Oberschönhagen: Unterschied zwischen den Versionen
→Geschichte
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*Längengrad = 08°58'O | *Längengrad = 08°58'O | ||
*Bundesland = DE-NRW | *Bundesland = DE-NRW | ||
* | *Höhen: (aus Google earth pro) | ||
*Fläche = 4, | * = 179 m üNN (Dorla nördliche Ortsgrenze zu Niederschönhagen) | ||
* = 267 m üNN (Homberg) | |||
* = 295 m üNN (Waldrand Nähe des Opfersteins) | |||
*Fläche = 4,12 km² | |||
*Postleitzahl = 32760 | *Postleitzahl = 32760 | ||
*Telefon-Vorwahl = 05231 | *Telefon-Vorwahl = 05231 | ||
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Flächennutzung, Stand 2005: | Flächennutzung, Stand 2005: | ||
* Fläche - ha - in % | * Fläche - ha - in % | ||
* Gebäude = 19, | * Gebäude = 19,088 = 4,6 (einschl. Hof und Hausgärten) | ||
* Verkehr = | * Verkehr = 8,859 = 2,1 | ||
* Erholung = | * Erholung = 0,357 = 0,1 | ||
* Acker = | * Acker = 234,280 = 56,9 | ||
* Grünland = 22,723 = | * Grünland = 22,723 = 5,5 | ||
* Wald = | * Wald = 124,212 = 30,2 | ||
* Wasser = | * Wasser = 2,595 = 0,6 | ||
* Sonstige = | * Sonstige = 0,079 = 0,0 | ||
________________________________________ | |||
* Fläche gesamt = 412,15 ha = 100,0 | |||
Es sind noch viele gut erhaltene bzw. sanierte Fachwerkbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorhanden. Nur wenige Häuser sind unbewohnt. | Es sind noch viele gut erhaltene bzw. sanierte Fachwerkbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorhanden. Nur wenige Häuser sind unbewohnt. | ||
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==Verwaltungszugehörigkeit== | ==Verwaltungszugehörigkeit== | ||
Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberschönhagen ist mit der Gemeindereform am 1. Januar 1970 neu strukturiert worden. Die ehemaligen Wohnplätze Fissenknick und Hülsen wurden abgetrennt, [[Fissenknick (Horn-Bad Meinberg)|Fissenknick]] wurde der Stadt [[Horn-Bad Meinberg]] zugeordnet, Hülsen dem Detmolder Ortsteil [[Diestelbruch (Detmold)| Diestelbruch]]. Der Ortsteil Oberschönhagen gehört seither zu [[Detmold]]. | Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberschönhagen ist mit der Gemeindereform am 1. Januar 1970 neu strukturiert worden. Die ehemaligen Wohnplätze Fissenknick und Hülsen wurden abgetrennt, [[Fissenknick (Horn-Bad Meinberg)|Fissenknick]] wurde der Stadt [[Horn-Bad Meinberg]] zugeordnet, Hülsen dem Detmolder Ortsteil [[Diestelbruch (Detmold)| Diestelbruch]]. Der Ortsteil Oberschönhagen gehört seither zu [[Detmold]]. | ||
Bis dahin hatten alle Ortsteile eigene Bürgermeister mit eigenen Finanzhaushalten und Ortsräten. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Im Landschatzregister von 1590 wird Oberschönhagen zusammen mit [[Niederschönhagen]] als Schonhagen im Kespell Dehtmoldt genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 1]</ref> | Im Landschatzregister von 1590 wird Oberschönhagen zusammen mit [[Niederschönhagen]] als Schonhagen im Kespell Dehtmoldt genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 1]</ref> | ||
In Oberschönhagen gibt es auch einen älteren „-hausen“-Ort mit der Bezeichnung Hunychusen als frühmittelalterlichen Siedlungskern. Das wurde vom Autor Herbert Stöwer im Jahr 2008 als Quelle und am 01. Okt. 2024 in http://lippelex.de/index.php?title=Detmold-Oberschönhagen | Im ältesten Schatzregister von ca. 1390 werden „in dem Sconenhaghen“ 11 Kolonate, „in dem Rosendale“ 13 aufgeführt. Rosendahl ist ein Ortsteil von Schönhagen. In der Eversteiner Fehde wurde nach dem Schadensverzeichnis von ca. 1409 in beiden Ortsteilen u.a. „up dem kerkhove tom Schonenhaghen“ und „up dem kerkhove to