Paderborner Straße Jüdischer Friedhof (Horn): Unterschied zwischen den Versionen

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Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
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|Straße=Paderborner Straße (Horn)
|Straße=Paderborner Straße (Horn)
}}Der jüdische Friedhof liegt nördlich der Paderborner Straße vor dem Abzweig der [[Jahnstraße (Horn)]]. Er soll Ende des 18. Jh. angelegt worden sein.
}}Der jüdische Friedhof liegt nördlich der Paderborner Straße vor dem Abzweig der [[Jahnstraße (Horn)]], Flur 10, Nr. 311. Er soll Ende des 18. Jh. angelegt worden sein.
==Geschichte==
==Geschichte==
Moritz Rülf vermutete 1937, dass der Friedhof „etwa 150 Jahre alt“ sei. Als Letzter wurde dort 1939 Jakob Hirschfeld bestattet. Es war auch der Begräbnisplatz der Meinberger Juden. Nachdem das Vermögen der ‚Reichsvereinigung der Juden‘ durch das Deutsche Reich beschlagnahmt worden war, erfolgte im Januar 1944 der Verkauf des Friedhofs an die Stadt Horn, die dafür 1.170 Reichsmark zahlte. Da jedoch bis zum Kriegsende keine Auflassung erfolgte, wurde der Besitzerwechsel nicht in das Grundbuch eingetragen. Noch drei jahre nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes, 1948, wurde der Friedhof geschändet. Die Stadt Horn übernahm dann die Pflege des Friedhofs.<ref>Dina van Faassen, Ortsartikel Horn, in: {{HengstHandbuch2013}}, S. 456-463, hier S. 462.</ref>
Moritz Rülf vermutete 1937, dass der Friedhof „etwa 150 Jahre alt“ sei. Als Letzter wurde dort 1939 Jakob Hirschfeld bestattet. Es war auch der Begräbnisplatz der Meinberger Juden. Nachdem das Vermögen der ‚Reichsvereinigung der Juden‘ durch das Deutsche Reich beschlagnahmt worden war, erfolgte im Januar 1944 der Verkauf des Friedhofs an die Stadt Horn, die dafür 1.170 Reichsmark zahlte. Da jedoch bis zum Kriegsende keine Auflassung erfolgte, wurde der Besitzerwechsel nicht in das Grundbuch eingetragen. Noch drei jahre nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes, 1948, wurde der Friedhof geschändet. Die Stadt Horn übernahm dann die Pflege des Friedhofs.<ref>Dina van Faassen, Ortsartikel Horn, in: {{HengstHandbuch2013}}, S. 456-463, hier S. 462.</ref>


1995 wurde der Friedhof als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Horn-Bad Meinberg eingetragen.
Am 25.4.1995 wurde der Friedhof als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Horn-Bad Meinberg eingetragen.
==Beschreibung==
==Beschreibung==
[[Datei:HBM-Horn-PBstr-JüdFrhf.JPG|thumb|Jüdischer Friedhof in Horn, Foto: Joachim Kleinmanns, 2014]]
[[Datei:HBM-Horn-PBstr-JüdFrhf.JPG|thumb|Jüdischer Friedhof in Horn, Foto: Joachim Kleinmanns, 2014]]
1.156 m² groß, 108 Grabsteine erhalten.  
1.156 m² groß, 108 Grabsteine erhalten. Als Letzter wurde hier Jakob Hirschfeld beigesetzt, verstorben am 22.1.1939.<ref>{{PrachtKulturerbe1998}}, S. 317.</ref>
==Inschriften==
==Inschriften==


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==Literatur==
==Literatur==
{{HengstHandbuch2013}}.
{{HengstHandbuch2013}}.
{{PrachtKulturerbe1998}}, S. 317.
==Quellen==
==Quellen==