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[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]] | |||
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste | [[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]] | ||
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert. | |||
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]] | |||
==Lage== | ==Lage== | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt<br />Carte vom Fürstenthum Lippe<br />[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]] | |||
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]] | |||
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]] | |||
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]] | |||
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage - die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben - an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. | 1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage - die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben - an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. | ||
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben - erkennbar an ihren in Salbucheinträgen - offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.<ref>Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27</ref> | Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben - erkennbar an ihren in Salbucheinträgen - offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.<ref>Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27</ref> | ||
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte ''Mansen'', in Hörste an das Kloster Marienfeld - die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster ''Haus und Gut - '' den Hof Brink - von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: ''Bruckman tho Horst'' (Brokmann), ''Johan Mellies'' (Mellies), ''Rysenberck'' (Riesenberg), ''Ostman tho Horst'' (Ostmann), ''Hildebrant tho Horst'' (Hilbrink), ''Deppe Johanning | 1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte ''Mansen'', in Hörste an das Kloster Marienfeld - die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster ''Haus und Gut - '' den Hof Brink - von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: ''Bruckman tho Horst'' (Brokmann), ''Johan Mellies'' (Mellies), ''Rysenberck'' (Riesenberg), ''Ostman tho Horst'' (Ostmann), ''Hildebrant tho Horst'' (Hilbrink), ''Deppe Johanning tho Horst'' (Hanning), ''Schulte tho Horst'' (Schulte), ''Brynckman tho Horst'' (Brink), ''Huneke tho Horst'' (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe ''Brinkman tho Hyttendorp'' (Brinkmann), ''Herm Beynynck'' (Beining) und ''Wyman tho Hyttendorp'' (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen "exterritorialen" Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste. | ||
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück. | Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück. | ||
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== | ==Hausstätten== | ||
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der "Verordnung wegen Numerierung der Häuser" eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864. | Die Höfe erhielten erst 1766 mit der "Verordnung wegen Numerierung der Häuser" eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864. | ||
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* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]] (Stapelage) | * Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]] (Stapelage) | ||
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]] (Stapelage) | * Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]] (Stapelage) | ||
* Hörste Nr. 24 = [[ | * Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage) | ||
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]] | * Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]] | ||
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]] | * Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]] | ||
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* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]] | * Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]] | ||
* Hörste Nr. 29 [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel) | * Hörste Nr. 29 [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel) | ||
* Hörste Nr. 30 = (Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) <ref>Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine heute auf Augustdorfer Gebiet.</ref> | * Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) <ref>Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.</ref> | ||
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]] | * Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]] | ||
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]] | * Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]] | ||
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==Verkehrswege== | ==Verkehrswege== | ||
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* [[Währentruper Straße (Hörste)]] | * [[Währentruper Straße (Hörste)]] | ||
* [[Waldstraße (Hörste)]] | * [[Waldstraße (Hörste)]] | ||
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen=== | |||
* [[Kolonat (Hörste)]] | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27 | Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27 | ||