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|Ortsteil1901=Heiligenkirchen | |Ortsteil1901=Heiligenkirchen | ||
|Hausnummer1901=- | |Hausnummer1901=- | ||
}} | }}Heute evangelisch-reformierte Pfarrkirche, Ende des 8. Jh. gegründet und in mehreren Phasen erneuert bzw. erweitert. | ||
==Standort== | ==Standort== | ||
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Als Hammerstein 1643 zum dritten Mal heiratete, vermachte er seiner neuen Ehefrau Leveke von Münchhausen (1616–1675) das Gut als künftigen Witwensitz. Immerhin war er 37 Jahre älter als seine Braut. Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes ließ die Witwe die Familiengruft errichten. Sie war durch eine Treppe mit dem Kirchenschiff verbunden. 1685 wurde auch Hans Adams Neffe Friedrich Christoph von Hammerstein (1608–1685) hier beigesetzt. Er hatte zehn Jahre zuvor der Kirchengemeinde 400 Reichstaler geschenkt, deren Zinsen jährlich auf Haus Hornoldendorf unter die Armen verteilt werden sollten, und weitere 1.600 Reichstaler je zur Hälfte dem Pastor und den Armen der Gemeinde vermacht, um in dem Gewölbe beerdigt zu werden. Davon wissen wir, weil es ein knappes Jahrhundert später zum Streit darüber kam, ob eine Reparatur des Totengewölbes von der Gemeinde oder durch Ludwig von Hammerstein, der sie in Auftrag gegeben hatte, bezahlt werden sollte. Zur Untersuchung war eine gräfliche Kommission eingesetzt worden, deren Zuständigkeit von Hammerstein vor dem Reichskammergericht erfolglos anfocht.<ref> LAV NRW OWL, L 82 Lippische Reichskammergerichtsakten, Nr. 274 und Nr. 276. </ref> | Als Hammerstein 1643 zum dritten Mal heiratete, vermachte er seiner neuen Ehefrau Leveke von Münchhausen (1616–1675) das Gut als künftigen Witwensitz. Immerhin war er 37 Jahre älter als seine Braut. Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes ließ die Witwe die Familiengruft errichten. Sie war durch eine Treppe mit dem Kirchenschiff verbunden. 1685 wurde auch Hans Adams Neffe Friedrich Christoph von Hammerstein (1608–1685) hier beigesetzt. Er hatte zehn Jahre zuvor der Kirchengemeinde 400 Reichstaler geschenkt, deren Zinsen jährlich auf Haus Hornoldendorf unter die Armen verteilt werden sollten, und weitere 1.600 Reichstaler je zur Hälfte dem Pastor und den Armen der Gemeinde vermacht, um in dem Gewölbe beerdigt zu werden. Davon wissen wir, weil es ein knappes Jahrhundert später zum Streit darüber kam, ob eine Reparatur des Totengewölbes von der Gemeinde oder durch Ludwig von Hammerstein, der sie in Auftrag gegeben hatte, bezahlt werden sollte. Zur Untersuchung war eine gräfliche Kommission eingesetzt worden, deren Zuständigkeit von Hammerstein vor dem Reichskammergericht erfolglos anfocht.<ref> LAV NRW OWL, L 82 Lippische Reichskammergerichtsakten, Nr. 274 und Nr. 276. </ref> | ||
Friedrich Christoph von Hammerstein war kinderlos geblieben, daher stiftete der seit Levekes Tod auf dem [[ | Friedrich Christoph von Hammerstein war kinderlos geblieben, daher stiftete der seit Levekes Tod auf dem [[Rittergutsweg 1 (Hornoldendorf)|Rittergut Hornoldendorf]] sitzende Sohn Christoph Ludolf von Hammerstein (1646–1728) seinem Vetter 1686 ein steinernes Epitaph. Diese Gedenktafel ist erhalten und befindet sich heute innen an der Nordwand des Langhauses. Die von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz] (1646–1716) formulierte Inschrift lautet: | ||