Hunynchusen“ Schaden angerichtet. Auf Hunynchusen verweist der Hof Hünkemeier, Oberschönhagen Nr. 4. Er dürfte eine ältere Vorgeschichte haben, die über die Anfänge der Waldhufensiedlung zurückreicht. Es muss offen bleiben, ob es sich um den Resthof einer ausgegangenen Siedlung handelt. Mit Huinchusen, das im Güterverzeichnis des Corveyer Abts Erkenbert (1106-1129) erwähnt wird, könnte vielleicht die Vorgängersiedlung des Hofes Hünkemeier gemeint sein. Doch spricht einiges für eine gleichnamige Wüstung beim Hünkergrund (Wörderfeld, jetzt Stadt Lügde). | ||
In Oberschönhagen gibt es auch einen älteren „-hausen“-Ort mit der Bezeichnung Hunychusen als frühmittelalterlichen Siedlungskern. Das wurde vom Autor Herbert Stöwer im Jahr 2008 als Quelle und am 01. Okt. 2024 in LippeLex<ref>http://lippelex.de/index.php?title=Detmold-Oberschönhagen</ref> wie folgt u.a. beschrieben: | |||
Im Jahr 1352 verpfändete Otto, Edelherr zur Lippe, seinen Zehnten zu Schonenhaghene im Kirchspiel Detmold an den Knappen Hermann de Wendt. Im gleichen Jahr verpfändete Bernhard V. den Zehnten zu Mederkesborn, das 1394 in einem Kuhgeldregister als „to dem Eyderkesborne“ bezeichnet wird, an Konrad von Bega. Es handelt sich um die Höfe Oberschönhagen Nr. 1 und Nr. 9, die ab 1516 nicht mehr zu Brüntrup, sondern zur Bauerschaft Oberschönhagen gerechnet werden, weil der Meier zu Eveskeborn - wie er beim Verkauf der Burg und des Hauses Horn mit Zubehör an Rave Westphal im Jahre 1516 genannt wird – zusammen mit dem Hof Heidenreich von Simon V. für die Burg Detmold vorbehalten wird. Kirchlich gehörten die Höfe damals schon weiterhin zu Cappel. | Im Jahr 1352 verpfändete Otto, Edelherr zur Lippe, seinen Zehnten zu Schonenhaghene im Kirchspiel Detmold an den Knappen Hermann de Wendt. Im gleichen Jahr verpfändete Bernhard V. den Zehnten zu Mederkesborn, das 1394 in einem Kuhgeldregister als „to dem Eyderkesborne“ bezeichnet wird, an Konrad von Bega. Es handelt sich um die Höfe Oberschönhagen Nr. 1 und Nr. 9, die ab 1516 nicht mehr zu Brüntrup, sondern zur Bauerschaft Oberschönhagen gerechnet werden, weil der Meier zu Eveskeborn - wie er beim Verkauf der Burg und des Hauses Horn mit Zubehör an Rave Westphal im Jahre 1516 genannt wird – zusammen mit dem Hof Heidenreich von Simon V. für die Burg Detmold vorbehalten wird. Kirchlich gehörten die Höfe damals schon weiterhin zu Cappel. | ||
Die heute noch im östlichen Bereich des Waldgrundstücks des Hofes Bad Meinberger Strasse 170 vorhandenen zwei Hügelgräber und drei im Leistruper Wald lassen darauf schliessen, dass die ersten Besiedlungen des Dorlatales bereits während der Bronzezeit, also ca. 1.200 v.Chr., erfolgten; eine genaue Datierung ist nicht möglich. | |||
Die Namen der Hofbesitzer wurden erstmals um 1600 genannt. | Die Namen der Hofbesitzer wurden erstmals um 1600 genannt. | ||
Während des 30-jährigen Krieges von 1618-1648 erfolgten Plünderungen durch sog. „abgöttische schwedische Reutter“. | Während des 30-jährigen Krieges von 1618-1648 erfolgten Plünderungen durch sog. „abgöttische schwedische Reutter“. Es lagen nach dem dreissigjährigen Krieg (1652) 7 Hofstätten wüst: 1 Vollspänner, 5 Hoppenplöcker, sowie 1 weitere kleinere Stätte. | ||
Nach 1650 wurden die „Meier- oder Hägerrechte“ vergeben und die Einordnung in Vollspänner und Halbspänner. | Nach 1650 wurden die „Meier- oder Hägerrechte“ vergeben und die Einordnung in Vollspänner und Halbspänner. | ||
