Hörste: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. | Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. | ||
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert. | Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage - die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben - an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. | 1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage - die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben - an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. | ||
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Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche ''Pensionen'' im ''Luftkurort Hörste'') und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist - wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld - in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden. | Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche ''Pensionen'' im ''Luftkurort Hörste'') und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist - wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld - in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden. | ||
==Pläne, Ortsansichten== | ==Pläne, Ortsansichten== | ||
· Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel) (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13) | · Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel) (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13) | ||
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· Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975) | · Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975) | ||
==Ortsname== | ==Ortsname== | ||
''Hursten - '' die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste - bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet. | ''Hursten - '' die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste - bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet. | ||
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* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]] | * Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]] | ||
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]] | * Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]] | ||
* Hörste Nr. 10 =[[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]] | * Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]] | ||
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]] | * Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]] | ||
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]] | * Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]] | ||