"MEMORIÆ/FRIDERICI CHRISTOPHORI/DE GENTE EX ARCE RHENI/HAMMERSTEIN/NATI BOCKELHEMII IN PALATINATU/XV SEPTEMB. ANNO CHRISTI MDCVIII/PATRE IOHANNE WERNERO,/MATRE MARTA A SPONHEIM, /QUI/UBICUM GUSTAVO ADOLPHO SUECORUM REGE /IN GERMANIAM TANTUM MILES APPULIT, INDE/PER OMNES GRADUS IN EADEM LEGIONE AD/TRIBUNI ET POSTREMO IN EXERCITU AD/PRÆFECTI VIGILARUM GENERALIS/HONOREM PERVENIT/TANDEM PACE PATRIÆ REDDITA/SERERENISSIMORUM DUCUM BRUNOVICENSIUM/COPIIS CUM SUMMO IMPERIO/PRÆFUIT/OBIIT COELEBS IN OLENDORF LIPSIENS. COMITATUS/XII OCTOB. ANNO CHRISTI MDCLXXXV./SEPULCHRI MONUMENTUM/CONSOBRINO BENE DE GENTE MERITO POSUIT/CHRISTOPHORUS LUDOLPHUS/DE HAMMERSTEIN/ANNO CHR. MDCLXXXVI." | "MEMORIÆ/FRIDERICI CHRISTOPHORI/DE GENTE EX ARCE RHENI/HAMMERSTEIN/NATI BOCKELHEMII IN PALATINATU/XV SEPTEMB. ANNO CHRISTI MDCVIII/PATRE IOHANNE WERNERO,/MATRE MARTA A SPONHEIM, /QUI/UBICUM GUSTAVO ADOLPHO SUECORUM REGE /IN GERMANIAM TANTUM MILES APPULIT, INDE/PER OMNES GRADUS IN EADEM LEGIONE AD/TRIBUNI ET POSTREMO IN EXERCITU AD/PRÆFECTI VIGILARUM GENERALIS/HONOREM PERVENIT/TANDEM PACE PATRIÆ REDDITA/SERERENISSIMORUM DUCUM BRUNOVICENSIUM/COPIIS CUM SUMMO IMPERIO/PRÆFUIT/OBIIT COELEBS IN OLENDORF LIPSIENS. COMITATUS/XII OCTOB. ANNO CHRISTI MDCLXXXV./SEPULCHRI MONUMENTUM/CONSOBRINO BENE DE GENTE MERITO POSUIT/CHRISTOPHORUS LUDOLPHUS/DE HAMMERSTEIN/ANNO CHR. MDCLXXXVI." | ||
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1791 wurde von der Gottsbürener [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Stephan_Heeren Orgelbauerfamilie Heeren] eine Orgel für 400 Taler geliefert.<ref>{{GroßmannOrgeln1998}}.</ref> Deren Zinnpfeifen mussten im Ersten Weltkrieg zum Einschmelzen für Rüstungszwecke abgeliefert werden. 1919 wurden sie durch neue Orgelpfeifen ersetzt. Die Gemeindemitglieder spendeten dafür innerhalb weniger Tage 5000 Mark. | 1791 wurde von der Gottsbürener [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Stephan_Heeren Orgelbauerfamilie Heeren] eine Orgel für 400 Taler geliefert.<ref>{{GroßmannOrgeln1998}}.</ref> Deren Zinnpfeifen mussten im Ersten Weltkrieg zum Einschmelzen für Rüstungszwecke abgeliefert werden. 1919 wurden sie durch neue Orgelpfeifen ersetzt. Die Gemeindemitglieder spendeten dafür innerhalb weniger Tage 5000 Mark. | ||
Eine umfassende Renovierung war 1863 nach Plänen des Bau-Inspektors [https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893) Ferdinand Merckel] (1808–1893) erfolgt. Er ersetzte das Spitzbogenportal durch die noch heute vorhandene Rechtecköffnung und ein Maßwerkfenster darüber, nach dem Vorbild des benachbarten. Den relativ niedrigen und dunklen Kirchenraum empfand er als "kellerartig" und wollte ihn "freundlicher und heller" gestalten. Deswegen verlängerte er einige Fenster nach unten und brach eine zusätzliche Fensteröffnung an der Nordseite ein. Dazu musste die Hammerstein’sche Familiengruft abgebrochen werden. Die Emporen im Süden und Westen wurden durch größere ersetzt, da die wachsenden Einwohnerzahlen dies erforderten. Aus diesem Grund erhielt nun auch der Chor eine Empore. Man erreichte sie nur von außen durch eine Tür, die man unterhalb des Fensters in die Ostseite brach, wo sie sich noch heute befindet. Wenige Jahre später, | Eine umfassende Renovierung war 1863 nach Plänen des Bau-Inspektors [https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893) Ferdinand Merckel] (1808–1893) erfolgt. Er ersetzte das Spitzbogenportal durch die noch heute vorhandene Rechtecköffnung und ein Maßwerkfenster darüber, nach dem Vorbild des benachbarten. Den relativ niedrigen und dunklen Kirchenraum empfand er als "kellerartig" und wollte ihn "freundlicher und