Hörste: Unterschied zwischen den Versionen
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Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben - erkennbar an ihren in Salbucheinträgen - offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.<ref>Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27</ref> | Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben - erkennbar an ihren in Salbucheinträgen - offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.<ref>Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27</ref> | ||
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte ''Mansen'', in Hörste an das Kloster Marienfeld - die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster ''Haus und Gut - '' den Hof Brink - von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: ''Bruckman tho Horst'' (Brockmann), ''Johan Mellies'' (Mellies), ''Rysenberck'' (Riesenberg), ''Ostman tho Horst'' (Ostmann), ''Hildebrant tho Horst'' (Hilbrink), ''Deppe Johanning'' ''tho Horst'' (Hanning), ''Schulte tho Horst'' (Schulte)'', Brynckman tho Horst'' (Brink), ''Huneke tho Horst'' (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe ''Brinkman tho Hyttendorp'' (Brinkmann) und ''Wyman tho Hyttendorp'' (Wiemann). | 1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte ''Mansen'', in Hörste an das Kloster Marienfeld - die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster ''Haus und Gut - '' den Hof Brink - von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: ''Bruckman tho Horst'' (Brockmann), ''Johan Mellies'' (Mellies), ''Rysenberck'' (Riesenberg), ''Ostman tho Horst'' (Ostmann), ''Hildebrant tho Horst'' (Hilbrink), ''Deppe Johanning'' ''tho Horst'' (Hanning), ''Schulte tho Horst'' (Schulte)'', Brynckman tho Horst'' (Brink), ''Huneke tho Horst'' (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe ''Brinkman tho Hyttendorp'' (Brinkmann), ''Herm Beynynck'' (Beining) und ''Wyman tho Hyttendorp'' (Wiemann). | ||
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück. | Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück. | ||
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. | Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form ''Hiddinkthorpe'' (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen). | ||
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz ''Hörsterbruch'' angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind. | Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz ''Hörsterbruch'' angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind. | ||
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| Einwohner || Jahr || Jahr | | Einwohner || Jahr || Jahr | ||
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| Wohnplatz || | | Wohnplatz || 1900 || 1925 | ||
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| Brinkmannssand,<br> Eberg, Helweg || 26 || | | Brinkmannssand,<br> Eberg, Helweg || 26 || | ||
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* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]] | * Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]] | ||
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]] | * Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]] | ||
* Hörste Nr. 16 = [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]] | * Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[gegenüber Hiddentruper Straße 5]] | ||
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]] | |||
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]] (Uekenpohl) | * Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]] (Uekenpohl) | ||
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]] (Uekenpohl) | * Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]] (Uekenpohl) | ||
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* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]] (Hörsterbruch) | * Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]] (Hörsterbruch) | ||
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]] (nicht in Karte 1969, da Ruine) (Hörsterbruch) | * Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]] (nicht in Karte 1969, da Ruine) (Hörsterbruch) | ||
* Hörste Nr. 68 | * Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]] (Eberg) | ||
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]] | * Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]] (Eberg) | ||
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]] (Eberg) | * Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]] (Eberg) | ||
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]] | * Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]] | ||