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Am 17. April 1768 gab es von Herrn Simon August zur Lippe eine weitere „Verordnung wegen Gebäude auf dem Lande“, die wegen des Brandschutzes vorgab, dass die bei „Errichtung neuer Gebäude hinkünftig die Wohnhäuser von den Scheunen und Fruchthäusern gänzlich abgesondert und so angelegt werden sollen, dass der Hausmann aus seiner Wohnung alles überschauen kann“. Die Gründe (Holz-Sockelschwellen) an den Häusern und Scheunen mussten einige Fuss hoch untermauert werden, um sie vor Fäulnis zu bewahren. Auch der Brand-Assecurations-Kasse mussten die Hauseigentümer beitreten. | Am 17. April 1768 gab es von Herrn Simon August zur Lippe eine weitere „Verordnung wegen Gebäude auf dem Lande“, die wegen des Brandschutzes vorgab, dass die bei „Errichtung neuer Gebäude hinkünftig die Wohnhäuser von den Scheunen und Fruchthäusern gänzlich abgesondert und so angelegt werden sollen, dass der Hausmann aus seiner Wohnung alles überschauen kann“. Die Gründe (Holz-Sockelschwellen) an den Häusern und Scheunen mussten einige Fuss hoch untermauert werden, um sie vor Fäulnis zu bewahren. Auch der Brand-Assecurations-Kasse mussten die Hauseigentümer beitreten. | ||
Im Salbuch von 1782 werden insgesamt 36 Kolonate aufgeführt: 4 Halbmeier, 1 Grosskötter,5 Mittelkötter,26 Hoppenplöcker und Strassenkötter. An nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten werden 1776 genannt: 1 preussischer Soldat, 1 Ziegelmeister, 1 Bauerrichter, 1 Holzknecht, 4 Personen betteln, 15 spinnen | |||
Schliesslich wurde am 27. Dezember 1808 von Pauline Christine Wilhelmine, Souveräne Fürstin, Vormünderin und Regentin zur Lippe usw. die „Verordnung zur Aufhebung des Leib- und Guts-Eigenthums betreffend“ verabschiedet. | Schliesslich wurde am 27. Dezember 1808 von Pauline Christine Wilhelmine, Souveräne Fürstin, Vormünderin und Regentin zur Lippe usw. die „Verordnung zur Aufhebung des Leib- und Guts-Eigenthums betreffend“ verabschiedet. | ||
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Die zugefrorene Teichfläche wurde danach im Winter von den Dorfkindern genutzt. Heute ist der Teich sehr stark verlandet. | Die zugefrorene Teichfläche wurde danach im Winter von den Dorfkindern genutzt. Heute ist der Teich sehr stark verlandet. | ||
Die Kirchengemeinde Vahlhausen | Oberschönhagen gehört zu der am 30. April 1913 gegründeten reformierten Kirchengemeinde Vahlhausen. Die neu gebaute Kirche wurde am 10. Dezember 1915 eingeweiht (aus Chronik der Kirchengemeinde Vahlhausen). | ||
Die Hofeigentümer Meier und Mischer bauten im Jahr 1919 einen privaten Friedhof auf dem Hofgelände Meier. | |||
Im Jahr 1943 stürzte in der Wiese Brokamp, Bad Meinberger Strasse 168, ein kleines britisches Militärflugzeug ab. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten. Über seinen Verbleib ist nichts bekannt. | Im Jahr 1943 stürzte in der Wiese Brokamp, Bad Meinberger Strasse 168, ein kleines britisches Militärflugzeug ab. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten. Über seinen Verbleib ist nichts bekannt. Spätere Sondenuntersuchungen des britischen Militärs waren erfolglos. | ||
Die Vertiefung wurde bei Schnee von den Kindern als "Skipiste" zum "Slalomfahren" genutzt; | Die Vertiefung wurde bei Schnee von den Kindern als "Skipiste" zum "Slalomfahren" genutzt; seit längerem ist sie eingeebnet. | ||
seit längerem ist sie eingeebnet. | |||
Nördlich der Zuwegung zum Hof Bad Meinberger Str. 152 in der Waldböschung östlich der Dorla befanden sich bis ca. 1980 zwei Höhlen, deren Eingänge mit Holzstämmen befestigt waren. Sie wurden vom damaligen Hofbesitzer Vietmeier zu Beginn des II. Weltkrieges hergestellt, um sich darin bei Gefahr zu verstecken. Die Eingänge verfielen immer mehr und sind seit vielen Jahren vollständig verschwunden. | |||