heller" gestalten. Deswegen verlängerte er einige Fenster nach unten und brach eine zusätzliche Fensteröffnung an der Nordseite ein. Dazu musste die Hammerstein’sche Familiengruft abgebrochen werden. Die Emporen im Süden und Westen wurden durch größere ersetzt, da die wachsenden Einwohnerzahlen dies erforderten. Aus diesem Grund erhielt nun auch der Chor eine Empore. Man erreichte sie nur von außen durch eine Tür, die man unterhalb des Fensters in die Ostseite brach, wo sie sich noch heute befindet. Wenige Jahre später, 1871, erhielt auch die Südempore einen Außenzugang, indem man das kleine Fenster in der Nordwand des Seitenschiffs zu einer Tür vergrößerte und außen eine Treppe anbaute.<ref>Archiv der Lippischen Landeskirche, 04.03 Nr. 119.</ref> Ein Muster der hölzernen Brüstungstafeln der alten Emporen, mit offenen Maßwerksbögen, gelangte in die Sammlung des Lippischen Landesmuseums, wo es in der Dauerausstellung zu sehen ist.<ref> Lippisches Landesmuseum, Landesgeschichtliche Sammlung im Kornhaus aus Schieder, Erdgeschoss "Kirchenraum".</ref> | ||
Aus dem Jahr 1937 sind zwei Fotografien des Innenraums überliefert, einmal der Blick vom Chor zur Westempore mit Orgel, zum anderen der Blick von Westen Richtung Chor. Die Aufnahmen fertigte Otto Gaul bei seinen Inventarisierungsarbeiten des Landkreises Detmold an. Sie werden im Landesdenkmalamt (jetzt: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen) in Münster verwahrt. Gaul hatte am 1. Oktober 1935 unter Leitung des lippischen Landeskonservators und Baurats Karl Vollpracht mit der Erfassung der Kunst- und Baudenkmäler im damaligen Freistaat Lippe begonnen, die in vier Inventarbänden (Stadt Detmold, Kreis Detmold, Stadt Lemgo, Kreis Lemgo) erscheinen sollten. Obwohl das Detmolder Inventar bei Kriegsbeginn fast druckfertig war, konnte es wegen der Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit nicht mehr erscheinen. Wegen der umfangreichen Restaurierungen in der Nachkriegszeit wurde dann eine aktualisierende Neubearbeitung notwendig. So erschien der Band Detmold Stadt erst 1968,<ref>{{GaulStadt1968}}. </ref> der für den Kreis Detmold jedoch bis heute nicht. Auch für Lemgo ist, erst 1983, nur der Band über die Stadt erschienen.<ref> {{GaulStadt1983}}.</ref> Zwei weitere Fotografien des Innenraums, die das zu Pfingsten festlich geschmückte Kirchenschiff in Ost- und Westrichtung zeigen, sind 1969 kurz vor Beginn der archäologischen Untersuchung angefertigt worden.<ref>{{HegerfeldGemeindezentrum1998}}}, S. 10. </ref> | Aus dem Jahr 1937 sind zwei Fotografien des Innenraums überliefert, einmal der Blick vom Chor zur Westempore mit Orgel, zum anderen der Blick von Westen Richtung Chor. Die Aufnahmen fertigte Otto Gaul bei seinen Inventarisierungsarbeiten des Landkreises Detmold an. Sie werden im Landesdenkmalamt (jetzt: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen) in Münster verwahrt. Gaul hatte am 1. Oktober 1935 unter Leitung des lippischen Landeskonservators und Baurats Karl Vollpracht mit der Erfassung der Kunst- und Baudenkmäler im damaligen Freistaat Lippe begonnen, die in vier Inventarbänden (Stadt Detmold, Kreis Detmold, Stadt Lemgo, Kreis Lemgo) erscheinen sollten. Obwohl das Detmolder Inventar bei Kriegsbeginn fast druckfertig war, konnte es wegen der Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit nicht mehr erscheinen. Wegen der umfangreichen Restaurierungen in der Nachkriegszeit wurde dann eine aktualisierende Neubearbeitung notwendig. So erschien der Band Detmold Stadt erst 1968,<ref>{{GaulStadt1968}}. </ref> der für den Kreis Detmold jedoch bis heute nicht. Auch für Lemgo ist, erst 1983, nur der Band über die Stadt erschienen.<ref> {{GaulStadt1983}}.</ref> Zwei weitere Fotografien des Innenraums, die das zu Pfingsten festlich geschmückte Kirchenschiff in Ost- und Westrichtung zeigen, sind 1969 kurz vor Beginn der archäologischen Untersuchung angefertigt worden.<ref>{{HegerfeldGemeindezentrum1998}}}, S. 10. </ref> | ||
