Luisenstraße 2 (Lemgo)

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Luisenstraße 2 (Lemgo)
OrtsteilLemgo (Kernstadt)
StraßeLuisenstraße (Lemgo)
Hausnummer2
Karte
QuartiersnummerSB 51
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeLemgo (Kernstadt)
StraßeLuisenstraße
Hausnummer002

Ein Bruchsteinhaus vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich als Teil der Slaver-Bauerschaft (Abkürzung: S.B.) Nr. 51 geführt, später als Luisenstraße Nr. 2. Eintragung in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 1996.

Geschichte

Das gesamte Ensemble "Marienfelder Klosterhof" besteht aus dem Haupthaus Echternstraße 116 (Lemgo), dem damit verbundenen Hinterhaus Luisenstraße 2 und dazu die ehemalige Zentscheune Grabenstraße 17 & 17a (Lemgo). Das damals zusammenhängende Grundstück war im Besitz des Klosters Marienfeld, daher der ursprüngliche Name Marienfelder Hof. Gegen 1600 wurde der Komplex an Engelbert Grote verkauft und in der Zeit danach Grotenhof genannt.

Gebäude

Der zweigeschossige Gebäudeteil ist ein wahrscheinlich nicht wesentlich jüngerer Anbau an das Wohnhaus Echternstraße 116 (Lemgo). Es besitzt dieselbe Breite von etwa 8,50m und fast die gleiche Firsthöhe. Der zusammenhängende Bau hat eine Länge von 21m, das Hinterhaus selbst etwa eine Länge von 11m.

Das Gebäude besteht aus Bruchstein mit Eckquadern und Gewänden aus Sandstein, welche heute mit Zementputz verputzt sind. An der nördlichen Giebelwand lehnt sich ein nachträglich errichteter niedriger Anbau aus Backstein. Die östliche Traufwand ist im Erdgeschoß mit einem Fachwerkverband erneuert und etwa in der Mitte des Obergeschosses befindet sich ein Fenstergewände aus Werkstein. Im Nordgiebel befindet sich eine hohe Lukenöffnung zum Dachraum, spitzbogig mit abgefastem Gewände.

In der straßenseitigen Traufwand ist die Fensterverteilung äußerst uneinheitlich, die ehemaligen Öffnungen wurden verändert und teilweise entfernt. Die Versprünge der Fensterordnung innerhalb der Fassade deuten schon auf die ungewöhnliche Stockwerksaufteilung im Innern des Gebäudes hin.

Im Obergeschoß befinden sich drei Ebenen ungeklärter Ursache. Im Dachgeschoß sind abgeschnittene Balkenköpfe sichtbar, die auf die ursprüngliche Deckenbalkenlage hinweisen. Die vorhandenen Deckenbalken selbst sind ungewöhnlich dick und lassen auf ein älteres Datum schließen im Vergleich zu dem Dachstuhl des Vorderhauses. Im Rückgiebel des Vorderhauses zum Anbau hin zeigen sich Aussparungen im Mauerwerk. Das lässt auf eine ursprünglich steilere Sparrenlage und die Lage eines ummauerten niedrigeren Kehlbalkens schließen. Das Raumprogramm ist erhalten geblieben und es gibt Verzahnungen mit dem Haupthaus.

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Literatur

Quellen

"Straßenverzeichnis mit Hausnummern. Neue und alte Hausnummern -vor 1890- ermittelt aus B 2601", Lemgo 1972, S. 15.

Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 348.

Weblinks

Einzelnachweise


Autor*innen

Nils Lienenlüke

Seitenhistorie

Seite erstellt am 26.03.2026 von Nils Lienenlüke

Letzte Änderung am: 26.03.2026 von Nils Lienenlüke