Die Elektrizität kam für einige Höfe ca. 1921/1946 mit Freileitungen. | Die Elektrizität kam für einige Höfe ca. 1921/1946 mit Freileitungen. | ||
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Ein unterirdischer Frischwasserbehälter aus dem Jahr 1957/58 ist an der Bad Meinberger Strasse gegenüber der Zuwegung zu den Grundstücken Nr. 158 und 160 vorhanden und in Betrieb. Dort befindet sich auch eine Elektro-Umspannstation mit einem Schild des damaligen Versorgers "Elektrizitätswerk Wesertal". | Ein unterirdischer Frischwasserbehälter aus dem Jahr 1957/58 ist an der Bad Meinberger Strasse gegenüber der Zuwegung zu den Grundstücken Nr. 158 und 160 vorhanden und in Betrieb. Dort befindet sich auch eine Elektro-Umspannstation mit einem Schild des damaligen Versorgers "Elektrizitätswerk Wesertal". | ||
Einen Telefonanschluss hatten bis ca. 1960 nur wenige Gehöfte. Einen öffentlichen Fernsprecher gab es beim damaligen Bürgermeister | Einen Telefonanschluss hatten bis ca. 1960 nur wenige Gehöfte. Einen öffentlichen Fernsprecher gab es beim damaligen Bürgermeister Wilhelm Meierjohann, Bad Meinberger Str. 160. | ||
Eine öffentliche Kanalisation ist bis heute nicht vorhanden. Die Abwässer werden seit ca. 2010 in mechanischen Mehrkammer-Kläranlagen gereinigt und dann in die Dorla abgeleitet. Bis ca. 1980 waren überwiegend Dunggruben vorhanden. | Eine öffentliche Kanalisation ist bis heute nicht vorhanden. Die Abwässer werden seit ca. 2010 in mechanischen Mehrkammer-Kläranlagen gereinigt und dann in die Dorla abgeleitet. Bis ca. 1980 waren überwiegend Dunggruben vorhanden. | ||
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Zwischen den Jahren 1950 bis ca. 1955 kam der Bäcker Buschmann aus Bad Meinberg mit Pferd und Wagen ins Dorf und verkaufte Brote und andere Backwaren. Danach noch einige Jahre mit einem Verkaufswagen. | Zwischen den Jahren 1950 bis ca. 1955 kam der Bäcker Buschmann aus Bad Meinberg mit Pferd und Wagen ins Dorf und verkaufte Brote und andere Backwaren. Danach noch einige Jahre mit einem Verkaufswagen. | ||
Eine Schule gab es nicht, die Kinder mussten bis ca. 1940 die Schule in der heutigen "Neue Reihe Nr. 6" | Eine Schule gab es nicht, die Kinder mussten bis ca. 1940 die Schule in der heutigen "Neue Reihe Nr. 6" in Diestelbruch/Grenze zu Hülsen besuchen. [[Datei:Alte Diestelbrucher Schule.jpeg|mini]] | ||
Nach Angabe der heutigen Geschäftsführerin des Reitvereins Bad Meinberg an den Autor fanden 30 Veranstaltungen in den Jahren 1928 bis 1939 und nach Neugründung von 1948 bis 1967 neben der Windmühle in Fisseknick auf den zum Hof Bad Meiberger Str. 170 gehörenden Grasflächen überregionale Reitturniere (Springen und Dressur) des Reitvereins Bad Meinberg statt. Viele Pferde und Reiter waren dazu vorübergehend auf den Höfen in Oberschönhagen, Fissenknick usw. untergebracht. | |||
In der Dressur | [[Datei:Windmühle Fissenknick.1964.jpeg|mini]] | ||
In der Dressur startete die damals sehr erfolgreiche Frau Vrony Meier-Johann aus Lenstrup. | |||
Bei den Springturnieren hatten Schüler und Jugendliche die Möglichkeit, durch wiederauflegen der abgeworfenen "Barren" sich zum kostenlosen Eintritt etwas Taschengeld zu verdienen. | Bei den Springturnieren hatten Schüler und Jugendliche die Möglichkeit, durch wiederauflegen der abgeworfenen "Barren" sich zum kostenlosen Eintritt etwas Taschengeld zu verdienen. | ||
Seit 1968 finden die Turniere im Waldstadion in Bad Meinberg statt. | |||