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==Baubeschreibung== | ==Baubeschreibung== | ||
Zweischiffige Hallenkirche mit Rechteckchor und quadratischem Westturm. Putzbau aus Bruchstein, Werksteingewände aus Sandstein, der Turm aus wuchtigen Sandsteinquadern mit Schiefergedecktem Zeltdach, darin nach Süden eine überdeckte Glockenöffnung, nach Osten eine flache Gaube. Das südliche Kirchenschiff wird von zwei Querhäusern mit hohen Giebeln überdacht, wie das Satteldach über Nordschiff und Chor mit Hohlpfannen gedeckt. In den Giebelwänden je ein hohes dreibahniges Spitzbogenfenster mit Rautenverglasung, unter dem westlichen Fenster der Haupteingang. Gegenüberliegende Fenster im Norden. Im Chor alle drei Seiten mit hohem Spitzbogenfenster, im Osten darunter eine Tür. An der | Zweischiffige Hallenkirche mit Rechteckchor und quadratischem Westturm. Putzbau aus Bruchstein, Werksteingewände aus Sandstein, der Turm aus wuchtigen Sandsteinquadern mit Schiefergedecktem Zeltdach, darin nach Süden eine überdeckte Glockenöffnung, nach Osten eine flache Gaube. Das südliche Kirchenschiff wird von zwei Querhäusern mit hohen Giebeln überdacht, wie das Satteldach über Nordschiff und Chor mit Hohlpfannen gedeckt. In den Giebelwänden je ein hohes dreibahniges Spitzbogenfenster mit Rautenverglasung, unter dem westlichen Fenster der Haupteingang. Gegenüberliegende Fenster im Norden. Im Chor alle drei Seiten mit hohem Spitzbogenfenster, im Osten darunter eine Tür. An der Ostseite des Südschiffs eine Außentreppe mit Zugang zur Empore. Schräg gestellte gestufte Stützpfeiler an den Ecken. | ||
Turm mit gestuftem Rundbogenportal an der Südseite. In den beiden oberen Geschossen an der Ostseite je zwei Biforien, an der Süd- und Nordseite je eine. | Turm mit gestuftem Rundbogenportal an der Südseite. In den beiden oberen Geschossen an der Ostseite je zwei Biforien, an der Süd- und Nordseite je eine. | ||
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Kirchengemeinde Heiligenkirchen. | Kirchengemeinde Heiligenkirchen. | ||
Die Pfarrer Heiligenkirchens seit Ende des 14. Jahrhunderts waren nach Dreves:<ref>{{DrevesGeschichte1881}}, S. 73–75.</ref> | |||
„1. Johann, Pfarrer von Heiligenkirchen, Rector der Capelle des Heiligengeistes zu Lemgo, schließt vor dem Vicearchidiacon des Lemgoer Stuhls am 23. August 1394 einen Vergleich. (Lipp. Reg. II., 1425.) | |||
2. Johann Welthof, Kirchherr zu Heiligenkirchen, unter dessen Vermittelung Bernhard E. H. zur Lippe am 20. November 1493 einen Vertrag schließt. (Lipp. Reg. IV., 2809.) | |||
3. Johann Brinkmann; an ihn und die dortigen Kirchendechen verkauft im Jahre 1527 der E. H. Simon V. zur Lippe für 100 Fl. 5 Malt Korn aus 2 Höfen in Frommhausen. (Lipp. Reg. III., 2494.) | |||
4. Arnd Holscher, ›ein Papist, der vom Officialat zu Paderborn bei dem Streithandel wegen der Reparationskosten der Wehme zu Horn committiret war.‹ (Pustkuchen, Beitr. S. 73.) (Siehe Horn.) | |||
Ihm folgte als erster lutherischer Prediger: | |||
1. 1541 Johann Deterdink. Dann | |||
