Spork-Eichholz
GroßgemeindeDetmold
Karte

1358 erstmals erwähnt.

Lage

Spork-Eichholz liegt rund 3 km südöstlich des Detmolder Stadtkerns im Tal der Werre.

Verwaltungszugehörigkeit

Spork-Eichholz gehört als Ortsteil seit 1.1.1970 zur Stadt Detmold. Zuvor war es selbständige Gemeinde im Kreis Detmold.

Geschichte

Ersterwähnung 1358 "in dem Sporke" und "vor dem Sporke". Zunächst aus nur 4 Höfen bestehend, 3 davon im Besitz der Familie von Gummern. Eichholz entstand als Kolonat südlich der Werre, 1609 erheblich erweitert. Seit 1779 Krugprivileg für den Einwohner Dreimann im Dreierkrug, Kolonat Nr. 11 als die erste Ansiedlung auf dem linken Ufer der Werre und bis 1832 im Besitz der Familie Helpup. Ein Vorfahr hatte die Hoppenplöckerstätte im 17. Jahrhundert und die Kruggerechtigkeit erworben. Die Besiedlung des Südrandes vom Eichholz, der Brückenstraße (früher Bergstraße), erfolgte ab 1874. 1901 bestand Spork aus den Wohnplätzen Eichholz (320 Einwohner), Falkenkrug (23), Kröppelfeld (40) und Spork (176) und es gab 57 Kolonate.[1] Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Detmold - Himmighausen und damit Abtrennung eines Teils vom Eichholz entstanden dort 1902 die ersten Kolonate am Nordostrand. 1919 erfolgte die Eingemeindung des bis dahin selbständigen Gutes Johannettental.

Siedlungscharakteristik

Ursprünglich eine Trupsiedlung, Streuhofsiedlung mit nachfolgender Siedlungsverdichtung und -ausweitung.

Pläne, Ortsansichten

Ortsname

Bis 1954 Spork, dann Umbenennung in Spork-Eichholz wegen Verwechslung mit Orten gleichen Namens.

Bevölkerung

Wohnstätten

Im Schatzregister von ca. 1390: "In dem Sporke

  • persolvit Tyleke 28 s., tenetur 4 in toto
  • persolvit de Duuel 19 s., tenetur 10 s. Puls
  • persolvit Welpe 9 s., tenetur 5 s.
  • de Slepere".

1467 im Landschatzregister 8 Stätten "in dem Sporke":

  • de Rosemeyger ½ Gulden
  • de Slepper 1 Gulden
  • Hans Kuleman 1 Gulden
  • Lorber 1 Gulden
  • Hans Renferdingk 1 Gulden und Hennen Renferdingks fruwen ½ Gulden
  • Hencke Hertoge 1 Gulden
  • Cloppingk ½ Gulden
  • de Grote 3 Gulden.

1488 sind es im Landschatzregister 5 Kolonate:

  • Ludeke Remberdingk ½ Gulden
  • Henke Hertoge 1 Gulden
  • Hanß Otten ½ Mariengroschen
  • Hanß Kuleman ½ Gulden
  • de olde Slepir ½ Gulden

Landschatzregister 1590 mit 11 Kolonaten:

  • Culeman ½ Fl[orin].
  • Rosemeiger ½ Fl.
  • [Tonies] Schleper ½ Fl.
  • Johan Reuer 1 Fl.
  • Hertzoge 1 Fl.
  • Grotte 1 Fl.
  • Lohrbehr 1 Fl.
  • Reinoldt Scheper 1 Ort
  • Claus 1 Ort [„Clauß im Spork, ist der Hern Diener vndt Vndervoigt", daher schatzfrei]
  • Bogeholdt 1 Ort
  • Ludeke im Sporck 6 Gr.

Landschatzregister 1618 sind es 14 Kolonate:

  • Kuleman 1 Gfl.
  • Roßemeyer 1 Gfl.
  • Schlepper 1 Gfl.
  • Reuer 2 Gfl.
  • Hertzogh 2 Gfl.
  • Grotte 2 Gfl.
  • Lorbehr 2 Gfl.
  • Reineke Schaeffer 20 Gr.
  • Bogeholtz 20 Gr.
  • Hermeler 16 Gr.
  • Christoffer 5 Gr.
  • Lucke 4 Gr.
  • Kreyen Churdt 4 Gr.
  • Dieterich Darneden 5 Gr.

Verkehrswege

Von Nordwest nach Südost durchzieht den Ort die Hornsche Straße, die ehemalige Meinberger Chaussee. Die ersten Hofstellen entstanden ausschließlich auf der Nordwestseite.

Straßen

Literatur

Andreas Schmidt/Ursel Amft/Petra Westerheide/Marion Schmidt, 650 Jahre Spork-Eichholz. 1358–2009, Detmold 2009 Digitalisat.

Quellen

LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 19: Salbücher der Vogtei Detmold von ca.1640 bis 1725/28, Spork S. 131 ff.

LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, Spork S. 239 ff.

LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 37: Salbuch der Vogtei Detmold von 1782-ca.1835 (1770), Spork S. 513 ff.

LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, Bd. 1, 1827-1854 (1770, 1782, 1789).

LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 52: Salbuch der ehem. Vogtei Detmold von 1854, Bd. 1, 1854-1888 (1770).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 223 f.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 09.06.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 09.06.2026 von Joachim Kleinmanns