: Arnold Priester; Bewohnerin: Frau Hermine Böttcher, Wirtschafterin.[9]
1925 Eigentümer: Arnold Priester; Bewohnerin: Frau Hermine Böttcher, Wirtschafterin.[10]
1926 Eigentümer: Arnold Priester; Bewohnerin: Frau Hermine Böttcher, Wirtschafterin.[11]
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.
- ↑ Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.
- ↑ Adreß- und Geschäftshandbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909, S. 9.
- ↑ Adreß- und Geschäftshandbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912, S. 26.
- ↑ Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914, S. 26.
- ↑ Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916, S. 76.
- ↑ Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918, S. 30.
- ↑ Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920, S. 72.
- ↑ Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923, S. 28.
- ↑ Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925, S. 137.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 190.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 30.05.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 30.05.2026 von Joachim Kleinmanns