2. 1565 Joachim Drepper, der bis hier bis zu seinem Tode 1595 verblieb.<ref>Wird auch 1598 in den Amtsprotokollen als der »selige Pastor zu Hilgenkirchen Herr Joachim Drepper« genannt: L 108 A Nr. 130, Amtsprotokolle Detmold 1596–1605, S. 172.</ref> | |||
3. Joachim Drepper, des Vorigen Sohn, stand hier bis 1602, kam von hier nach Horn und 1609 nach Lemgo, da er wegen Einführung der neuen Reformation weichen mußte (vgl. die Prediger von St. Nicolai und St. Marien.) | |||
4. Heinrich Windt, 1602–1608, ist der erste reformirte Prediger hier gewesen, starb in Heiligenkirchen den 15. März 1608. | |||
5. Henrich Wetter, 1609–1636; dieser, sowie der Vorige liegen auf dem Chore in der Kirche begraben. Er gab dem Grafen Simon VI. zu Brake bei der von diesem auch von Seiten des Bischofs von Paderborn an Lipp. Pfarrer erhobene Ansprüche des Domthesaurars oder früheren Archidiacons von Lemgo im Jahre 1611 veranlaßten Versammlung zu Protokoll: ›Weder sein Vorgänger seit 80 Jahren, noch er sei von den Paderbornern angesprochen.‹ | |||
6. Henricus Perizonius, 1638–1652, kam von Falkenhagen hierher und starb im letztgenannten Jahre. Generalsuperintendent Sustmann hielt ihm die Leichenrede aus Dan. 12, 3. | |||
7. Joachim Winandt, aus Gravenstein in Hessen, wurde abgesetzt, (wahrscheinlich im Jahre 1669, zugleich mit ihm der widerspenstige Stephani in Stapelage), ›und hat sich nachher in Haustenbeck als Prediger bis in sein hohes Alter aufgehalten.‹ Ein Visitationsbericht des Jahres 1668 bemerkt: ›In Berlebeck wohnt Cord D., welcher seinem eigenen Bekenntniß nach dem Pastor Winandt einen bösen Trunk wollen beibringen. Da es aber Gott verhütet, habe er den Pastor einen Thaler gegeben, um nicht zu klagen, sondern still zu sein. Er wäre leider durch etliche böse Weiber dazu verleitet.‹ (Vgl. A. v. Cölln, Urkundl. Beiträge S. 19.) | |||
8. Hermann Farwich, 1670–1677, kam von hier nach Schwalenberg. | |||
9. Henrich Hermann Grabbäus, kam 1678 von Schwalenberg und starb 1689. | |||
10. Hermann Conrad Grabbäus, geb. 24 September 1661, studirte zu Bremen, des Vorigen Sohn und Gehülfe, kam hierher 1688 und starb 1717. oo 26.1.1691 Agneta Deters, ehel. Tochter des Bürgermeisters Deters aus Horn. | |||
11. Friedrich Georg Knabeschuh, 1718–1727, wurde von hier nach Lemgo versetzt. | |||
12. Gerlacus Rickmeyer, 1727–1729, Sohn des im Jahre 1751 zu Horn verschiedenen Generalsuperintendenten Hermann Dietrich Rickmeyer. | |||
13. Matthias Jenin (hugenottischer Einwanderer), 1730–1763, kam von hier nach Horn, starb aber hier schon nach einmaligem Predigen 14 Tage nach seinem Einzuge. | |||
Mathias Jenin (1730–1763), verheiratete sich mit der Tochter eines türkischen Ehepaares, Hassan und Kadira, welche in ihrer Jugendzeit im Türkenkrieg bei der Eroberung von Neuhäusel gefangen genommen und vom lippischen Grafen Georg 1683 mit nach Lippe gebracht und dort am 7. Mai 1693 getauft wurden. Hassan unter dem Namen Dietrich Sternberg (gestorben als gräflicher Kapitän-Lieutnant 1726) und Kadira (auch: Kattira) unter dem Namen Henriette.<ref>{{BrandesHugenotten-Kolonieen1895}}, S. 21.