Ortsmitte 13 (Schlangen)

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Ortsmitte 13 (Schlangen)
OrtsteilSchlangen (Ortskern)
StraßeOrtsmitte (Schlangen)
Hausnummer13
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeSchlangen
Hausnummer006

Hof Lübbertsmeier, ehem. Schlangen Nr. 6.[1]

Geschichte

Gebäude

Ortsmitte 13, Wohnhaus von 1904. Foto: Hans-Christian Schall, 2024

Alte Hofanlage mit Bruchsteingebäuden von 1848ff., abgebrannt 1904:

Haupthaus von 1848/49, Vierständerbau mit Bruchsteinaußenwänden, Tür- und Fensteröffnungen mit Sandsteingewänden, Fachwerkgiebel.

Schweinehaus, Leibzucht und Schafstall aus Bruchstein, 19. Jahrhundert, abgebrannt 1904.

Wiederaufbau 1904 mit Backsteinwohnhaus und Bruchstein-Nebengebäuden an alter Stelle.

Großes, zweigeschossiges Backsteinwohnhaus von 1904, traufständig zur Straße, Tür- und Fensteröffnungen mit Stichbögen. Fassade mit sieben Achsen, leicht vorspringender Mittelrisalit mit Eingang in der dritten Achse von links, steiler Zwerchgiebel mit Freigespärre.

Außenmauern des alten Haupthaus-Wohnteils in Stallgebäude einbezogen, ehem. Schweinehaus, Bruchsteinbau mit Querdiele und Wohnung, umgebaut erhalten.[2]

Inschriften

Inschriften des 1848/1849 erbauten, 1904 abgebrannten Hauses nach mündlicher Überlieferung:[3]

Vor dem Wirtschaftsgebäude:
Vierundvierzig sind die Jahre meiner Wallfaht in der Welt, da ich täglich noch erfahre das mich Gottes Gnad erhält und er wird in allen Sachen, es noch ferner mit mir wohl machen. Fritz Lübbbertsmeier, Luise Tofall

Stirnwand an der Westseite:

Die Gnade unseres Herren Jesu Christi, die Liebe Gottes, die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, die hier gehen Ein und Aus von nun an, bis in Ewigkeit. Amen.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Hofbesitzer[4]
1620 (SALBUCH): Churdt Lubberts, ein Vollspänner, hat 3 Pferde, Haus und Hof ziemlich. Gibt an die Nonnen an der Gokirche zu Paderborn 8 Mt. Pachtkorn. Ist frei.
1642 (HEBEREGISTER): Johan Lubberts hat zwei Kühe, nährt sich im Tagelohn, seine Frau mit Garnspinnen, muss Brotkorn kaufen, seine ganze Länderei liegt wüst.
1678 (BRANDVERZEICHNIS): Lübbers, Meier, ein Gebäude.
1782 (SALBUCH): Lübbertsmeyer, kleiner Halbmeier, frei.
1823 (VERMESSUNGSREGISTER): Lübbertsmeyer, ein Wohnhaus, eine Leibzucht, 62,8 ha.
  • Adressbuch 1901: Luise Lübbertsmeier, Witwe[5]
  • Adressbuch 1926: Luise Lübbertsmeier, Landwirtin[6]

Literatur

Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heinz Wiemann (Hg.), Lanchel-Colstidi-Astanholte, 1969, S. 144ff.
  2. Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
  3. Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
  4. Heinz Wiemann (Hg.), Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, Bielefeld 2011, S. 544ff.
  5. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 236.ff.
  6. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 785.ff.

Autor

Hans-Christian Schall

Seitenhistorie

Seite erstellt am 11.11.2024 von Hans-Christian Schall

Letzte Änderung am: 13.08.2026 von Heinrich Stiewe