Im August 2025 wurde die Dorfgemeinschaft darüber informiert, die WNE Westfälisch-Niedersächsische Energie Gesellschaft wolle auf dem östlichen Grundstück am „Langer Berg“ eine Windenergieanlage WEA 01 errichten. Zwei weitere seien nebenan auf den zu Brüntrup und Wehren gehörenden Grundstücken geplant. Alle drei Anlagen liegen innerhalb des ausgewiesenen rechtskräftigen Windernergiegebietes. Ein Lageplan-Ausschnitt mit Darstellung der Anlagen ist beigefügt. | |||
Die geplante Anlage würde sich ca. 500 m östlich der Dorla befinden. Windgeräusche dürften nicht zu hören sein wegen der dazwischen befindlichen Wiesen und Wälder. Auch von Schlagschatten wird keines der Häuser in Oberschönhagen betroffen sein. | |||
[[Datei: Oberschönhagen Lageplan 2025.jpg|thumb|geplante Windräder, 2025, Foto: Wilfried Funke]] | |||
==Siedlungscharakteristik== | ==Siedlungscharakteristik== | ||
Oberschönhagen ist ein sog. Hagenhufendorf, eine Siedlungsform aus dem 13. Jahrhundert. Es entstand nach Waldrodungen, daher auch die Bezeichnung: Waldhufensiedlung; die Höfe liegen zwischen Straßen und Bächen/Flüssen, Grundstücke handtuchförmig | Oberschönhagen ist ein sog. Hagenhufendorf, eine Siedlungsform aus dem 13. Jahrhundert. Es entstand nach Waldrodungen, daher auch die Bezeichnung: Waldhufensiedlung; die Höfe liegen zwischen Straßen und Bächen/Flüssen, Grundstücke handtuchförmig. Ein Hagenrecht bedeutete, Besitzer durften ihren Grund und Boden einhegen, es entstanden Bauerngärten und Kleintierhaltung; als Hufe wurden die Hofgrundstücke, die Breiten und die Hoflagen bezeichnet. | ||
Die Dorla entspringt im Moerholz im | Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Passade zusammen. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern mündet ein namenloser Bach von links und danach die Homberg-, Hagen- und Sassenbäche in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mässig verschmutzt. | ||
Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Landschaftsschutzgebiet. | Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Landschaftsschutzgebiet. | ||
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[[Datei:Oberschönhagen Flächennutzungsplan von 2015.jpeg|mini]] | [[Datei:Oberschönhagen Flächennutzungsplan von 2015.jpeg|mini]] | ||
[[Datei:Oberschönhagen Lageplan von 2025.jpeg|mini]] geplante Windräder, Foto: Wilfried Funke]] | |||
==Ortsname== | ==Ortsname== | ||
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* 18 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. | * 18 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. | ||
Nur der Hof Bad Meinberger Str. 140 | Nur der Hof Bad Meinberger Str. 140 wird bis heute im Vollerwerb bewirtschaftet, alle anderen Höfe und Ländereien/Wälder sind verkauft und/bzw. verpachtet. | ||
Im Jahr 1998 fand am letzten Schulferien-Sonntag auf dem damaligen Hof Meierjohann das erste Dorffest statt. Dieses wird seither jährlich wiederholt. | |||
==Wohnstätten== | ==Wohnstätten== | ||
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Ausser der Bad Meinberger Strasse sind asphaltierte Wege, einige als mit Bäumen bepflanzte Alleen, zu den Hofanlagen vorhanden. | Ausser der Bad Meinberger Strasse sind asphaltierte Wege, einige als mit Bäumen bepflanzte Alleen, zu den Hofanlagen vorhanden. | ||
Die Wege zu den landwirtschaftlichen bzw. Waldflächen sind geschottert bzw. naturbelassen. | Die Wege zu den landwirtschaftlichen bzw. Waldflächen sind geschottert bzw. naturbelassen. | ||
An mehreren Stellen sind noch Gelände-Vertiefungen und -Steilwände vorhanden, aus denen Mergel für die Feldwege-Befestigungen abgebaut wurde. Auch wurde Mergel für Bodenverbesserungen verwendet. | |||
Eine Strassen-/Wegebeleuchtung ist nicht vorhanden. | Eine Strassen-/Wegebeleuchtung ist nicht vorhanden. | ||