</ref> Jenin fiel durch die Vernachlässigung seiner kirchlichen Pflichten und durch einen unsittlichen Lebenswandel auf. 1734 beschwerte sich die Gemeinde, er sei ohne Urlaub nach Schötmar gewesen, weshalb ein Kind ungetauft gestorben sei, er sei mehrfach, unter anderem am Karfreitag, nicht in der Kirche gewesen, an beiden Weihnachtstagen erst gekommen, als Singen und Beten vorüber gewesen, ebenso bei Begräbnissen, habe von Michaelis bis Ostern keinen Katechismus-Unterricht gehalten und nehme von den Armen eine überhöhte Gebühr für die Leichenpredigt. Zur Frau des Amtsvogts unterhielt er ein anstößiges Verhältnis, weshalb die Gemeinde seinen Gottesdienst nicht mehr besuchte. Am 12. Oktober 1740 bat „sämtliche Gemeinde“ um seine Versetzung. Sie gaben an, nicht mehr zum Abendmahl gehen zu können „und sehen wir so gar mit bekümmerten Seelen, daß unsere Kinder mit dem Bade der Heyligen Taufe von unheyligen Händen besprengt werden“.<ref>{{WendtAmt1965}}, S. 123 f.</ref> Dennoch sollte es noch 23 Jahre dauern, bis das Konsistorium Jenin 1763 nach Horn versetzte, wo er alsbald verstarb. | |||
14. Johann Friedrich Christian Wessel, geb. 11. November 1735 zu Sonneborn, besuchte die Schule zu Detmold, studirte zu Harderwyk, kam am 20. November 1763 als Prediger nach Heiligenkirchen, 1772 nach Bega, wo er 1803 gestorben ist. | |||
15. Friedrich Christoph Pustkuchen, 1772–1775, der Verfasser der Lipp. Denkwürdigkeiten, kam von Meinberg hierher; starb am 26. Juli 1775 und ist auf dem Chore der Kirche begraben. (Siehe Meinberg.) Er hielt seine Antrittspredigt über 2 Tim. 4, 5. | |||
16. Heinr. Ernst Ludwig Vette, 1775–1786, kam von hier nach Bösingfeld, 1804 nach Bega, wo er 1817 gestorben ist. | |||
17. Philipp Heinrich Recker aus Blomberg 1787–1795, kam von Haustenbeck, ging 1795 nach Salzuflen und starb 1826. | |||
18. Ludwig Stockmeyer aus Lemgo, 1795–1798, ging nach Brake, wo er 1837 gestorben ist. Er ist der Vater des nachherigen Superintendenten Stockmeyer. | |||
19. Ernst Friedrich Ferdinand Hildebrandt aus Lüdenhausen, 1798–1812, war seit 1789 seines Vaters Gehülfe, kam im Jahre 1798 nach Heiligenkirchen, 1812 nach Oerlinghausen und starb hier 1835. | |||
20. August Althaus, aus Falkenhagen, 1812, Bruder des Generalsuperintendenten Althaus, starb hierselbst im Jahre 1859. | |||
21. Friedrich Grupe aus Brake, wurde am 13. August 1840 unter die Landescandidaten aufgenommen, 1841 Privatlehrer zu Brake und interimistischer Inspektor an der Irrenanstalt [Lindenhaus, JK] daselbst, 1844 Predigergehülfe in Lemgo, kam 1846 in gleicher Eigenschaft nach Lüdenhausen, 1848 als zweiter Pastor in Oerlinghausen, 1851 p. Wahl nach Leopoldshöhe, 1860 nach Heiligenkirchen. In der ersten Lipp. Landessynode im Jahre 1878, in die er als geistlicher Deputirter gewählt wurde, fungirte derselbe als Alterspräsident; von der Classenversammlung Detmold wurde er im Jahre 1876 zum stellvertretenden Superintendenten der Classe Detmold gewählt. Er ist Mitglied der im Auftrage der Landessynode niedergesetzten Commission zur Revision des Heidelberger Katechismus für den Gebrauch in Schule und Kirche.“ | |||
Die weiteren Pfarrer nach Friedrich Grupe (1860–1888) waren:<ref>{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 413–418.</ref> | |||
22. Emil Zeiß (1888–1905) trat die Pfarre am 1. Oktober 1888 an. Zuvor war er Pastor in Barntrup. Am 1. April 1905 trat er in den Ruhestand und starb am 14. April 1910 in Schwalenberg. | |||
23. Gustav Lamberg (1905–1933), war zuvor zweiter Pfarrer in Blomberg.<ref>Portraitfoto in {{HegerfeldGemeindezentrum1998}}, S. 16.</ref> | |||
24. Otto Voget (1933 bis 1944), war 1925–1927 Pfarrer in Falkenhagen, anschl. in Blomberg. Am 6. April 1944 von der Gestapo verhaftet.<ref>Portraitfoto in {{HegerfeldGemeindezentrum1998}}, S. 20.</ref> | |||
25. Pfarrer Heinrich Quistorp (August 1944–September 1945), geboren 1911, gestorben 1987. Wurde als Vertretungspfarrer vom Landeskirchenamt zugewiesen. | |||
