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Nach Angabe der heutigen Geschäftsführerin des Reitvereins Bad Meinberg an den Autor fanden 30 Veranstaltungen in den Jahren 1928 bis 1939 und nach Neugründung von 1948 bis 1967 neben der Windmühle in Fisseknick auf den zum Hof Bad Meiberger Str. 170 gehörenden Grasflächen überregionale Reitturniere (Springen und Dressur) des Reitvereins Bad Meinberg statt. Viele Pferde und Reiter waren dazu vorübergehend auf den Höfen in Oberschönhagen, Fissenknick usw. untergebracht.  
Nach Angabe der heutigen Geschäftsführerin des Reitvereins Bad Meinberg an den Autor fanden 30 Veranstaltungen in den Jahren 1928 bis 1939 und nach Neugründung von 1948 bis 1967 neben der Windmühle in Fisseknick auf den zum Hof Bad Meiberger Str. 170 gehörenden Grasflächen überregionale Reitturniere (Springen und Dressur) des Reitvereins Bad Meinberg statt. Viele Pferde und Reiter waren dazu vorübergehend auf den Höfen in Oberschönhagen, Fissenknick usw. untergebracht.  
[[Datei:Windmühle Fissenknick.1964.jpeg|mini]]
In der Dressur startete die damals sehr erfolgreiche Frau Vrony Meier-Johann aus Lenstrup.  
In der Dressur startete die damals sehr erfolgreiche Frau Vrony Meier-Johann aus Lenstrup.  
[[Datei:Windmühle Fissenknick.1964.jpeg|mini]]
Bei den Springturnieren hatten Schüler und Jugendliche die Möglichkeit, durch wiederauflegen der abgeworfenen "Barren" sich zum kostenlosen Eintritt etwas Taschengeld zu verdienen.
Bei den Springturnieren hatten Schüler und Jugendliche die Möglichkeit, durch wiederauflegen der abgeworfenen "Barren" sich zum kostenlosen Eintritt etwas Taschengeld zu verdienen.
Seit 1968 finden die Turniere im Waldstadion in Bad Meinberg statt.
Seit 1968 finden die Turniere im Waldstadion in Bad Meinberg statt.
Im August 2025 wurde die Dorfgemeinschaft darüber informiert, die WNE Westfälisch-Niedersächsische Energie Gesellschaft wolle auf dem östlichen Grundstück am „Langer Berg“ eine Windenergieanlage WEA 01 errichten. Zwei weitere seien nebenan auf den zu Brüntrup und Wehren gehörenden Grundstücken geplant. Alle drei Anlagen liegen innerhalb des ausgewiesenen rechtskräftigen Windernergiegebietes. Ein Lageplan-Ausschnitt mit Darstellung der Anlagen ist beigefügt.
Die geplante Anlage würde sich ca. 500 m  östlich der Dorla befinden. Windgeräusche dürften nicht zu hören sein wegen der dazwischen befindlichen Wiesen und Wälder. Auch von Schlagschatten wird keines der Häuser in Oberschönhagen betroffen sein.
[[Datei: Oberschönhagen Lageplan 2025.jpg|thumb|geplante Windräder, 2025, Foto: Wilfried Funke]]


==Siedlungscharakteristik==
==Siedlungscharakteristik==
Oberschönhagen ist ein sog. Hagenhufendorf, eine Siedlungsform aus dem 13. Jahrhundert. Es entstand nach Waldrodungen, daher auch die Bezeichnung: Waldhufensiedlung; die Höfe liegen zwischen Straßen und Bächen/Flüssen, Grundstücke handtuchförmig. Ein Hagenrecht bedeutete, Besitzer durften ihren Grund und Boden einhegen, es entstanden Bauerngärten und Kleintierhaltung; als Hufe wurden die Hofgrundstücke, die Breiten und die Hoflagen bezeichnet.
Oberschönhagen ist ein sog. Hagenhufendorf, eine Siedlungsform aus dem 13. Jahrhundert. Es entstand nach Waldrodungen, daher auch die Bezeichnung: Waldhufensiedlung; die Höfe liegen zwischen Straßen und Bächen/Flüssen, Grundstücke handtuchförmig. Ein Hagenrecht bedeutete, Besitzer durften ihren Grund und Boden einhegen, es entstanden Bauerngärten und Kleintierhaltung; als Hufe wurden die Hofgrundstücke, die Breiten und die Hoflagen bezeichnet.


Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Passade zusammen. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern mündet ein namenloser Bach von links und danach die Homberg-, Hagen- und Sassenbäche in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II eingeordnet, d.h. sie ist mässig verschmutzt.
Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Passade zusammen. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern mündet ein namenloser Bach von links und danach die Homberg-, Hagen- und Sassenbäche in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mässig verschmutzt.
Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Landschaftsschutzgebiet.
Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Landschaftsschutzgebiet.


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