Oerlinghausen (Kernstadt)
| Oerlinghausen (Kernstadt) | |
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| Großgemeinde | Oerlinghausen |
| Karte | |

Carte vom Fürstenthum Lippe
Archive NRW Karten A 11725
Lage
Oerlinghausen liegt im Westen des Kreises Lippe an einem bedeutenden alten Pass über den Teutoburger Wald. Die Kernstadt konzentriert sich auf den Nordhang des Tönsberges.
Verwaltungszugehörigkeit
Hauptort der Stadt Oerlinghausen im Kreis Lippe (bis 31.12.1972 Kreis Lemgo), Regierungsbezirk Detmold.
Ehemals Zentrum des Havergaues. Vogtei, 1746 zum Amt Oerlinghausen erhoben. Bildete ab 1879 zusammen mit dem Amt Schötmar das Verwaltungsamt bzw. ab 1927 Landratsamt Schötmar.[1] Am 1.4.1926 erhielt Oerlinghausen Stadtrechte. 1932 mit Auflösung des Landratsamtes Schötmar dem neu gebildeten Kreis Lemgo zugeordnet, der zum 1.1.1973 im Kreis Lippe aufging.
Geschichte
Erste Besiedlungsspuren im heutigen Stadtgebiet lassen sich zwischen 400 und 50 v. Chr. belegen. Urkundlich wird der Ort erstmals 1036 als "Uralanchuson" erwähnt.[2]
Damals stattete Bischof Meinwerk das von ihm gegründeten Busdorfstift in Paderborn mit 17 Gütern aus, darunter der Haupthof Barkhausen mit fünf Vorwerken, von denen eines Uralanchuson war. Die Gründungzeit der Alexanderkirche ist unklar, sie mag im Zusammenhang mit dem Vorwerk entstanden sei. Pieper schließt eine Entstehung bereits im 9. Jh. nicht aus.[3] Die Siedlung Oerlinghausen hat sich aus diesem Nukleus von bischöflichem Meierhof und Kirche entwickelt.
Siedlungscharakteristik
Geprägt durch die Lage am steilen Nordhang des Tönsbergs.
Pläne, Ortsansichten

Ortsname
1036 erstmals als Uralanchuson schriftlich erwähnt. Die Bedeutung leitet sich her von dem Namen Oerl, dem Name eines Mannes, dessen Nachfahren Oerlinge genannt wurden. Entsprechend ist Oerlinghausen der Ort, an dem diese wohnten.
Bevölkerung
Die Bevölkerung war seit der Reformation reformiert. Daneben gab es eine kleine jüdische Gemeinde.
Die Bevölkerungszahl betrug 1818 1.204 Einwohner*innen. Sie wuchs erst nach 1871 bedeutend an auf 2.250 im jahr 1895 und nach dem Ersten Weltkrieg von 2.699 (1919) auf 3.071 (1925). Vor der Bildung der neuen Stadt Oerlinghausen 1970 betrug die Bevölkerungszahl 7.459 (1968), einschließlich der eingemeindeten Ortsteile jedoch 12.839 (1968). 2022 waren es 17.871.[4]
Hausstätten
Allgemeines und Konkordanz der alten Kolonats- bzw. Hausnummern mit den aktuellen Adressbezeichnungen. Die einzelnen Stätten sind unter "Straßen" zu finden.
Straßennamen wurden in Oerlinghausen im Jahr 1896 eingeführt. Bis zur Stadtwerdung im Jahr 1926 wurden neben Straße und Hausnummer weiterhin Kolonatsnummern geführt. Auch danach erhielten Neubauten noch eine solche Nummer.
Die Kolonatsnummern wurden um 1750 eingeführt und danach mehrfach verändert. Die letzte Änderung erfolgte im Jahr 1853 nach dem Ausscheiden des Ortsteiles Lipperreihe (seinerzeit Senne genannt) aus dem Dorfverband.[5]
Verkehrswege
Oerlinghausen liegt an einem bedeutenden Pass über den Osning.
Der Bahnhof von Oerlinghausen befindet sich in Asemissen, einem Ortsteil von Leopoldshöhe. Er ist Bestandteil der Bahnstrecke Bielefeld–Hameln. Zunächst war Oerlinghausen (Asemissen) seit 1.10.1903 nur mit dem Bahnhof Lage verbunden. Ein Jahr später erfolgte die Fertigstellung des letzten Abschnitts der Strecke bis Bielefeld.[6]
Straßen
- Auf dem Berge
- Brachtshof
- Breslauer Straße
- Detmolder Straße
- Forstweg
- Friedrichstraße
- Gehrenberg
- Hauptstraße
- Heidersdorfer Straße
- Hermannstraße
- Holter Straße
- Jägerstraße
- Kammweg
- Marktstraße
- Niedernstraße
- Pfarrstraße
- Piperweg
- Rathausstraße
- Robert-Koch-Straße
- Steinbült
- Tönsbergstraße
- Wellenbruch
- Welschenweg
Literatur
Quellen
Weblinks
https://de.wikipedia.org/wiki/Oerlinghausen
Einzelnachweise
- ↑ Wikipedia zu Amt Oerlinghausen
- ↑ Vita Meinwerci, gedruckt als Das Leben des Bischofs Meinwerk von Paderborn. Hg. v. Franz Tenckhoff, Hannover 1921.
- ↑ Roland Pieper, Evangelisch-reformierte Kirche Oerlinghausen, ehem. St. Alexander (Lippische Kulturlandschaften; 19), Detmold 2011, S. 2.
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Oerlinghausen#Einwohnerentwicklung
- ↑ Reuter, Die Dorfschaft Oerlinghausen - Aufzeichnungen von August Reuter, Bearbeitet von Fritz Soll sen. und jun., 1995, Anhang XXVII.
- ↑ Wikipedia zur Bahnlinie Bielefeld–Hameln.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 01.05.2024 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 04.09.2026 von Joachim Kleinmanns