26. erneut Otto Voget (27. September 1945–1951) | |||
27. Wilhelm Jürges (13. Januar 1952–1962/63). .<ref>Portraitfoto in {{HegerfeldGemeindezentrum1998}}, S. 25 oben.</ref> | |||
28. Heiko von Houwald (1. Juli 1963–30. Juni 1964), wechselte dann zur Gemeinde Detmold-Ost.<ref>Portraitfoto in {{HegerfeldGemeindezentrum1998}}, S. 26.</ref> | |||
29. Günther Koch (15. September 1974–31. Dezember 1990).<ref>Portraitfoto in {{HegerfeldGemeindezentrum1998}}, S. 56.</ref> | |||
30. Detlef Harth 1991–2017. | |||
31. Wiltrud Holzmüller, seit 2017. | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
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{{LindeKirche2015}}. | {{LindeKirche2015}}. | ||
{{KleinmannsErdbeben2015}}. | |||
{{LobbedeyHeiden1971}}. | {{LobbedeyHeiden1971}}. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
LAV NRW OWL, L 69 Nr. 143: Kirchen- und Pfarrhausreparaturen zu Heiligenkirchen. | |||
LAV NRW OWL, D 73, Tit. 4, Nr. 7793–7832: Baubestandszeichnungen lippischer Kirchen, Längs- und Querschnitte, Grundrisse. Fotos nach Zeichnungen des Amts für Denkmalpflege, aufbewahrt beim Staatshochbauamt Detmold; von Bette und Dr. Müller, Inventarisation der Bau- und Kunstdenkmäler; Blatt Heiligenkirchen: Nr. 7806: 26 x 39 Zentimeter, ca. 1:200, ca. 1935–1939, 1947–1949 [Querschnitt, Grundriss, Längsschnitt, mit Bauphasen]. | LAV NRW OWL, D 73, Tit. 4, Nr. 7793–7832: Baubestandszeichnungen lippischer Kirchen, Längs- und Querschnitte, Grundrisse. Fotos nach Zeichnungen des Amts für Denkmalpflege, aufbewahrt beim Staatshochbauamt Detmold; von Bette und Dr. Müller, Inventarisation der Bau- und Kunstdenkmäler; Blatt Heiligenkirchen: Nr. 7806: 26 x 39 Zentimeter, ca. 1:200, ca. 1935–1939, 1947–1949 [Querschnitt, Grundriss, Längsschnitt, mit Bauphasen]. | ||
LAV NRW OWL, D 73, Tit. 4, Nr. 14062: Zeichnung für ein Fenster in der Kirche zu Heiligenkirchen, Handzeichnung auf Transparent 45 x 29 Zentimeter, 1:10, 1955 [Staatshochbauamt, dreibahniges Spitzbogenfenster mit großen quadradratischen Rauten]. | LAV NRW OWL, D 73, Tit. 4, Nr. 14062: Zeichnung für ein Fenster in der Kirche zu Heiligenkirchen, Handzeichnung auf Transparent 45 x 29 Zentimeter, 1:10, 1955 [Staatshochbauamt, dreibahniges Spitzbogenfenster mit großen quadradratischen Rauten]. | ||
LLB: Otto Gaul, Denkmalinventar Detmold-Land, Typoskript (2. Fassung), um 1960, Bl. 177–185 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat] | |||
LLB: 3 H 1,3: Ansicht der Kirche von SSO, Bleistiftzeichnung, Ludwig Menke, 1850; –3 H 1,4: Ansicht der Kirche von OSO, Bleistiftzeichnung, Ludwig Menke, 1851; –3 H 1,1: Ansicht der Kirche von SSO, Tuschezeichnung, Emil Zeiß, 1852; – 3 H 2: Ansicht der Kirche von SSO, getuschte Bleistiftzeichnung, C. Caesar, 1859; –3 H 10: Grundriss, Bleistiftzeichnung, o. A. o. J.; – 3 H 6: Romanische Säulen Heiligenkirchen und Brake, Bleistiftzeichnung, Carl Dewitz, 1882; – 3 H 5: Inschrift auf einer Schiefertafel, Bleistiftzeichnung, Carl Dewitz, 1880; – 3 H 4: desgl., Tuschezeichnung, Emil Zeiß, 1860; – 3 H 3: Romanisches Turmportal, Bleistiftzeichnung, Hugo von Donop, 1873; – 3 H 1: Ansicht der Kirche von N, Details (Portal, Säulen, Glocke), Bleistiftzeichnung, Carl Dewitz, 1880. | LLB: 3 H 1,3: Ansicht der Kirche von SSO, Bleistiftzeichnung, Ludwig Menke, 1850; –3 H 1,4: Ansicht der Kirche von OSO, Bleistiftzeichnung, Ludwig Menke, 1851; –3 H 1,1: Ansicht der Kirche von SSO, Tuschezeichnung, Emil Zeiß, 1852; – 3 H 2: Ansicht der Kirche von SSO, getuschte Bleistiftzeichnung, C. Caesar, 1859; –3 H 10: Grundriss, Bleistiftzeichnung, o. A. o. J.; – 3 H 6: Romanische Säulen Heiligenkirchen und Brake, Bleistiftzeichnung, Carl Dewitz, 1882; – 3 H 5: Inschrift auf einer Schiefertafel, Bleistiftzeichnung, Carl Dewitz, 1880; – 3 H 4: desgl., Tuschezeichnung, Emil Zeiß, 1860; – 3 H 3: Romanisches Turmportal, Bleistiftzeichnung, Hugo von Donop, 1873; – 3 H 1: Ansicht der Kirche von N, Details (Portal, Säulen, Glocke), Bleistiftzeichnung, Carl Dewitz, 1880. | ||
LLM: 538/97: Kirche und Pfarrhaus von Osten, Bleistiftskizze, Emil Zeiß, o. J.; – 1616/93: Kirche von Südost, Bleistiftzeichnung, Emil Zeiß, o. J. (1851?); – 1197/93: Kirche und Häuser von Norden, Bleistiftzeichnung, Emil Zeiß, um 1852; – 1196/93: Kirche und Fachwerkhaus von Osten, Bleistiftzeichnung, Emil Zeiß, 1886; – 85/97: Kirche von Osten, Aquarell und Bleistift, Emil Zeiß, 1888; – 88/97: Kirche von Südost, Sepiazeichnung, Emil Zeiß, 1898. | LLM: 538/97: Kirche und Pfarrhaus von Osten, Bleistiftskizze, Emil Zeiß, o. J.; – 1616/93: Kirche von Südost, Bleistiftzeichnung, Emil Zeiß, o. J. (1851?); – 1197/93: Kirche und Häuser von Norden, Bleistiftzeichnung, Emil Zeiß, um 1852; – 1196/93: Kirche und Fachwerkhaus von Osten, Bleistiftzeichnung, Emil Zeiß, 1886; – 85/97: Kirche von Osten, Aquarell und Bleistift, Emil Zeiß, 1888; – 88/97: Kirche von Südost, Sepiazeichnung, Emil Zeiß, 1898. | ||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 2002: Heiligenkirchen: Die Reparatur der dortigen Kirchenuhr, 1822, 1849–1856. | |||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 2774: Heiligenkirchen: Die Reparatur des Kirchturms, 1813, 1827. | |||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 2775: Heiligenkirchen: Die Reparaturen der kirchlichen Gebäude, insbesondere der Kirche, 1835–1863, 1951–1953. | |||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 2776: Heiligenkirchen: Verschiedene Berichte über Reparaturen etc. der geistlichen Gebäude und der Schulgebäude, 1835–1851. | |||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 2777: Heiligenkirchen: Die Reparatur des dortigen Pfarrhauses, 1799–1874 (darin: Skizze Giebelseite; Grundrisse, enthält auch: Aufgang zur Prieche). | |||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 2778: Heiligenkirchen: Der Neubau des dortigen Pfarrhauses an Stelle des am 4. September 1872 abgebrannten Pfarrhauses, 1872, 1891, 1935, 1946 (enthält auch: Abriss eines Tagelöhnerhauses oder Backhauses von 1693 (1891)). | |||
Landeskirchenarchiv, 01.01 / Konsistorialregistratur, Nr. 3816: Heiligenkirchen: Kirchenrechnungen und Armenrechnungen sowie deren Abnahme, 1645–1953. | |||
Landeskirchenarchiv, 04.03 / Heiligenkirchen (ev.-ref), Nr. 119: Abbruch der Grabgewölbes von Hammerstein und Umgestaltung der Kirche, 1863–1871 (darin: Zeichnung einer Priechentür mit Freitreppe von Baumeister Merckel (1871)). | |||
Landeskirchenarchiv, 04.03 / Heiligenkirchen (ev.-ref), Nr. 204: Kostenberechnungen für Bauten und Reparaturen | |||
an der Kirche, 1780–1851. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
[https://www.youtube.com/watch?v=nolA3OZORbg Kurzfilm] mit Blick ins Innere bis in die Turmspitze. | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
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[[Kategorie:Kirche]] [[Kategorie:Kirchweg (Heiligenkirchen)]] [[Kategorie:Hausstätte in Heiligenkirchen]] [[Kategorie:Ferdinand Merckel]] | |||
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